William Huch, auch Wilhelm Huch (* 28. September 1857 in Braunschweig; † 27. September 1950 in Berlin-Steglitz) war ein deutscher Schauspieler.
Leben und Wirken Huch hatte seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts viele Jahrzehnte lang Theater gespielt, ohne größere Spuren zu hinterlassen. Er trat sowohl in der Provinz (beispielsweise als Sänger an der Oper/Operette des Residenztheaters Hannover) auf, als auch in Berlin, wo er noch vor dem Ersten Weltkrieg am Deutschen Theater Max Reinhardts an der Seite von Kollegen wie Alexander Moissi, Harry Liedtke und dem blutjungen Ernst Lubitsch wirkte. Nach dem Krieg sah man ihn auch an anderen hauptstädtischen Spielstätten wie der Volksbühne. Dort arbeitete er mit Kollegen wie Jürgen Fehling, Heinz Hilpert und Veit Harlan zusammen. Seit den 30er Jahren, inzwischen längst Doyen der deutschen Schauspielerschaft, trat er kaum mehr ein Festengagement an – Ausnahme: 1933/34 am Theater in der Behrenstraße.
Seit der Frühphase des Ersten Weltkriegs trat Huch auch immer mal wieder vor die Kamera. In der Tonfilmzeit, als die Theaterarbeit dem betagten Künstler zu mühsam wurde, ließ Huch sich bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs mit Klein- und Kleinstrollen als Filmschauspieler verpflichten. Huch stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Huch, William. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 308
Filmografie 1915: Artur Imhoff 1916: Die nicht sterben sollen… 1916: Streichhölzer, kauft Streichhölzer! 1916: Der Fall Klerk 1917: Der Geigenspieler 1920: Die Abenteuer der Marquise von Königsmarck 1921: Der Schicksalstag 1924: Komödie des Herzens 1925: Das Fräulein vom Amt 1928: Die Dame mit der Maske 1931: Yorck 1931: Ronny 1932: Zwei Herzen und ein Schlag 1932: Es wird schon wieder besser 1933: Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt 1935: Mach‘ mich glücklich 1935: Die Heilige und ihr Narr 1935: Ein idealer Gatte 1936: Schloß Vogelöd 1936: Onkel Bräsig 1937: Ball im Metropol 1937: Zu neuen Ufern 1937: Land der Liebe 1938: Fünf Millionen suchen einen Erben 1938: Rote Orchideen 1938: Die fromme Lüge 1938: Gastspiel im Paradies 1940: Stern von Rio 1940: Falstaff in Wien 1940: Links der Isar – rechts der Spree 1941: Friedemann Bach 1942: Die goldene Stadt 1942: Die Entlassung 1944: Die Degenhardts
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 722.
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Einzelnachweise
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