mini|Monika Roscher mit ihrer Bigband bei einem Konzert 2019 in Regensburg mini|Monika Roscher mit ihrer Bigband beim Burg Herzberg Festival 2024 Monika Roscher (* 30. Dezember 1984 in Langenzenn) ist eine deutsche Jazz- und Independent-Gitarristin, Komponistin, Sängerin und Bigband-Leiterin.
Leben und Wirken Roscher wuchs in Langenzenn auf, wo sie zunächst in der Familie musizierte. Dann studierte sie Jazzgitarre und Komposition an der Musikhochschule München. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit gründete sie 2012 die Monika Roscher Bigband. Die Band sorgte mit ihrer Mischung aus Bigband-Bläsersätzen, Elementen aus Rock, Pop und Electro, sowie filmisch anmutenden Klangdramaturgien landesweit für Aufmerksamkeit.Oliver Hochkeppel: Die Chefin. Süddeutsche Zeitung vom 7. Dezember 2012.Ulrich Olshausen: Berlin, das ist immer noch eine Kommune freier Geräusche. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. November 2013.
Das Debütalbum Failure in Wonderland erschien 2012 bei Enja. Im Anschluss an die Veröffentlichung tourte die Band und spielte auf dem Abschlusskonzert des Jazzfest Berlin 2013, auf dem Südtirol Jazzfestival, den Jazztagen Idar-Oberstein und dem Jazz & The City Festival in Salzburg. Die Band gastierte zweimal auf dem Fusion Festival in Mecklenburg-Vorpommern. 2016 veröffentlichte die Band ihr zweites Album Of Monsters and Birds und reiste mit dem Goethe-Institut nach Istanbul. 2017 spielte sie auf der Internationalen Jazzwoche Burghausen, den Internationalen Theaterhaus Jazztagen Stuttgart, dem JazzBaltica-Festival und in der Elbphilharmonie Hamburg. 2018 unternahm die Band eine Konzertreise nach Sankt Petersburg. Das dritte Album Witchy Activities and the Maple Death erschien 2023 beim von der Bandleiterin gegründeten Label Zenna Records. BR-Klassik schrieb über das zum Jazzalbum des Monats gekürte Werk: „Packende, großartig gespielte und eigensinnig moderne Musik. Jazz, in dem wieder einmal die unbegrenzten Möglichkeiten dieser Musik aufgezeigt werden: zwischen Bombast-Rock, frickeligem Electro, augenzwinkernder Zirkusmusik“. Es wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und für den Deutschen Jazzpreis nominiert.Deutscher Jazzpreis Nominierungen 2024 Das Stück 8 Prinzessinnen erhielt den Deutschen Jazzpreis als Komposition/Arrangement des Jahres.Deutscher Jazzpreis Preisträger 2024 2025 erschien mit ihrer Bigband das Album Witchy Activities Live.
Roscher wirkte an Ulrich Rasches Produktion Die Räuber am Münchner Residenztheater mit,Spektakuläre Spielzeiteröffnung. Pressemitteilung des Residenztheaters. Abgerufen am 25. Februar 2017 die zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen wurde.Einladung zum Berliner Theatertreffen. Pressemitteilung des Residenztheaters. Abgerufen am 25. Februar 2017 Im gleichen Jahr schrieb Roscher ein Chorwerk für das Theaterstück Luther der Hans Sachs-Spielgruppe Langenzenn und der Klosterhofspiele Langenzenn (Regie: Gabriele Küffner) anlässlich des 500. Reformationsjubiläums. Für die Theaterproduktionen Woyzeck (2017) am Stadttheater Basel und Das große Heft (2018) am Staatsschauspiel Dresden (beide unter der Regie von Ulrich Rasche) komponierte Roscher die mehrstündige Musik für Livebesetzung. Beide Produktionen wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen,. Pressemitteilung. Abgerufen am 28. März 2018. Juryauswahl. Abgerufen am 21. Februar 2019 Das große Heft mit dem Sächsischen Theaterpreis ausgezeichnet. Eine weitere Zusammenarbeit mit Ulrich Rasche war die Produktion Elektra (2019) am Münchner Residenztheater, für die Roscher ebenfalls die Musik komponierte.Geister des Maschinellen. Rezension auf nachtkritik. Abgerufen am 30. März 2024 2021 schrieb sie die Musik für Nora Schlockers Inszenierung von Agnes Bernauer am Residenztheater München.Agnes Bernauer. Residenztheater München. Abgerufen am 30. März 2024 Für Sebastian Baumgartens Inszenierung von Peer Gynt am selben Theater war sie als Livemusikerin (E-Gitarre) tätig.
Am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück hielt sie 2017/18 eine Gastprofessur für Komposition.Ende und Neuanfang. Newsletter 04/2016 des IfM. Abgerufen am 25. Februar 2017
Als Sängerin wirkte Roscher u. a. auf den von Gerd Baumann komponierten Soundtracks zu den Kinofilmen Beste Chance von Marcus H. Rosenmüller und Spieltrieb von Gregor Schnitzler sowie auf dem zweiten Album der Münchner Band Moop Mama (Das rote Album) mit. Im Verlag vierdreiunddreissig erschien 2015 eine Sammlung von Kompositionen Roschers für Hackbrett.Werksinformation zu Songs von Monika Roscher
Preise und Auszeichnungen 2011: Musikstipendium der Landeshauptstadt MünchenLandeshauptstadt München 2014 - Stipendien für Musik. Website der Landeshauptstadt München. Abgerufen am 27. September 2015. 2013: Preisträgerin Bujazzo KompositionswettbewerbErgebnisse des 2. Bujazzo Kompositionswettbewerbs. Website des Bundesjazzorchesters. Abgerufen am 27. September 2015. 2014: „Rising Star“, Down Beat Critics Poll62nd Annual Critics Poll. Digitalausgabe Down Beat August 2014 (englisch), S. 62 2014: ECHO Jazz „Newcomer des Jahres“ für Failure in WonderlandHans Hielscher: Jazz-Preise: Mehr Echo für den Echo Spiegel Online Kultur vom 11. Mai 2014. 2014: Bayerischer KunstförderpreisBayerische Kunstförderpreise 2014. Website des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst. Abgerufen am 27. September 2015. 2014: Musikstipendium der Landeshauptstadt MünchenLandeshauptstadt München 2014 - Stipendien für Musik. Website der Landeshauptstadt München. Abgerufen am 27. September 2015. 2019: „Rising Star“, Down Beat Critics Poll67th Annual Critics Poll Digitalausgabe Down Beat August 2019 (englisch), S. 63 2019: Wolfram-von-Eschenbach-Preis 2023: Preis der deutschen Schallplattenkritik für Witchy Activities and the Maple DeathPreis der deutschen Schallplattenkritik Jahrespreise 2023 Pressemitteilung 2024: Deutscher Jazzpreis „Komposition/Arrangement des Jahres“ für 8 PrinzessinnenDeutscher Jazzpreis Preisträger 2024
Diskografie 2012: Monika Roscher Bigband: Failure in Wonderland (Enja) 2016: Monika Roscher Bigband: Of Monsters and Birds (Enja)Besprechung (SWR 2) 2023: Monika Roscher Bigband: Witchy Activities and the Maple Death (Zenna) 2025: Monika Roscher Bigband: Witchy Activities – Live (Zenna)
Weblinks Offizielle Website Interview
Einzelnachweise
Kategorie:Bigband-Leader Kategorie:Jazz-Gitarrist Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Absolvent der Hochschule für Musik und Theater München Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Frau