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Der Artikel Kritik an der Google LLC fasst Kritik am Unternehmen Google LLC zusammen.

Kritik am Unternehmen Steuerflucht Google vermeidet mit legalen Buchungstricks wie dem Double-Irish-With-a-Dutch-Sandwich-Prinzip Steuerzahlungen in Milliardenhöhe. So erklärte 2012 Eric Schmidt, Chairman des Konzerns, dass das Unternehmen Google eine Struktur habe, mit der es in Europa kaum Steuern zahlen müsse. „Man nennt dies Kapitalismus“, äußerte er.Für US-Konzerne sind die Deutschen ein Rätsel. In: welt.de. 23. Februar 2013, abgerufen am 27. Juni 2017. Diese Praktik wird zunehmend kritisiert.

Im Februar 2016 einigte sich Google mit dem britischen Staat auf eine Steuernachzahlung von 130 Mio. britischen Pfund. Allein 18 Mio. Pfund der Summe ergaben sich durch Zinsen auf die nicht gezahlten Summen. Die Summe enthielt keine Strafzahlung. Die Einigung wurde von der Opposition und Teilen der Zivilgesellschaft stark kritisiert. Der damalige Kanzler George Osborne verteidigte jedoch die Einigung und die von ihm eingeführte diverted profits tax.

Im Februar 2016 wurde bekannt, dass der französische Staat Steuerrückzahlung in Höhe von 1,6 Mrd. Euro von Google fordert. Im Mai 2016 wurde die Pariser Niederlassung des Unternehmens von Polizeikräften untersucht.

Unterstützung von Klimaleugnern Die Washington Post berichtete Ende Juni 2013, dass Google größter Einzelsponsor einer Fundraising-Veranstaltung des Competitive Enterprise Institute war. Die US-amerikanische Denkfabrik ist unter anderem für ihre Klimawandelleugnung bekannt.Juliet Eilperin: Anatomy of a Washington dinner: Who funds the Competitive Enterprise Institute? In: The Washington Post. 20. Juni 2013, abgerufen am 22. März 2014 (englisch). Im Juli 2013 veranstaltete Google selbst eine Fundraising-Veranstaltung für den republikanischen US-Senator Jim Inhofe, der die globale Erwärmung bestreitet. Letztere Veranstaltung führte zu Kritik an Google, u. a. durch die Wissenschaftler, die an dem von Google initiierten Wissenschaftsdialog beteiligt sind.Suzanne Goldenberg: Google hosts fundraiser for climate change denying US senator. In: The Guardian online. 9. Juli 2013, abgerufen am 22. März 2014 (englisch). Die Veranstaltung fand trotzdem statt. Google ist zudem Mitglied des American Legislative Exchange Council, das sich u. a. gegen den Ausbau erneuerbarer Energien ausspricht, und hierbei auf das Heartland-Institut verweist.American Legislative Exchange Council: Lawmakers Rethink Renewable Energy Mandates | Heartland Institute. In: alec.org. Abgerufen am 22. März 2014.Jan Willmroth: Spenden: Google und Facebook unterstützen Klimaskeptiker. In: WirtschaftsWoche Green. 19. November 2013, abgerufen am 22. März 2014.Phil Radford: What are Facebook and Google Doing in Bed with Climate Deniers?. In: occupy.com. 26. September 2013, abgerufen am 22. März 2014 (englisch). Zudem unterstützt Google nach eigenen Angaben andere Klimaleugnerorganisationen wie das Cato Institute, das Mercatus Center, und die Americans for Tax Reform.Transparency. In: google.com. Abgerufen am 5. Mai 2014 (englisch).

Ende September 2014 gab Google bekannt, dass es die Mitgliedschaft beim American Legislative Exchange Council (ALEC) zum Jahresende beendete. Die Unterstützung von ALEC sei ein Fehler gewesen. Der Klimawandel sei ein Fakt, und die Firma dürfe nicht mit Klimaskeptikern in einer Reihe stehen, da diese Leute „buchstäblich lügen“ würden.Google Chairman: Giving Money To ALEC Was A ‘Mistake’. In: The Huffington Post, 22. September 2014, abgerufen am 23. September 2014 (englisch).

