mini|Mairie (Rathaus) Montferrand ist eine südfranzösische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Aude in der Region Okzitanien.

Lage Montferrand liegt im Herzen der alten Kulturlandschaft des Lauragais in einer Höhe von etwa 240 Metern ü. d. M. und etwa 58 Kilometer (Fahrtstrecke) nordwestlich von Carcassonne bzw. etwa 13 Kilometer nordwestlich von Castelnaudary.

Durch das südliche Gemeindegebiet verläuft der Canal du Midi.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016 Einwohner 480 438 395 352 356 410 467 546 Im 19. Jahrhundert hatte der Ort stets zwischen 700 und 1000 Einwohner. Die Mechanisierung der Landwirtschaft und der damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen führte seitdem zu einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahl.

Wirtschaft Die Umgebung des Ortes ist immer noch geprägt von der Landwirtschaft, die sich im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit hauptsächlich auf den Anbau von Färberwaid (pastel) konzentrierte. Der Import von Indigo führte ab dem 18. Jahrhundert zu einem allmählichen wirtschaftlichen Niedergang und die Bauern wandten sich wieder der ‚normalen‘ Landwirtschaft zu. Im ausgehenden 20. Jahrhundert ist der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) als Wirtschaftsfaktor hinzugekommen.

Geschichte Über die Ursprünge des – wie viele Orte im Lauragais – auf einem Hügel gelegenen Ortes ist nicht viel bekannt. Eine zu Füßen der Ortschaft ausgegrabene gallorömische Fundstätte sowie die kleine mittelalterliche Kirche weisen jedoch auf eine lange Besiedlungszeit hin. Über Zerstörungen während der Albigenserkreuzzüge (1209–1229), des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) oder der Hugenottenkriege (1562–1598) ist nichts bekannt.

Sehenswürdigkeiten mini|Scheitelhaltung des Canal du Midi an der Schleuse Écluse de l’Océan Die kleine romanische Pfarrkirche (Église Saint-Pierre) mit ihrem Glockengiebel ist noch immer umgeben vom Friedhof. Der einschiffige Kirchenbau hat eine rechteckig ummantelte Apsis, die seit dem Jahr 1948 als Monument historique anerkannt ist. Von der ehemals vorhandenen Stadtmauer hat nur ein eher unscheinbares Tor die Zeiten überdauert. Beim Peyre Clouque genannten Flurstück wurden in den 1950er Jahren Überreste eines gallorömischen Landgutes (villa rustica) bzw. einer Siedlung aus der Zeit mit einem basilikalen Gebäude und einer Thermenanlage freigelegt. In unmittelbarer Nähe befand sich ein Friedhof; einige der Gräber enthielten Grabbeigaben aus Silber. Die Stätte ist als Monument historique klassifiziert. (persee.fr) Seuil de Naurouze mit der Scheitelhaltung des Canal du Midi, dessen historischem Speicherbecken Bassin de Naurouze und dem an Pierre-Paul Riquet, den Erbauer des Kanals erinnernden Obélisque de Riquet.Naurouze 1825 : L'inauguration de l'obélisque (CL203) bei couleur-lauragais.com, abgerufen am 31. Januar 2023

Persönlichkeiten Jean de Boyssières (1555–nach 1584), Dichter

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Okzitanien