mini|hochkant|Wappen der Familie Buol (Bul - Bulen) in Davos
Diese Seite zeigt die Stammliste des Adelsgeschlechts Buol.
Stammliste Buol (1300–1500) mini|hochkant|Jüngeres Stammwappen der Familie von Buol in Davos
Linie Churwalden - von Buol-Strassberg und Schauenstein in Parpan (1649–1865) mini|hochkant|Wappen der Grafen von Buol-Schauenstein (1831) Wappen Buol-Schauenstein (1805) (ABB: 1831): Geteilt und zweimal gespalten, belegt mit von rotem Hermelinhut bedecktem gespaltenen Herzschild, darin rechts das jüngere Stammwappen, links in Rot drei silberne Fische übereinander (Stammwappen † Schauenstein), 1 in Silber ein von sechs (3, 3) blauen Kugeln begleiteter roter Balken, 2 in von blauen und silbernen Eisenhütchen belegtem Felde ein goldener Balken, 3 in Blau zwei silberne Steinbockshörner, 4 in Silber ein gestürztes schwarzes Büffelhorn, 5 in Silber drei gekerbte schwarze Schrägbalken, 6 von Schwarz und Gold dreimal geteilt; fünf Helme, 1. mit rot-silbernen Decken einwärts ein wachsender goldener Löwe, ein Zepter haltend, 2. mit blau-silbernen Decken die Jungfrau des Stammwappens, 3. mit schwarz-goldenen Decken ein schwarzer Doppeladler (kaiserliches Gnadenzeichen), 4. mit rot-silbernen Decken ein roter Hermelinhut, auf dem ein silberner Fisch liegt (Stammwappen-Helmzier von Schauenstein), 4. mit blau-silbernen Decken zwei silberne Steinbockshörner; Schildhalter: rechts ein widersehender goldener Löwe, links ein Geharnischter, der Helm mit drei (rot, silbern, rot) Straußenfedern besteckt, in der Linken ein gesenktes Schwert haltend.
Nachfahren Ratsherrn Hans von Buol (1500–1570)
Linie Kaiserstuhl - von Buol-Berenberg in Mühlingen (1710) mini|hochkant|Wappen der Freiherren von Buol-Berenberg (1831) Kaiserstuhl seit 1294 im Besitz des Hochstifts Konstanz diente danach jahrhundertelang als Zentrum der konstanzischen Landesverwaltung. Der in Kaiserstuhl residierende Obervogt nahm die Rechte der Fürstbischöfe über Hohentengen, Bergöschingen, Lienheim, Fisibach und Weiach wahr. Kaiserstuhl hatte dadurch den Rang einer Landstadt des Heiligen Römischen Reichs. Gleichzeitig war Kaiserstuhl seit der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahr 1415 aber auch das Zentrum eines äußeren Amtes der Grafschaft Baden, einer Gemeinen Herrschaft. Dies führte gelegentlich zu Konflikten zwischen dem Fürstbischof und den Eidgenossen.
mini|Kaiserstuhl im Jahr 1548 Das Ende des Ancien Régime nach der Ausrufung der Helvetischen Republik im März 1798 traf das Städtchen besonders hart. Es ging nicht nur seiner Zentrumsfunktion verlustig. Durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 verlor Kaiserstuhl sämtliche rechtsrheinischen Gebiete und damit den Löwenanteil seines Territoriums an das 1806 gegründete Großherzogtum Baden. Der linksrheinische Teil gehörte zunächst zum Kanton Baden, ab 1803 zum Kanton Aargau.
Nachfahren des Fähnrich der Landschaft Davos, Ulrich Boul (1460–1500) zog zur Zeit der Reformation an den Bodensee und wohnte in der Stadt Kaiserstuhl
Linie Österreich - von Buol-Wischenau in Wien (1718) mini|hochkant|Wappen der Freiherrn Buol von Wischenau 1831 Višňové ( Wischenau) in Morava ( Mähren) im Okres Znojmo ( Znaim), (Tschechien), 75 km NW von Wien, unweit der Grenze zu Niederösterreich.
