Diese Liste der Abgeordneten zum Österreichischen Nationalrat (XXV. Gesetzgebungsperiode) listet alle Abgeordneten zum Österreichischen Nationalrat in der XXV. Gesetzgebungsperiode auf. Die Gesetzgebungsperiode begann mit der konstituierenden Sitzung des Nationalrats am 29. Oktober 2013 und endete am 8. November 2017. Nach der Nationalratswahl vom 29. September 2013 entfielen von den 183 Mandaten 52 auf die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ), 47 auf die Österreichische Volkspartei (ÖVP), 40 auf die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) und 24 auf Die Grünen – Die Grüne Alternative (GRÜNE).

Erstmals als gewählte Partei vertreten war das Team Stronach mit elf Abgeordneten, gänzlich neu waren die NEOS, die gemeinsam mit dem Liberalen Forum in einem Wahlbündnis antraten und daher bis zur Fusion mit dem LIF mit ihren neun Mandataren als Klub NEOS-LIF auftraten. Ab dem 30. Jänner 2014 waren die Abgeordneten im Klub von NEOS vereint.

Funktionen Nationalratspräsidium Nachdem die SPÖ bei der Nationalratswahl den ersten Platz verteidigen konnte, fiel ihr gemäß der parlamentarischen Tradition der Anspruch auf den Nationalratspräsidenten zu. Die SPÖ nominierte in der Folge erneut Barbara Prammer, die diese Funktion seit dem 30. Oktober 2006 innehatte. Bei der Wahl der drei Nationalratspräsidenten wurde Prammer am 29. Oktober 2013 mit 147 von 176 Stimmen bzw. 83,5 Prozent im Amt bestätigt.„Alles Gute“ und „besten Erfolg“. Artikel auf ORF.at vom 29. Oktober 2013. Nach dem Rückzug von Fritz Neugebauer nominierte die ÖVP den bisherigen Klubobmann Karlheinz Kopf für das Amt des Zweiten Nationalratspräsidenten, wobei Kopf 141 von 172 gültigen Stimmen und damit 82,0 Prozent erhielt.Kopf zum II. Nationalratspräsidenten gewählt. Artikel auf vorarlberg.ORF.at vom 29. Oktober 2013. Die FPÖ nominierte Norbert Hofer für das Amt des Dritten Nationalratspräsidenten, nachdem sich der bisherige Dritte Nationalratspräsident Martin Graf nach wiederkehrender Kritik an seiner Position bereits vor der Nationalratswahl zurückgezogen hatte. Hofer wurde mit 118 von 147 gültigen Stimmen bzw. 80,3 Prozent gewählt.Nationalrat: Alle Präsidenten mit über 80 Prozent gewählt. Artikel auf derStandard.at vom 29. Oktober 2013.

Nach Prammers Tod wurde am 2. September 2014 Doris Bures, ebenfalls von der SPÖ, mit 117 von 150 Stimmen (78,0 Prozent) zur neuen Nationalratspräsidentin gewählt.Nationalrat wählte Bures zur Präsidentin. Artikel auf derStandard.at vom 2. September 2014.

Parlamentarische Klubs

Abgesehen von folgenden Ausnahmen schlossen sich die im Rahmen einer Wahlpartei gewählten Abgeordneten jeweils zu einem entsprechenden Klub zusammen.

