Leopold Huber (* 20. Oktober 1955 in Harrau) ist ein österreichischer Autor, Theater- und Filmregisseur.

Leben Huber wurde im oberösterreichischen Mühlviertel als Sohn einer kinderreichen Bauernfamilie geboren. Er hat sieben Geschwister. In jungen Jahren ging er nach Wien. (PDF; 83 kB), Interview von Johannes Fröhlich. Nach der Matura an der Höheren Technischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Wien 5 Spengergasse studierte er drei Semester Psychologie und Psychiatrie an der Universität Wien. Es folgte ein Regie- und Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar der Hochschule für Musik und darstellende Kunst sowie ein musikdramatisches Seminar bei Marcel Prawy und Lothar Knessl im Zeitraum von 1976 bis 1979.

Von 1979 bis 1981 war er als Regieassistent am Theater St. Gallen tätig. Seit 1981 arbeitet er freischaffend als Autor, Theater- und Filmregisseur. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Schauspielerin Astrid Keller, leitete er während 30 Jahren von 1994 bis 2023 das See-Burgtheater in Kreuzlingen.

Mit ihr und den drei gemeinsamen Kindern lebt er heute in Altnau.Leopold Huber, See-Burgtheater, Kreuzlingen, abgerufen am 25. Oktober 2013.

Werke Theaterinszenierungen Neben vielen Inszenierungen Kreuzlinger See-Burgtheater, inszenierte Huber bislang auch mehrere klassische Bühnenstück an anderen bekannten Theatern im deutschsprachigen Raum, u. a.:

Magic Afternoon (Max Reinhardt Seminar, Wien) Woyzeck (Theater St. Gallen) Robinson lernt tanzen, (Stadttheater Konstanz) Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen (Stadttheater Konstanz) Besuchszeit (Landestheater Linz) Heim (Uraufführung am Landestheater Linz) Moldaublick (Uraufführung am Landestheater Linz) Einen Jux will er sich machen Johann (Salzburger Landestheater) Das Mädl aus der Vorstadt (Salzburger Landestheater) Der Diener zweier Herren (Theater Ulm) Die Dreigroschenoper (Vereinigte Bühnen Bozen) Romeo und Julia (Vorarlberger Landestheater) Diener zweier Herren (Vorarlberger Landestheater) Entführung aus dem Serail (Opernfestspiele Heidenheim)

Filmografie 1982: Hirnbrennen (auch Produktion) 1985: 24 Stunden Ulysses (Regieassistenz bei Douglas Wolfsperger) 1991: Mirakel (ausgezeichnet bei den Biberacher Filmfestspielen 1990) 1993: Vater, lieber Vater 1995: Jeden 3. Sonntag

Bücher 1989: Zug nach Süden (Erzählung; Lenos Verlag, Basel) ISBN 978-3-85787-188-7 1993: HeimSuchung (dramatisches Gedicht; Edition Thanhäuser, Linz) ISBN 978-3-900986-09-4 2001: Lust und Frust in der Provinz. 11 Jahre Freie Theaterarbeit (Theaterbuch; Neptun Verlag, Kreuzlingen) ISBN 978-3-85820-151-5

Hörbücher 1985: Aschenregen (mit Andre Jung und Charlotte Schwab) 1986: HeimSuchung (mit Matthias Habich)

Auszeichnungen Buch Literaturpreis des Landes Oberösterreich 1988: Autorenpreis des Migros-Genossenschafts-Bunds

Film 1983: Förderpreis des Concorde Filmverleihs, München Förderpreis beim Filmfestival Max Ophül, Saarbrücken 1. Preis Art Cinema Award CICAE-Preis Goldenes Einhorn beim Alpinale Großer Preis beim Ragazzi Filmfestival, Bellinzona EDI-Studienprämie 1991: Festival-Award in der Kategorie „Artistic Excellence“ beim Chicago International Film Festival für Mirakel sowie diverse weitere Auszeichnungen in Europa

Theater 2013: Thurgauer KulturpreisLeopold Huber: Autor, Regisseur und Produzent, Nachrichten.at, 30. Juli 2013.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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