mini|Das Ford-Hochhaus (Aufnahme 2026) mini|Ostseite - Richtung Saarlouis (Aufnahme 2026) mini|Südseite - Richtung Beaumarais (Aufnahme 2026) Das Park-Wohnhochhaus Beaumarais (umgangssprachlich weiterhin Ford-Hochhaus genannt) ist ein als Wohnanlage genutztes Hochhaus im Saarlouiser Stadtteil Beaumarais. Das 65 Meter hohe Gebäude wurde 1968 im Zuge der Ansiedlung der Ford-Werke errichtet. Mit 22 Wohngeschossen sowie einem aufgesetzten Technikgeschoss gilt es als das höchste Wohngebäude im Saarland und ist eine weithin bekannte Landmarke.

Geschichte und Nutzung mini|Westseite - Richtung Wallerfangen (Aufnahme 2026) Das Hochhaus im Saarlouiser Stadtteil Beaumarais in der Wallerfanger Straße an der Grenze zwischen Saarlouis und Wallerfangen hat die Hausnummer 150. An der Stelle des Hochhauses stand bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts das Schloss Beaumarais aus dem 17. Jahrhundert, das im Zweiten Weltkrieg 1942 durch Bombentreffer weitgehend zerstört und 1953 abgetragen wurde.Johannes Werres: Stattliches Schloss von Beaumarais ging im Bombenhagel unter. In: Saarbrücker Zeitung, 3. September 2012. Die Kapelle St. Valentin im Schlosspark blieb erhalten.

Die Gemeinnützige Bau- und Siedlungs-Aktiengesellschaft Saarlouis (GBS) ließ das 23-stöckige Gebäude 1968 mit 133 Wohn- und 7 Gewerbeeinheiten errichten. Der Neubau war nötig geworden, da sich der Automobilhersteller Ford Mitte der 1960er Jahre entschlossen hatte, ein neues Werk in Saarlouis anzusiedeln,40 Jahre Ford-Werk Saarlouis – Ford feiert mit einem Tag der offenen Tür. In: Presseportal, 7. Juni 2010. und für die dort beschäftigten Arbeitskräfte zusätzlicher Wohnraum gebraucht wurde. Pressemitteilung. In: Saarlouis.de, 15. April 2004. Nach der Errichtung veräußerte die GBS die meisten Einheiten an einzelne Eigentümer, darunter sieben Gewerbetreibende, die sich zu einer – weiterhin von der GBS verwalteten – Eigentümergemeinschaft zusammengeschlossen haben.

Im Jahr 2012 wurde dringender Renovierungsbedarf festgestellt und eine umfangreiche energetische Sanierung der Fassade mit Aluminiumoberfläche, eine Verglasung der Balkone und eine optische sowie technische Aufwertung beschlossen, die im September 2013 begonnen und im Oktober 2014 abgeschlossen wurde. Die veranschlagten Investitionen in Höhe von 4,1 Millionen Euro wurden durch die Saarländische Investitionskreditbank vorfinanziert, die in einem Pilotprojekt erstmals der Eigentümergemeinschaft als Ganzer Kredit gewährte. Die tatsächlichen Kosten betrugen letztlich nur 3,9 Millionen Euro.

Die an der Nord- und Südfassade angebrachte namensgebende Leuchtreklame für die Automobilfirma Ford ist weithin sichtbar. Trotz der Einstellung der Fahrzeugproduktion im nahegelegenen Ford-Werk Saarlouis im November 2025 sind die Dachflächen weiterhin an das Unternehmen vermietet.

Im Jahr 2026 lebten 196 Menschen in dem Gebäude.

Rezeption Die in sich geschlossene, großmaßstäbliche Anlage hat der GBS-Geschäftsführer Engelbert Feld 2013 als „ein Dorf für sich“ bezeichnet.Laura Blatter: Instandhaltung war fällig: Ford-Hochhaus in Beaumarais wird für 4,1 Millionen Euro energetisch saniert. In: Saarbrücker Zeitung, 11. Dezember 2013. Das Objekt wirkt besonders markant, da die Umgebung weitgehend unbebaut ist. Der Saarländische Rundfunk bezeichnete es 2017 als das höchste Haus des Saarlandes und als „Landmarke, die jeder im Saarland kennt, ein eigenes Dorf am Rand der Stadt“ mit 196 Bewohnern. In: SR.de, 2. November 2017.

Das Hochhaus war 2016 Drehort für den Kriminalfilm In Wahrheit: Mord am Engelsgraben, der 2017 im ZDF ausgestrahlt wurde.Marko Völke: Der Verdächtige wohnt in Saarlouis. In: Saarbrücker Zeitung, 21. September 2016.

Weblinks

Laura Blatter: Instandhaltung war fällig: Ford-Hochhaus in Beaumarais wird für 4,1 Millionen Euro energetisch saniert. In: Saarbrücker Zeitung, 11. Dezember 2013.

Belege

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