mini|Madeline Juno (2022) Madeline Juno (* 11. August 1995 in Offenburg als Madeline Obrigewitsch) ist eine deutsche Singer-Songwriterin.

Leben Madeline Obrigewitsch wurde am 11. August 1995 in Offenburg als Tochter einer Pianistin und eines Schlagzeugers geboren., br.de, 4. November 2013, abgerufen am 21. Februar 2019. Ihr Bruder spielt ebenfalls Schlagzeug. Sie wuchs in Offenburg-Griesheim am Rande des Schwarzwaldes auf, absolvierte 2012 ihre Mittlere Reife an der Theodor-Heuss-Realschule und besuchte später das Sozialwissenschaftliche Gymnasium in Lahr/Schwarzwald. Im Alter von sechs Jahren erlernte sie von ihrer Mutter das Keyboardspielen, später nahm sie Klavierstunden. Mit zwölf Jahren begann Juno, Gitarre zu spielen und eigene Lieder zu schreiben. Als Kind war sie ihrer Aussage nach eher „introvertiert“ und „super schüchtern“ und leidet etwa seit ihrem 13. beziehungsweise 14. Lebensjahr an Depressionen. Die Krankheit sei bei ihr offiziell diagnostiziert worden und sie befinde sich in Behandlung. Als besondere Verhaltensausprägung bei ihr gab sie Irrationalität an. Ihr Künstlername „Juno“ ist an den gleichnamigen Film von Jason Reitman aus dem Jahr 2007 angelehnt. Nach einem Zwischenstopp in Mannheim im Jahr 2013 wohnt und wirkt Juno in Berlin-Neukölln.

Musikalische Karriere Solokarriere Karrierebeginn (2008–2013) mini|Juno (Juni 2013) Mit 13 Jahren nahm Juno ihre ersten Lieder auf, zu denen sie selbstgedrehte Videos auf dem Videoportal YouTube veröffentlichte. Hierbei coverte sie Lieder ihrer Lieblingsmusiker. Durch ihre YouTube-Videos wurden im Jahr 2009 Produzenten in Hamburg auf sie aufmerksam, die sie ins Studio einluden. Da Juno zu diesem Zeitpunkt noch Schülerin war, nutzte sie die Schulferien für die Aufnahmen im Tonstudio. Am 6. Oktober 2012 trat sie im Vorprogramm des deutschen Schauspielers und Sängers Tom Beck auf sowie am 4. September 2013 im Vorprogramm des deutschen Liedermachers Philipp Poisel.

Durchbruch mit Error und Debütalbum The Unknown (2013–2014) Um die Promo-Phase für ihr Debütalbum einzuläuten, lud Juno im Vorfeld einige Lieder in Akustikversionen auf YouTube hoch. Im Juni 2013 veröffentlichte sie dort ein Video zu The Unknown sowie zu Second Time Around und Same Sky im August 2013. Am 11. Oktober 2013 absolvierte Juno in der NDR Talk Show ihren ersten TV-Auftritt. Bereits fünf Monate vor der Veröffentlichung von The Unknown wurde die Single Error am 1. November 2013 ausgekoppelt. Das Stück wurde zum Soundtrack der Filmkomödie Fack ju Göhte und platzierte sich sechs Wochen in den deutschen Singlecharts (Höchstplatzierung: Position 50). Eine Woche vor der Veröffentlichung des Albums, am 28. Februar 2014, wurde die zweite Single Like Lovers Do veröffentlicht. Das Lied war Teil des Soundtracks zum US-amerikanischen Katastrophenfilm Pompeii und erreichte in zwei Chartwochen mit Position 96 seine höchste Chartnotierung in den deutschen Singlecharts.