Monika Lindner, welche für das Team Stronach kandidiert hatte, trat nicht dem Klub bei und war für wenige Tage als „wilde Abgeordnete“ tätig, bevor sie am 30. November 2013 aus dem Nationalrat ausschied.Monika Lindner legt Mandat zurück. Artikel auf derStandard.at vom 27. November 2013. Am 3. Juni 2015 wurde der Wechsel der beiden Abgeordneten des Team Stronach, Georg Vetter und Marcus Franz, in den Parlamentsklub der ÖVP bekanntgegeben.Vetter und Franz: Wechsel in ÖVP-Klub. Artikel auf ORF.at vom 3. Juni 2015, abgerufen am 3. Juni 2015. Am 17. Juni 2015 wurden nach einer Abspaltung der Salzburger FPÖ die beiden Abgeordneten Gerhard Schmid und Rupert Doppler aus dem FPÖ-Nationalratsklub ausgeschlossen, weil sie sich der Freien Partei Salzburg von Karl Schnell angeschlossen und damit von der FPÖ-Bundespartei abgewandt hatten.Strache feuert Schnell und Doppler. Artikel in der Wiener Zeitung vom 10. Juni 2015. Am 1. August 2015 wurde bekannt gegeben, dass Kathrin Nachbaur und Rouven Ertlschweiger vom Team Stronach in den Parlamentsklub der ÖVP wechseln, jedoch bleiben beide parteiunabhängig.ÖVP-Klub holt zwei weitere TS-Abgeordnete. Artikel auf ORF.at vom 1. August 2015, abgerufen am 1. August 2015. Jessi Lintl, ebenfalls vom Team Stronach, trat am 11. August 2015 aus dem Parlamentsklub des Team Stronach aus, ohne einem anderen Klub beizutreten und wurde damit „wilde Abgeordnete“. Nach vier Monaten trat sie am 23. Dezember 2015 als Abgeordnete dem FPÖ-Parlamentsklub bei.FPÖ-Klub nimmt Ex-Strancherin Lintl auf. Artikel auf DiePresse.com vom 23. Dezember 2015, abgerufen am 23. Dezember 2015. Nach einem antisemitischen Facebook-Posting wurde Susanne Winter am 2. November 2015 aus der FPÖ und damit auch aus dem FPÖ-Parlamentsklub ausgeschlossen. Seitdem war sie „wilde Abgeordnete“.Abgeordnete Winter muss FPÖ verlassen, will Mandat aber behalten. Artikel auf derStandard.at vom 2. November 2015; abgerufen am 18. November 2015. Infolge einer Aussage, die Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik auf einer stark persönlichen Ebene angriff und die zu auch parteiinterner Kritik führte, trat Marcus Franz am 1. März 2016 aus dem ÖVP-Klub, zu dem er erst etwas mehr als ein halbes Jahr zuvor gewechselt war, aus und wurde parteiloser Abgeordneter.Michael Völker: Marcus Franz verlässt nach Merkel-Sager die ÖVP. Artikel auf derStandard.at vom 1. März 2016. Mit 30. März 2017 wechselte der bisherige NEOS Mandatar Christoph Vavrik zur ÖVPNEOS-Abgeordneter Vavrik wechselt zur ÖVP. Artikel vom 30. März 2017, abgerufen am 30. März 2017.. Am 17. Juli 2017 verließ Peter Pilz den grünen Klub.Pilz tritt aus Grünem Klub aus: "Habe die Nase voll von Parteien". Artikel vom 14. Juli 2017, abgerufen am 17. Juli 2017. Er gründete eine Liste, in die am 28. Juli Daniela Holzinger-Vogtenhuber (vormals SPÖ), Wolfgang Zinggl und Bruno Rossmann eintraten (beide vormals Grüne). Am 7. August 2017 gab Barbara Rosenkranz bekannt, für die Freie Liste Österreich anzutreten, woraufhin sie aus dem FPÖ-Klub ausgeschlossen wurde. Durch den Austritt von Martina Schenk und Robert Lugar verlor das Team Stronach den Klubstatus, wodurch ab diesem Zeitpunkt 15 Abgeordnete fraktionslos waren. Am 11. August 2017 trat Robert Lugar in den FPÖ-Klub ein.

Klubobleute Nach den Verlusten der SPÖ-ÖVP-Regierung bei der Nationalratswahl tauschten beide Koalitionspartner ihre Klubführung aus. Nach zwölf Jahren musste Josef Cap als SPÖ-Klubobmann auf Wunsch von Parteichef Werner Faymann zurücktreten, woraufhin der bisherige Finanzstaatssekretär Andreas Schieder von 87,8 Prozent der SPÖ-Abgeordneten zum neuen Klubobmann gewählt wurde. Cap übernahm in der Folge die Funktion des Vize-Klubobmanns. Auch in der ÖVP wurde der bisherige Klubobmann abgelöst, jedoch wurde Karlheinz Kopf für das Amt des Zweiten Nationalratspräsidenten nominiert. Als neuer Klubobmann folgte ihm zunächst Parteiobmann Michael Spindelegger nach, der mit 93,2 Prozent zum interimistischen Klubchef gewählt wurde. Nach der Regierungsbildung folgte diesem wiederum Reinhold Lopatka als Klubobmann der ÖVP nach.Rochaden stoßen nur teils auf Gegenliebe. Artikel auf ORF.at vom 29. Oktober 2013.

