mini|Schloss Eisenhofen mit Marienkapelle (2013) mini|Lageplan von Schloss Eisenhofen auf dem Urkataster von Bayern Das Schloss Eisenhofen ist ein Schloss in Hof, einem Gemeindeteil der Gemeinde Erdweg im Landkreis Dachau in Bayern. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-1-74-118-22 als Baudenkmal von Hof verzeichnet. „Untertägige mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich des ehem. Hofmarkschlosses Eisenhofen in Hof und seiner Vorgängerbauten“ werden zudem als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-7633-0140 geführt.
Geschichte mini|Gemälde im Fürstengang Freising von Valentin Gappnigg mini|Schloss Eisenhofen auf einem Stich von Michael Wening (um 1700) mini|Schloss Eisenhofen im 16. Jahrhundert
Das ehemalige Hofmark-Schloss Hof war ab dem 11. Jahrhundert Sitz der Eisenhofer, die sich nach dem Schloss benannten (Wiguleus Hund, 1585).Katholischer Burschen- und Mädchenverein Eisenhofen (Hrsg.): 60 Jahre Burschen- und Mädchenverein Eisenhofen/Hof (1953–2013). Festschrift. Mai 2013, S. 31. 1506 kam es in den Besitz des Dietrich von Plieningen. 1520 erwarb es Leonhard von Eck (Ratgeber des bayerischen Herzogs Wilhelm IV.) den Besitz Eisenhofen mit dem Schloss. Als sein einziger Sohn Oswald von Eck Protestant wurde, geriet dieser in Schulden und musste das Schloss verkaufen. 1622 übernahmen es die Freisinger Bischöfe unter Veit Adam von Gepeckh. Nachdem das Schloss im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden zerstört worden war, baute es Bischof Johannes Franziskus wieder auf.Katholischer Burschen- und Mädchenverein Eisenhofen (Hrsg.): 60 Jahre Burschen- und Mädchenverein Eisenhofen/Hof (1953–2013). Festschrift. Mai 2013, S. 33. Bis zur Säkularisation (1803) hatten die Bischöfe hier ihre Sommerresidenz. 1803 wurde der Westflügel abgebrochen. Später wurde das Schloss als Volksschule genutzt; Johannes Neuhäusler und Josef Grahamer gingen zum Beispiel dort zur Schule. Heute befindet sich das Schloss in Privatbesitz.Hans Schertl: Pfarrkirche St. Alban in Eisenhofen. Website kirchenundkapellen.de, abgerufen am 9. Juli 2013.
Die südwestlich von Eisenhofen gelegene Burg Glaneck gehörte nicht zum Herrschaftsbesitz der Eisenhofer.
Beschreibung Das Schloss erhebt sich auf einer schwachen Erhebung im Weiler Hof nördlich Eisenhofen. Der dreigeschossige Bau erhebt sich über einem hohen Sockel. Der Ostflügel mit Erkerturm mit Walmdach stammt aus dem 17. Jahrhundert; der Mittelteil und der Westflügel wurden nach 1860 errichtet. Das im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Schloss wurde zwischen 1698 und 1718 wieder aufgebaut. Die Schlosskapelle mit dem Patrozinium des hl. Korbinian wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet.
Literatur Heimatgeschichte Eisenhofen e. V. (Hrsg.): EISENHOFEN – Ortsgeschichte Eisenhofen, Hof, Petersberg. 2015.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Bauwerk in Erdweg Kategorie:Baudenkmal in Erdweg Kategorie:Bodendenkmal in Erdweg Eisenhofen, Schloss Eisenhofen