Wappen Buol-Wischenau (1763): Geviert und belegt mit silbernem Herzschild, darin eine Jungfrau (ähnlich jüngeres Stammwappen), 1 und 4 in Gold ein flugbereiter gekrönter schwarzer Adler (kaiserliches Gnadenzeichen), 2 und 3 in Silber ein gekrönter roter Löwe, einen naturfarbenen Kleestengel (ursprüngliches Schildsymbol) haltend; drei Helme, auf dem Rechten mit rot-silbernen Decken der Löwe, auf dem mittleren mit schwarz-silbernen Decken der Adler, auf dem linken mit blau-silbernen Decken ein gekrönter blauer Löwe, ein Zepter haltend.GHdA, Adelslexikon Band II, Band 58 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag Limburg/Lahn 1974; S. 179 f.
Ein Kupferstich um 1780 zeigt das Wappen in Details abweichend: Geviert mit Herzschild, darin in Silber eine langhaarige Jungfrau in blau-silbern gespaltenem, umgürteten Gewand, in der Rechten einen dreiblättrigen Zweig (Kleestengel) emporhaltend, die Linke eingestemmt, 1 und 4 in Gold ein gekrönter schwarzer Adler (kaiserliches Gnadenzeichen), 2 in Silber ein goldengekrönter, doppelschwänziger roter Löwe, einen dreiblättrigen Zweig (Kleestengel) haltend, 3 der gleiche Löwe, aber einen Rosenzweig mit drei (silbern, rot, silbern) Blüten haltend; zwischen Schild und den drei gekrönten Helmen ruht eine Krone, bestehend aus einem goldenen, mit Edelsteinen besetzten Stirnreif, der oben mit (sichtbar) fünf großen silbernen Perlen besetzt ist; auf dem rechten Helm mit schwarz-goldenen Decken der einwärts gekehrte rote Löwe wie in Feld 3, aber wachsend, auf dem mittleren mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken der gekrönte schwarze Adler, auf dem linken mit rot-silbernen Decken ein einfach geschwänzter, golden gekrönter blauer Löwe wachsend, in den Pranken Zepter mit sperförmiger Spitze haltend. Schildhalter: zwei Jungfrauen wie im Herzschild, aber die Rechte im silbern-blau gespaltenen Gewand, die Linke hat die Rechte eingestemmt und hält den dreiblättrigen Zweig (den Kleestengel) in der Linken.Vgl. obenstehenden Kupferstich
Eine andere Blasonierung des Buol-Wischenauischen Wappens lautet: Geviert mit gekröntem blauen Herzschild, darin auf grünem Boden eine Jungfrau in langer grüner Kleidung, mit einer roten Binde umgürtet, einen Blumenkranz auf dem Haupte, einen Strauß in der Rechten, die Linke in die Seite gestemmt (jüngeres Stammwappen), 1 und 4 in Gold ein gekrönter schwarzer Adler (kaiserliches Gnadenzeichen), 2 und 3 in Silber ein rechtsgekehrter gekrönter roter Löwe, in der rechten Pranke ein dreiblättriges grünes Kleeblatt (ursprüngliches Schildsymbol) haltend; drei Helme: auf dem rechten mit schwarz-goldenen Decken der gekrönte schwarze Adler, auf dem mittleren mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken die Jungfrau des Herzschildes, auf dem linken mit rot-silbernen Decken der rote Löwe aus dem zweiten und dritten Feld.Mährischer Adel (1899), Art. Buol(-Wischenau) auf S. 15. (PDF; 2,6 MB)
Nachfahren des Johann Georg von Buol (1656–1727) diente am Kaiserlichen Hof in Wien, ihm wurde das Prädicat "von Wischenau" verliehen:
Literatur Johann Franz Fetz: Gedenkblätter an Carl Rudolph von Buol-Schauenstein (1853) Anton Herkules Sprecher von Bernegg: Sammlung Rhätischer Geschlechter (1847) () Anton von Sprecher: Stammbaum der Familie. Buol, 1934. Silvio Färber: Der Bündner Herrenstand im 17. Jahrhundert, 1983. Peter Walser: Drei Generationen der Davoser Familie Buol in Bündner Jahrbuch 1989, S. 145–150.
Felici Maissen, «Bundeslandammann Paul J.», in BM, 1957, 315–326 Otto Paul Clavadetscher, Werner Meyer: Das Burgenbuch von Graubünden, 1984, S. 289 ff.
Einzelnachweise
Weblink
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