Im Gegensatz zu den bisherigen Regierungsparteien wurden die Klubobleute der FPÖ und der Grünen im Amt bestätigt. Dabei war der seit 2006 amtierende FPÖ-Klubobmann Heinz-Christian Strache der längstdienende Klubobmann im Nationalrat. Eva Glawischnig-Piesczek, Klubobfrau der Grünen, hatte die Funktion seit 2008 inne. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Nationalrat am 18. Mai 2017 wählte der Grüne Parlamentsklub Albert Steinhauser zu ihrem Nachfolger als Klubobmann. Auch Werner Kogler wurde als Klubobfrau-Stellvertreter der Grünen bestätigt.Unstimmigkeiten nur bei Team Stronach. Artikel auf ORF.at vom 29. Oktober 2013.

Beim Team Stronach war der bisherige Klubobmann Robert Lugar bereits im Vorfeld für eine Wiederwahl ausgeschieden. In der Folge wurde auf Wunsch von Parteigründer Frank Stronach zunächst Kathrin Nachbaur zur Klubchefin gekürt, diese bestellte jedoch in der Folge die ehemalige FPÖ-Mandatarin Waltraud Dietrich „zumindest für eine gewisse Zeit“ zur geschäftsführenden Klubobfrau.Stronach: Nachbaur lässt sich als Klubchefin vertreten. Artikel der Oberösterreichischen Nachrichten vom 29. Oktober 2013. Nachdem Dietrich ab 6. Februar gewählte Klubobfrau des Team Stronach wurde, wurde sie ihrerseits am 3. August 2015 von Robert Lugar, der bereits in der vorangegangenen Legislaturperiode Klubobmann des Team Stronach gewesen war, in dieser Funktion abgelöst. Den erstmals im Parlament vertretenen NEOS stand Parteichef Matthias Strolz auch als Klubobmann vor. Sein Stellvertreter war Nikolaus Scherak beziehungsweise bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Nationalrat Angelika Mlinar.

Abgeordnete Name Bild Geb Gst Wahlpartei Mandat Anmerkung Alm Nikolaus 80px 1975 NEOS 9 – Wien bis April 2017, Nachfolger Karin Doppelbauer Amon Werner 80px 1969 ÖVP 6 – Steiermark Angerer Erwin 80px 1964 FPÖ 2 – Kärnten seit 2. Juli 2014, Nachfolger von Harald Vilimsky Antoni Konrad 80px 1964 SPÖ 3B – Waldviertel Aslan Aygül Berîvan 1981 GRÜNE 7 – Tirol Aubauer Gertrude 80px 1951 ÖVP Bundeswahlvorschlag Auer Jakob 80px 1948 ÖVP 4 – Oberösterreich Bacher Walter 80px 1962 SPÖ 5C – Lungau/Pinzgau/Pongau Bayr Petra 80px 1968 SPÖ 9D – Wien Süd Becher Ruth 80px 1956 SPÖ 9G – Wien Nord Belakowitsch-Jenewein Dagmar 80px 1968 FPÖ 9 – Wien Berlakovich Nikolaus 80px 1961 ÖVP 1 – Burgenland Bernhard Michael 80px 1981 NEOS 9 – Wien Bösch Reinhard Eugen 80px 1957 FPÖ Bundeswahlvorschlag Brosz Dieter 80px 1968 GRÜNE 3 – Niederösterreich Brückl Hermann 80px 1968 FPÖ 4B – Innviertel seit 28. Oktober 2015, Nachfolger von Elmar Podgorschek Brunner Christiane 80px 1976 GRÜNE Bundeswahlvorschlag Buchmayr Harry 80px 1957 SPÖ 4B – Innviertel Bures Doris 80px 1962 SPÖ 9E – Wien Süd-West bis 16. Dezember 2013; seit 2. September 2014 (seither Nationalratspräsidentin) Cap Josef 80px 1952 SPÖ Bundeswahlvorschlag Darabos Norbert 80px 1964 SPÖ 1B – Burgenland Süd bis 8. Juli 2015, Nachfolger Jürgen Schabhüttl Darmann Gernot 80px 1975 FPÖ 2 – Kärnten, Bundeswahlvorschlag am 2. Juli 2014, Wechsel des Landeslistenmandates zum Bundeslistenmandat durch Rücktritt von Harald Vilimsky auf der Bundeswahlliste