mini|Juno bei Unser Song für Dänemark (2014) Am 7. März 2014 erschien – nach vier Jahren Arbeit – das Debütalbum The Unknown. Es besteht aus 16 Studioaufnahmen und erschien als CD und Download. Alle Titel des Albums wurden von Juno und Dave Roth gemeinsam geschrieben und produziert. Drei Titel schrieben die beiden zusammen mit David Jost, dem ehemaligen Produzenten von Tokio Hotel. Die Produktion erfolgte durch Patrick Benzner und Roth. Musikalisch bewegen sich die Lieder im Bereich der Popmusik. Juno selbst beschreibt ihre Musik als „hoffnungsvolle, akustische und melancholische Musik“; zusammengefasst nennt sie ihre Musik „Heart-Core“. The Unknown erreichte in Deutschland Position 24 der Albumcharts und hielt sich insgesamt drei Wochen in den Charts. In der Schweiz erreichte das Album in einer Chartwoche Position 45 der Albumcharts. Um das Album sowie die Singles zu bewerben, folgten in den Monaten nach der Veröffentlichung unter anderem Liveauftritte zur Hauptsendezeit mit dem Titel Error bei Tribute to Bambi und Verstehen Sie Spaß? sowie in den Fernsehshows SWR3 latenight und dem ARD-Morgenmagazin. Von Februar bis März 2014 untermalte Like Lovers Do einen Werbespot von VOX, in dem die Show-Highlights für den Monat März präsentiert wurden. Somit war das Lied in diversen Werbeunterbrechungen auf VOX sowie weiteren Sendern der RTL Gruppe zu hören. Am 13. März 2014 nahm Juno beim deutschen Vorentscheid Unser Song für Dänemark für den Eurovision Song Contest 2014 teil. Sie schied jedoch mit Like Lovers Do in der ersten Runde aus.

Neben den zwei Singleauskopplungen veröffentlichte Juno zwischen März und September 2014 acht weitere Videoauskopplungen. Hierbei erschienen Musikvideos zu The Unknown, Same Sky, Day One, Always This Way, If This Was a Movie, Sympathy, Another You und Do It Again. Regie bei allen Musikvideos führte Carina Steinmetz.

Um sich und ihr Debütalbum zu präsentieren, ging Juno mit ihrer Liveband auf drei Tourneen binnen eines Jahres. Zunächst spielte sie am 4. Februar 2014 in Hamburg (Große Freiheit 36) ein Konzert im Vorprogramm der britischen Singer-Songwriterin Ellie Goulding. Am 22. März folgte ein Einzelauftritt im Rahmen von hr3@night in Frankfurt am Main (HR Funkhaus). Nach den zwei Konzerten begleitete Juno den deutschen Popsänger Adel Tawil und spielte neben dem deutschen Singer-Songwriter Benne im Vorprogramm seiner Lieder Tour. Dabei spielte Juno 14 Konzerte innerhalb Deutschlands vom 27. März bis zum 13. April 2014. Im Anschluss an die Tour spielte Juno mit ihrer Band ein Einzelkonzert in Zürich am 17. April 2014. Es handelte sich um das erste Konzert von Juno außerhalb Deutschlands. Am 7. Juni 2014 trat Juno im Rahmen von KulturPur in der Ginsberger Heide in Hilchenbach-Grund auf. Im September desselben Jahres folgte mit der The Unknown Tour die erste eigenständige Konzertreihe Junos. Die Tour führte sie mit ihrer Band durch neun deutsche Städte. Als Vorgruppe konnte man das deutsche Elektropop-Duo Scene Writers (auch als ColdWaterEffect bekannt) gewinnen. Am Ende des Jahres war Juno schließlich Teil der Konzertreihe Night of the Proms Tour 2014, eines Projekts, bei dem klassische Musik und Popmusik zusammentreffen. Weitere Teilnehmer der Konzertreihe waren Katie Melua, John Miles, Marlon Roudette, Ksenija Sidorova und Zucchero. Im Rahmen dieser Veranstaltung spielte Juno 17 Shows in Deutschland und eine in Luxemburg. Alles in allem spielte Juno im Kalenderjahr 2014 über 40 Konzerte in drei Ländern.