Manipulation der Suchergebnisse Im August 2018 kritisierte Präsident Trump, dass Google die Suchergebnisse manipuliere und Stimmen Konservativer sowie konservative Nachrichten unterdrücke. Dies wurde von Google zurückgewiesen. Der Vorwurf wurde teilweise im Zusammenhang mit einer damals bevorstehenden Anhörung Googles vor dem Senat gesehen.

In internen E-Mails, die im September 2018 publik wurden, diskutierten Google-Mitarbeiter, wie sie nach Präsident Trumps Einreisestopp für Bürger aus sieben Ländern die Suche manipulieren könnten, um Benutzer auf Pro-Migrations-Seiten zu lenken, um ihnen zu zeigen, wie man Politiker und Regierungsstellen in der Sache kontaktieren kann. Google bestreitet, dass diese Ideen umgesetzt wurden.

Abwerbe-Streit Google Inc. wurde für ein geheimes Abkommen mit Adobe, Apple und Intel stark kritisiert, das es ihnen nicht erlaubte, Arbeitnehmer untereinander abzuwerben. 64.000 Mitarbeiter wandten sich in einer Sammelklage gegen die Unternehmen, da diese es verhinderten, eines der Unternehmen für einen besser bezahlten Arbeitsplatz in einem der anderen zu verlassen. Es wurde ein Vergleich von 415 Millionen US-Dollar vor einem Gericht in San José geschlossen. Dabei wurde auch eine E-Mail von Eric Schmidt an den mittlerweile verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs veröffentlicht, in der Schmidt versprach, einen Angestellten der Personalabteilung umgehend zu entlassen, der versuchte, einen Apple-Mitarbeiter abzuwerben.

Zusammenarbeit mit Nachrichtendiensten Anfang Juni 2013 wurde durch einen Whistleblower bekannt, dass Google mit acht anderen namhaften Internet- und Softwareanbietern, dem Geheimdienst NSA und anderen Regierungsbehörden auf Anfragen Benutzerdaten zur Verfügung stellt. Ein Unternehmenssprecher erklärte dazu, dass man Nutzerdaten Anfragen der Behörden sorgfältig prüfe und – sofern den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend – Daten manuell herausgegeben würden.Barton Gellman und Laura Poitras: Documents: U.S. mining data from 9 leading Internet firms; companies deny knowledge. In: The Washington Post online. 6. Juni 2013, abgerufen am 6. Juni 2013.Google claims data given to NSA via secure FTP, by hand. In: USA Today. Anfragen von Regierungsbehörden aus den Jahren 2009 bis 2011 wurden vom Unternehmen veröffentlicht, jedoch waren darunter keine, die durch die FISA-Gesetzgebung autorisiert wurden, sodass Art und Umfang des NSA-Zugriffs auf die Daten der Google-Nutzer weiter unklar sind.Cecilia Kang: Facebook, Microsoft release number of data requests from government. In: The Washington Post. 15. Juni 2013, abgerufen am 15. Juni 2013.

Diskriminierung Im August 2017 kam ein Memorandum eines Mitarbeiters an die Öffentlichkeit, in dem dieser die nicht gleichberechtigte Vertretung von Frauen in Technologie und Management des Unternehmens auf biologische Gründe zurückführte. Auch wenn das Memo in den deutschen Leitmedien zunächst einhellig als sexistisch wahrgenommen wurde, stieß insbesondere die fristlose Entlassung des Mitarbeiters auf breite Kritik, da hiermit die Diskussion über den Umgang mit Diversität unterbunden würde.

Nachdem Google seinem Leiter der internationalen Beziehungen gekündigt hatte, berichtet er 2020: „Für Frauen einzutreten, für die LGBT-Gemeinschaft, für Kollegen mit nicht-weißer Hautfarbe, und für Menschenrechte hat mich meine Karriere (bei Google) gekostet“.

Einer seit 2017 hängiger Sammelklage, von inzwischen 15.000 Frauen, will Google mit einem Vergleich begegnen. Die Frauen hatten wegen des geschlechtsspezifischen Lohngefälles geklagt. Die Zahlung von 118 Millionen US-Dollar an die Klägerinnen, im Sinne des Vergleichs, muss noch von einem Gericht abgesegnet werden.

