Das Autobahndreieck Jackerath (Abkürzung: AD Jackerath; Kurzform: Dreieck Jackerath) ist ein Autobahnkreuz in Nordrhein-Westfalen in der Metropolregion Rhein-Ruhr. Es verbindet die Bundesautobahnen 44 (Aachen – Odenkirchen) und 61 (Venlo – Koblenz – Hockenheim). Das neue örtlich versetzte Kreuz ersetzt seit 2018 das bisherige alte Autobahndreieck Jackerath, das zurückgebaut wurde. Da der Arm in Richtung der abgebaggerten A 61 nur eine Anschlussstelle führt, wird das Kreuz als Dreieck bezeichnet.
Geografie Das Autobahndreieck liegt auf dem Gemeindegebiet von Titz im Kreis Düren, nahe dem Ortsteil Jackerath und dem Braunkohletagebau Garzweiler II. Die umliegenden Städte und Gemeinden sind Bedburg, Jüchen und Erkelenz. Es befindet sich etwa 17 Kilometer südlich von Mönchengladbach, etwa 30 Kilometer südwestlich von Düsseldorf und etwa 40 Kilometer nordöstlich von Aachen.
Das Autobahndreieck Jackerath trägt auf der A 44 die Anschlussstellennummer 10, auf der A 61 die Nummer 16.
Geschichte mini|Braunkohletagebau Garzweiler mini|Lage des alten Autobahnkreuzes bzw. -dreiecks Jackerath (in Betrieb bis Sommer 2018), rechts das neue Kreuz Das ursprüngliche Autobahnkreuz Jackerath wurde in den 1970er Jahren in einer Mischbauform Kleeblatt/Windmühle unmittelbar östlich der Ortslage Jackerath errichtet. Im Jahr 2005 wurde der Abschnitt der A 44 nördlich des Kreuzes bis zum Autobahnkreuz Holz für den Verkehr gesperrt und abgerissen, da das Gebiet vom Braunkohletagebau Garzweiler II in Anspruch genommen und abgebaggert wurde. Dadurch wurde das Autobahnkreuz Jackerath – ebenso wie das Kreuz Holz – zu einem Autobahndreieck in Sonderbauform.
Nach dem weiteren Fortschreiten des Tagebaus Richtung Westen und dem Wiederauffüllen der ausgekohlten Flächen konnte ab 2012 das fehlende Teilstück der A 44 auf einer im Vergleich zur alten Strecke nach Osten verschobenen Trasse wiederaufgebaut werden. In diesem Zuge wurde der Knotenpunkt Jackerath etwa 1 Kilometer südöstlich seines alten Standortes in Form eines Autobahnkreuzes neu errichtet. Die Freigabe erfolgte am 1. September 2018. Zeitgleich wurde die A 61 zwischen den Anschlussstellen Jackerath und Mönchengladbach-Wanlo gesperrt, die dort ihrerseits dem Tagebau weichen musste. Dadurch wurde das neu errichtete Kreuz umgehend wieder zu einem Autobahndreieck, da der nordwestliche Ast lediglich die Ausfahrt Jackerath bedient. Das alte Autobahndreieck wurde inzwischen vollständig zurückgebaut. Projektinformation auf der Seite von Straßen NRW
Bauform und Ausbauzustand Die A 44 Richtung Westen und die A 61 sind vierstreifig ausgebaut, die A 44 Richtung Osten/Norden, die den Verkehr der abgebaggerten A 61 mit übernehmen muss, sechsstreifig. Die Verbindungsrampen der Relation Koblenz – Holz sind zweispurig ausgeführt, die restlichen Rampen einspurig.
Das alte Autobahndreieck wurde ursprünglich als Kleeblatt mit Windmühlenrampe angelegt. Das neue Autobahndreieck ist ein fast vollständiges Kleeblatt mit einer halbdirekten Verbindung von der A 44 zur A 61 in Fahrtrichtung Koblenz.
Verkehrsaufkommen Das alte Dreieck wurde im Jahr 2015 täglich von rund 68.000 Fahrzeugen befahren. Von Nach Durchschnittlichetägliche Verkehrsstärke AnteilSchwerlastverkehr 2005 2010 2015 2005 2010 2015 AS Titz (A 44) AD Jackerath 43.700 34.100 33.100 13,5 % 13,5 % 12,3 % AD Jackerath AK Holz (A 44) 44.900 Abschnitt gesperrt 13,0 % Abschnitt gesperrt AS Jackerath (A 61) AD Jackerath 42.000 63.900 64.100 19,8 % 17,6 % 16,1 % AD Jackerath AS Bedburg (A 61) 39.000 37.200 39.000 19,8 % 18,6 % 19,7 %
Einzelnachweise
Jackerath Kategorie:Bundesautobahn 44 Kategorie:Bundesautobahn 61 Kategorie:Verkehrsbauwerk im Kreis Düren Kategorie:Bauwerk in Titz Kategorie:Erbaut 1975