mini|Maja Buždon, 1945 Marija Buždon-Slomić (genannt Maja; auch Budjon geschrieben; * 15. August 1923 in Praputnjak bei Bakar, Königreich Jugoslawien; † 28. Mai 1945 in Zagreb, Jugoslawien) war im Zweiten Weltkrieg ein Mitglied der faschistischen Ustascha und Kriegsverbrecherin. Sie war von 1942 bis 1945 Leiterin der Frauen-Sektion im KZ Stara Gradiška, einem Außenlager des KZ Jasenovac während des Unabhängigen Staates Kroatien (NDH).Richard West: Tito and the Riese and Fall of Yugoslavia - The Ustasha Terror. 1996, ISBN 978-0-571-28110-7.Holocaust Education & Archive Research Team: The Jasenovac Extermination Camp – "Terror in Croatia".Glas Javnosti: Ustaške krvnice sa kule (serbisch)Antun Miletić: Koncentracioni logor Jasenovac 1941-1945: dokumenata, Band 2, Narodna knjiga, Beograd 1986, S. 769. (serbokroatisch) Zusammen mit Nada Šakić und Božica Obradović, die sich alle drei damit brüsteten, höchstpersönlich Verbrechen in den Konzentrationslagern verübt zu haben, wurden sie als „Crna trojka“ („Die schwarzen Drei“) bekannt.
Geschichte Nachdem 1941 mit Unterstützung der Achsenmächte der „Unabhängige Staat Kroatien“ gegründet worden war, trat Buždon-Slomić der Ustascha-Bewegung bei. 1942 wurde sie Wärterin des KZ Stara Gradiška. Dort war sie an der Tötung von Internierten beteiligt und soll dabei äußerst brutal vorgegangen sein. So wird sie heute in einem Satz mit ranghohen KZ-Kommandanten und Ustascha-Mitgliedern genannt, die für ihre Verbrechen in den KZ des Unabhängigen Staates Kroatien berüchtigt waren oder wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurden, darunter auch Miroslav Filipović.Petar Stanivuković und Jurica Kerbler: Deca u logorima smrti. Eksportpres, Beograd 1986, ISBN 978-8671450157, S. 63 (serbokroatisch)Večernje novosti: Časni fratar - sotona (serbisch) Filipović, ein ehemaliger Franziskaner, war Militärgeistlicher der Ustascha und vorübergehender Kommandant der KZ in Jasenovac und Stara Gradiška.
Buždon-Slomić hatte Verbrechen an weiblichen Gefangenen begangen, von denen die meisten Serbinnen oder Jüdinnen waren, darunter auch Kinder. Eine Gefangene soll sie mit Draht erdrosselt haben.Holocaust Education & Archive Research Team: Portrait of two young women in Ustasa uniform (Nada Šakić und Maja Buždon (rechts)) Während des Prozesses gegen Dinko Šakić 1999 behauptete eine ehemalige Gefangene des KZ, dass sie Zeugin war, wie Buždon-Slomić eine weibliche Gefangene umbrachte.Croatian News Agency (HINA): Trial of Dinko Šakić – Three new witnesses questioned in Nada Šakić case Als Wärterin soll sie direkte Befehle von Ustascha-General Vjekoslav Luburić ausgeführt haben.Croatian News Agency (HINA): Trial of Dinko Šakić - Two witnesses’ testimoniers read in court in Šakić war criems trial Während der Einnahme von Zagreb kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs durch die Partisanen wurde sie von ehemaligen Gefangenen erkannt und schließlich gefangen genommen und am 28. Mai 1945 hingerichtet.Antun Miletić: Koncentracioni logor Jasenovac 1941–1945 – Prilog broj 5 – Izvod iz saslušanja upravnice koncentracionog logora Stara Gradiška Maje Buždon-Slomić: Dokumenata, Knjiga II, Narodna knjiga, Beograd 1986, S. 1047. (serbokroatisch)
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Personal im KZ Jasenovac Kategorie:Militärperson (Unabhängiger Staat Kroatien) Kategorie:Kroatische Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg Kategorie:Täter des NS-Völkermords an den Sinti und Roma Kategorie:Hingerichtete Person (Jugoslawien) Kategorie:Ustascha-Mitglied Kategorie:Jugoslawe Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Frau