mini|297px|Niederalben Niederalben ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan an.

Geographie Der Ort liegt im Steinalbtal in der Westpfalz. 72,7 % der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Im Südosten befindet sich Sankt Julian, im Süden Rathsweiler und nordwestlich liegt der Truppenübungsplatz Baumholder.

Geschichte 1816 kam der Ort zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit diesem fiel er 1834 an Preußen, das aus diesem Gebiet den Landkreis Sankt Wendel schuf. Nach der Abtrennung des Hauptteils an das neugeschaffene Saargebiet entstand 1920 der Restkreis Sankt Wendel-Baumholder, zu dem der Ort bis 1937 gehörte, als er in den Landkreis Birkenfeld eingegliedert wurde. 1969 wurde er in den Landkreis Kusel umgegliedert.

Durch das rheinland-pfälzische „Landesgesetz über die Auflösung des Gutsbezirks Baumholder und seine kommunale Neugliederung“ vom 2. November 1993 (GVBl, S. 518) wurde eine bis dahin zum Landkreis Birkenfeld gehörende Teilgemarkung des Gutsbezirks Baumholder bis vor die frühere Ortslage Ilgesheim am 1. Januar 1994 in die Ortsgemeinde Niederalben umgegliedert.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Niederalben besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Michael Rihlmann wurde im Juli 2019 Ortsbürgermeister von Niederalben. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 67,05 % gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 69,4 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.

Rihlmanns Vorgänger Andreas Hübsch hatte das Amt seit 2003 ausgeübt und war 2019 nicht erneut angetreten.

Wappen Die vordere Schildhälfte verweist auf die ehemaligen Wildgrafen als Ortsherren. Die hintere Schildhälfte zeigt die unter Naturschutz stehende „Kuhschelle“. Ein Dreiberg steht für das umliegende Hügelland.

Wirtschaft und Infrastruktur Im Südwesten befindet sich die A 62. In Altenglan ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel. Historisch bestand der Bahnhof Niederalben-Rathsweiler entlang der Glantalbahn.

Ehrenbürger Ernst Schworm (1930–2016), ernannt 2005

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Niederalben

Literatur

Weblinks

Niederalben.de – private Webseite von Uwe Braun Ortsgemeinde Niederalben auf den Seiten der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan Niederalben bei regionalgeschichte.net

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Kusel