Christoph Schellberg (* 1973 in Düsseldorf) ist ein deutscher Maler.

Leben und Wirken Schellbergs Interesse gilt weniger einem bestimmten Motiv, sondern vielmehr der Malerei an sich. Als wolle er die Bandbreite des Mediums ausloten, präsentiert er klassische Genres wie Porträt, Landschaft und Stillleben ebenso wie abstrakte Arbeiten.

„Wenn Hintergründe, Schatten und Unschärfen aus unzähligen, fein lasierten Farbschichten zusammengesetzt sind, wenn Untergründe am Rand sichtbar werden und der Schatten eines Stabes aus einem gezielt abgestimmten Farbspektrum entsteht, fühlt man sich an die Opulenz eines Ad Reinhardt oder eines Brice Marden erinnert, ohne dass Schellberg einen von beiden imitierte oder auch nur zitierte. (…) Hier geht es also nicht um irgendein großes Vorbild, sondern vielmehr darum, wie die dem Maler zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt werden. Die Mittel sind es, die Schellberg für die eigene Malerei adaptiert, in jeweils ganz eigenständigen Kompositionen, Farben und Materialien.“Julia Friedrich, Kuratorin Grafische Sammlung Museum Ludwig, Köln: , Düsseldorf 2013 (englisch)

Christoph Schellberg hat von 1995 bis 1997 an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg und von 1997 bis 2001 an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Von 2004 bis 2006 hatte Schellberg einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf.

Christoph Schellberg lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) 2013 Christoph Schellberg, Yes, Linn Lühn, Düsseldorf 2013 Christoph Schellberg, Johannes Wohnseifer, Linn Lühn, Düsseldorf 2013 Wahlverwandtschaften. Aktuelle Malerei und Zeichnung aus dem Museum Frieder Burda, Museum Franz Gertsch, Burgdorf, Schweiz 2012 Menschenbilder, Museum Frieder Burda, Baden-Baden 2012 The Reality of the Unbuilt, Stiftung Insel Hombroich, Neuss 2011 Linn Lühn, Düsseldorf 2010 Die einfachen Dinge, Linn Lühn, Köln 2010 Neues Rheinland. Die postironische Generation, Museum Morsbroich, Leverkusen 2010 Room Divider, kuratiert von Michael Bracewell (u. a. mit R. Hamilton, E. Sottsass, Linder), Wilkinson Gallery, London, Großbritannien 2009 Linn Lühn, Köln 2008 10 Jahre, 10 Räume, Ausstellung anlässlich d. Bestehens der Bundeskunstsammlung, Gropius Bau, Berlin 2008 Scala Paradisi, (u. a. mit Karla Black, Albert Oehlen, Joanne Greenbaum), Schürmann. Berlin 2007 Linn Lühn, Köln 2007 New, Stephane Simoens Contemporary Fine Arts, Knokke, Belgien 2006 Auf leisen Pfoten. Die Katze in der Kunst, Städtische Galerie, Karlsruhe 2006 Boilermaker, Stellan Holm Gallery, New York 2006 Face to Face, Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst, Münster 2005 Cosmos White Sensation, Jablonka Lühn, Köln 2005 Fleurs Du Mal, Neuer Aachener Kunstverein, Aachen (zusammen mit Sebastian Ludwig) 2005 The Obscure Object of Desire, Stellan Holm Gallery, New York, USA 2004 Stellan Holm Gallery, New York, USA 2004 Jablonka Lühn, Köln 2003 Sammlung Falckenberg, Phoenix Hallen, Hamburg 2003 Jeppe Hein, Christoph Schellberg, Johannes Wohnseifer, Schnittraum, Köln 2002 Jablonka Lühn, Köln 2001 The complete dialogue, mit Jens Ullrich und Alex Jasch, Kölnerstraße, Düsseldorf 1999 We could be heroes, Ruhrtalstraße, Düsseldorf 1999 Schubert en Co., Villa de Bank, Enschede 1999 Glück durch Paarung, Suermondt Ludwig Museum, Aachen

Werke in öffentlichen Sammlungen Museum Frieder Burda, Baden-Baden Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt Sammlung Falckenberg, Hamburg Sammlung Zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik Deutschland Sammlung Ringier, Zürich Sammlung Brandhorst, München SSK Stiftung, Köln

Auszeichnungen 1999 Reisestipendium der Kunstakademie Düsseldorf

Weblinks Porträt bei Linn Lühn Kurzvita auf artfacts

Literatur Christiane Meixner: „Der neue Rheinbund“, in: DIE ZEIT, N°38, S. 62.

Einzelnachweise

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