Richard Brodersen (* 27. März 1880 in Gaarden bei Kiel; † 1968Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte, K. Wachholtz, Kiel, Neumünster, 1970, S. 330.) war ein deutscher Architekt.
Leben Brodersen besuchte die Baugewerkschule Eckernförde und war anschließend als Architekt tätig. 1912 entwarf er die Friedhofskapelle in Bredstedt.
Im Jahr 1919 wurde sein Wettbewerbsentwurf für das Kurhaus Warnemünde prämiert, seinen H-förmigen Grundriss übernahm man für das erst später ausgeführte Bauprojekt. Seit 1929 war er Mitarbeiter des Marschenverbandes und gestaltete in der NS-Zeit maßgeblich die bauliche Gestaltung der neueingedeichten Köge mit. 1935/1936 wurde die von ihm entworfene Neulandhalle im Dieksanderkoog gebaut. Seit 1937 war er Landesbaurat.
Brodersen war überzeugter Anhänger des Nationalsozialismus, was sich auch in dem Zitat widerspiegelt: Nach 1945 wohnte er lange Zeit in Struckum.
Literatur Richard Brodersen, ’Der Marschenverband Schleswig-Holstein e.V. und sein Wirken für die Besiedlung und Baugestaltung in den neuen Kögen’, in: Die Küste 9 (1961), S. 72–104 Peter Genz: Bauen über die Region hinaus. Architekten aus der Baugewerkschule Eckernförde 1868–1968. Neumünster 2006, ISBN 3-529-05335-X, S. 144 f. Thomas Steensen: Nordfriesland. Menschen von A–Z. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2020, ISBN 978-3-96717-027-6, S. 59f.
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