Zweites Studioalbum Salvation (2015–2016) mini|Pressefoto zu Salvation (2016) Nachdem sich Juno etwa ein Jahr lang zurückgezogen hatte, meldete sie sich mit der Promo-Single – und der ersten Veröffentlichung aus dem kommenden zweiten Studioalbum – Into the Night am 27. November 2015 zurück. Mit Salvation erschien am 15. Januar 2016 eine weitere Promo-Single aus dem gleichnamigen Album. Zu beiden Promo-Veröffentlichungen erschien jeweils ein Lyrikvideo. Vier Wochen später folgte mit Stupid Girl die erste offizielle Singleauskopplung am 12. Februar 2016. Diese erfolgte digital zum Download und Streaming durch das Musiklabel Embassy of Music. Neben dem Original verfügt die Single über zwei Remixversionen und einen Remix des Liedes Into the Night als B-Seite. Zu Stupid Girl erschienen zwei Musikvideos, die unter der Regie von Philipp Gladsome entstanden waren. Das erste erschien am 15. Februar 2016 und zeigt an drei Tagen den Alltag Junos in Santa Monica. Das zweite Musikvideo zu Stupid Girl (Madizin Remix) hatte seine Premiere am 20. März 2016 auf YouTube.

Am 25. Februar 2016 spielte Juno ein Einzelkonzert mit ihrer Band im Berliner Fluxbau. Einen Tag später erschien das zweite Studioalbum Salvation. Das Album besteht aus 13 Studioaufnahmen und ist als CD und Download erhältlich. Zeitgleich folgte die Veröffentlichung einer „Deluxe Edition“. Diese beinhaltet fünf weitere Studioaufnahmen und einen Remix. Bereits ab dem 27. November 2015 stand das Album zur Vorbestellung bereit. Der US-amerikanische Musik-Blogger Bradley Stern beschrieb den Gesang Junos als eine Mischung aus Ellie Goulding und Tove Lo und verglich die Texte mit Taylor Swift. Er platzierte Salvation auf Position zehn der besten Alben 2016. Um das Album zu bewerben, folgte unter anderem ein Liveauftritt mit Stupid Girl zur Hauptsendezeit während der ESC-Grand-Prix-Party 2016 von der Hamburger Reeperbahn.ESC 2016 – Grand Prix Party, Das Erste, 14. Mai 2017. Weitere Auftritte folgten im ZDF-Morgenmagazin sowie mit You Know What? im ZDF-Fernsehgarten.ZDF-Morgenmagazin, ZDF, 2. Februar 2016.ZDF-Fernsehgarten, ZDF, 12. Juni 2016. Salvation erreichte in Deutschland Position 35 der Albumcharts und konnte sich insgesamt eine Woche in den Charts halten. In Österreich und der Schweiz erreichte das Album jeweils in ebenfalls einer Chartwoche Position 70. Für Juno war Salvation der zweite Charterfolg in Deutschland und der Schweiz sowie der erste in Österreich. Erstmals konnte sich ein Album von ihr gleichzeitig in allen D-A-CH-Staaten platzieren.

Vier Monate nach vor der Albumveröffentlichung erschien mit You Know What? die zweite und letzte Singleauskopplung des Albums am 3. Juni 2016. Diese erschien als digitale 2-Track-Single und enthielt neben dem Original einen Remix von Madizin. Das Musikvideo zeigt die Geschichte einer jungen, zeitlich begrenzten Liebesbeziehung, in der Juno schauspielerisch vom deutschen Musiker Christopher Brenner unterstützt wurde. Regie führte erneut Philipp Gladsome. Auch die zweite Single verfehlte einen Charteinstieg.

Wechsel zur deutschsprachigen Musik mit Waldbrand (2016–2017)