Karl Heinrich Rüdiger (* 13. März 1877 in Bermaringen; † 19. September 1947 in Stetten) war ein deutscher Jurist und Landrat von Böblingen (1920–1933).
Leben Rüdiger wurde als Sohn eines Pfarrers und Bezirksschulinspektors geboren und studierte Rechtswissenschaften in Tübingen, wo er 1896 Mitglied der Tübinger Königsgesellschaft Roigel (1933–1935 Tübinger Burschenschaft Roigel) wurde.Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 407. Nach seinen Examina 1901 und 1903 trat er in die württembergische Innenverwaltung ein und wurde 1910 Amtmann am Oberamt Böblingen, dann 1920 Oberamtmann und Oberamtsvorstand, 1928 schließlich Landrat. Da er kein Parteimitglied der NSDAP werden wollte, wurde er 1933 als Berichterstatter zur Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung zwangsversetzt. 1934 wurde er Regierungsrat und letztlich 1939 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
Literatur
Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 4: M–Q. Winter, Heidelberg 2000, ISBN 3-8253-1118-X, S. 135.
Einzelnachweise
Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung) Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Oberamtmann (Oberamt Böblingen) Kategorie:Landrat (Landkreis Böblingen) Kategorie:Person (Böblingen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1877 Kategorie:Gestorben 1947 Kategorie:Mann