Militärprojekt Maven Seit 2017 beteiligt sich Google am Militärprojekt Maven des US-Verteidigungsministeriums. Hierbei entwickelt Google KI-Technologien zur automatischen Auswertung der Videoaufnahmen von militärischen Flugdrohnen, um die Genauigkeit bei der Bekämpfung von Zielen zu erhöhen. In einem offenen Brief an die Konzernspitze haben 3100 Google-Mitarbeiter gegen die Beteiligung an dem Projekt protestiert. Infolge des Festhaltens an der Beteiligung Googles an dem Projekt haben etliche Mitarbeiter aus ethischen Gründen gekündigt.https://gizmodo.com/google-employees-resign-in-protest-against-pentagon-con-1825729300. Um den Google-Mitarbeitern beizustehen, haben einige Akademiker aus dem IT-Bereich sowie Ethiker am 16. Mai 2018 einen offenen Brief an die Konzernspitze verfasst, der von etwa 1000 Wissenschaftlern aus aller Welt unterschrieben wurde.https://www.icrac.net/open-letter-in-support-of-google-employees-and-tech-workers/ Infolgedessen gab die Chefin der Sparte Google Cloud, Diane Greene, am 1. Juni 2018 bekannt, dass der Vertrag mit 18 Monaten Laufzeit 2019 nicht verlängert werden soll.

Mitwirkung in kriegerischen Auseinandersetzungen Am 22. März 2016 wurde bekannt, dass Google offenbar 2012 ein Werkzeug entwickelt hat, das zur Informationsaufbereitung und zur Unterstützung der Opposition zu Präsident Baschar al-Assad diente. Google-Mitarbeiter Jared Cohen beschrieb dieses Werkzeug gegenüber der damaligen US-Außenministerin Hillary Clinton in einer E-Mail.

Maßnahmen gegen die Organisation von Beschäftigten 2020 wurden zwei Google-Beschäftigte entlassen, weil sie die gewerkschaftliche Organisation anstrebten. Google ließ sich hierzu von IRI Consultants beraten, einem Spezialisten für Gewerkschaftbekämpfung (Union Busting).Noam Scheiber and Daisuke Wakabayashi: Google Hires Firm Known for Anti-Union Efforts. The New York Times, 20. November 2019 (abgerufen am 4. Januar 2020).

Streit um Forschungsergebnisse Ende 2020 sorgte die Kündigung Timnit Gebrus für öffentliches Aufsehen. Der Co-Gruppenleiterin sei laut ihren Angaben die Veröffentlichung eines Papers untersagt worden, das Umweltfolgen durch hohe Energiebedarfe sowie die Diskriminierung durch große Sprachmodelle, einem Geschäftsfeld des Unternehmens, thematisiert. Laut Google übergab Gebru die Arbeit nicht früh genug zur Überprüfung und reichte diese ohne Freigabe bei einer Konferenz ein. Nach einem anschließend intern wie extern ausgetragenen Streit verließ Gebru das Unternehmen. Hunderte Beschäftigte solidarisierten sich in Folge mit einem offenen Brief.

Einflussnahmen In Europa liegt Google 2020 bezüglich Ausgaben für Lobbying von 5,75 Millionen Euro an der Spitze der Tech-Unternehmen. Für das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) stiftete Google 2012 den Hauptteil des Gründungskapitals. Die jährlichen Mittel wurden zwar deutlich reduziert, allerdings hat Google über die Tochter GIF einen von sieben Sitzen im Stifterrat, so dass das Institut nicht völlig unabhängig arbeitet.

Kritik an der Google-Suche und Android Medienforscher sehen insgesamt die Meinungsmacht von Google mittlerweile als problematisch an. Googles Expansionsstrategie ähnelt der von Microsoft, nur agiert Google viel schneller.

Autovervollständigung Suchmaschinen wie Google benutzen die Funktion „Autovervollständigen“, um den Benutzer schnellstmöglich zum gesuchten Begriff zu führen. Das kann dazu führen, dass die Suchmaschine auf rechtlich bedenkliche Suchergebnisse führen kann. Frankreich sieht daher Suchmaschinen in der Pflicht, Suchergebnisse für Medieninhalte im Zusammenhang mit Sharehostern oder Datentauschbörsen bereits beim Autovervollständigen herauszufiltern.