miniatur|Nicolai Rehbinder Nicolai Rehbinder (* in Reval; † in Dorpat) war ein deutscher Schriftsteller.

Ludwig Nicolai Graf von Rehbinder, Sohn von Paul Eduard G.v. Rehbinder (1794–1870), trat im Alter von 17 Jahren für fünf Jahre in den Dienst der russischen Flotte. Drei Jahre später trat er in den zivilen Staatsdienst des Zaren. Er amtierte viele Jahre in Hapsal, später in Libau, dann während des polnischen Aufstands 1863/64 in Polangen und zuletzt in Reval als Beamter der Baltischen Eisenbahn.

Daneben betätigte er sich schriftstellerisch und gab belletristische Sammlungen junger Autoren des Baltikums heraus.

Ab 1874 war er schwer erkrankt und starb nach zwei Jahren an den Folgen einer gefährlichen Operation.

Eines seiner Kinder war Lilla Rehbinder (1847–1918).

Werke Blätter. 1846 Neue Gedichte. 1848 Baltisches Album. 1848 Ehstländische Skizzen. 1848 Seemanns Ende. 1849 Rizzo, Trauerspiel in 5 Acten. 1849 Elfenmärchen. 1850 Ein Ring : Trauerspiel in vier Aufzügen. 1851 Vom Meeresstrande. 1856 Aus dem Innersten. 1873 Jesus von Nazareth, Trauerspiel in 5 Acten. 1875

Literatur Carola L. Gottzmann / Petra Hörner: Lexikon der deutschsprachigen Literatur des Baltikums und St. Petersburgs. 3 Bände; Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2007. ISBN 978-3-11019338-1. Band 3, S. 1060–1062.

Weblinks

Nikolai Graf Rehbinder in der „Digitalen Textsammlung älterer Literatur Estlands“

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