Sam Jinks (* 1973 in Bendigo) ist ein australischer bildender Künstler, der für seine realistischen Skulpturen aus Silikon, Kunstharz und Fiberglas bekannt ist.

Leben Jinks wuchs in einem Elternhaus auf, das seine Kreativität förderte. Seine Mutter arbeitete als Krankenschwester und Malerin, sein Vater war Zimmermann und Schullehrer für Mathematik und Physik.Gemma Tipton: A matter of life and death: the startling lifelike sculptures of Sam Jinks. In: The Irish Times vom 6. Juli 2019. Abgerufen am 10. August 2019 Nach seiner Schulzeit arbeitete Jinks zunächst als Illustrator. Kenntnisse über die von ihm verwendeten Werkstoffe Latex und Silikon gewann er während seiner daran anschließenden Arbeit beim Fernsehen, wo er für Werbespots und Filme in der Requisite und beim Entwurf und der Fertigung von Masken und Plastiken tätig war. 2003 setzte er für die Künstlerin Patricia Piccinini anlässlich der Biennale di Venezia Teile ihrer Entwürfe um. Jinks ist Vater zweier Kinder und lebt und arbeitet in Melbourne.

Werk Nach ersten Skizzen und dem Anfertigen von Miniaturmodellen modelliert Jinks seine Skulpturen auf einem Stützgerüst aus Stahl und Holz erst in Ton, bevor er sie in Silikon gießt. Nach der Ausformung seiner naturalistischen Darstellungen von Menschen setzt er menschliche Haare ein und trägt zuletzt Farbe auf. Eine Besonderheit seiner Skulpturen liegt darin, dass menschliche Körper stets etwas kleiner als im Maßstab 1:1 abgebildet sind. Daneben fertigt er auch, teils überlebensgroße, Tierskulpturen, wie etwa von Schnecken und Insekten.

Künstlerisch ist er dem Hyperrealismus zuzuordnen. Themen seiner Werke sind wiederkehrend Tod und Geburt als Teil eines ewigen Kreislaufs. Seine detailreichen, als „poignantly beautiful“ (ergreifend schön) und „irresistible in their striking resemblances to real life“ (unwiderstehlich in ihren auffallenden Ähnlichkeiten zum realen Leben) beschriebenen Skulpturen „causing one to ponder larger universal ideas associated with life, death, and intimacy“ (zwingen den Betrachter zum Nachdenken über größere universelle Ideen bezüglich Leben, Tod und Intimität).Shepparton Art Gallery: Sam Jinks 21 Apr - 15 May

Werke von Sam Jinks befinden sich unter anderem im Kiran Nadar Museum of Art, New Delhi, im Museo Escultura Figurativa Internacional Contemporánea (MEFIC), Portugal, der RMIT Gallery, Melbourne, dem McClelland Gallery and Sculpture Park und dem Shepparton Art Museum, Shepparton.

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2013: Sullivan+Strumpf, Art Stage Singapore, Marina Bay Sands, Singapur 2012: Time Machine. Sullivan+Strumpf, Sydney 2012: Body in Time. Shepparton Art Museum, Shepparton and touring Lismore Regional Gallery, Lismore; Rockhampton Art, Gallery, Rockhampton 2012: India Art Fair. New Delhi 2011: New Work. New Albion Gallery, Sydney 2010: Shepparton Art Museum, Shepparton 2008: Melbourne Art Fair. Royal Exhibition Building, Boutwell Draper Gallery, Melbourne 2008: Benalla Art Gallery, Melbourne 2007: Boutwell Draper Gallery, Sydney 2006: Benalla Art Gallery, Melbourne 2005: Distortions. West Space, Melbourne

Gruppenausstellungen 2023: Sembra Vivo. Palazzo Bonaparte, RomSimona Caminada: Ausstellung zum Hyperrealismus. In: SRF Schweizer Radio und Fernsehen vom 10. Juli 2023. Abgerufen am 11. August 2020 2020: ¿Lebensecht? 50 Jahre Hyperrealistische Skulptur. Osthaus Museum HagenOsthaus Museum Hagen: ¿Lebensecht? 50 Jahre Hyperrealistische Skulptur. Abgerufen am 11. August 2020 2019: La Boverie: Hyperrealism Sculpture. Ceci n’est pas un corps. La Boverie, Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, LüttichHyperrealism Sculpture. Ceci n’est pas un corps. Abgerufen am 11. August 2020 2019: Galway International Arts Festival. Galway 2018: Almost Alive. Hyperrealistische Skulptur in der Kunst. Kunsthalle TübingenKunsthalle Tübingen: Almost Alive. Abgerufen am 19. September 2018 2016: Escultura hiperrealista 1973-2016. Museo de Bellas Artes de Bilbao, BilbaoMuseo de Bellas Artes de Bilbao: Escultura hiperrealista 1973-2016. Abgerufen am 2. November 2016 2015/16: Madonna. Frau – Mutter – Kultfigur. Niedersächsisches Landesmuseum HannoverHannoversche Allgemeine: Körperbilder: Sam Jinks (*1973) – In äußerster Verletzung erstarrt, vom 14. Oktober 2015. Abgerufen am 7. August 2016Deutsches Ärzteblatt: Landesmuseum stellt Madonna-Ausstellung vor, Jg. 112, Heft 49, vom 4. Dezember 2015. Abgerufen am 7. August 2016 2014: „In the Flesh“ National Portrait Gallery, Canberra 2013: Personal Structures: Time, Space, Existence. Biennale di Venezia, Italien 2012: Animal/Human. University of Queensland Art Museum, Brisbane 2012: ArtHK12. Sullivan+Strumpf, Hong Kong Exhibition and Convention Centre, Hong Kong 2011: Art Stage Singapore. Sullivan+Strumpf, Marina Bay Sands, Singapur. 2011: Double Vision. McClelland Gallery and Sculpture Park, Langwarrin 2010: Melbourne Art Fair. Karen Woodbury Gallery, Royal Exhibition Centre, Melbourne 2009: Surveying the Field. Counihan Gallery, Melbourne 2007: Voiceless: I feel therefore I am. Sherman Galleries, Sydney 2006–07: Truth and Likeness. National Portrait Gallery, Canberra 2006: Random Access. McClelland Gallery and Sculpture Park, Langwarrin 2002: Baby. First Floor Gallery, Melbourne 2001: Diamonds in the Rough. Gertrude Contemporary Art Spaces, Melbourne 2000: Sleeping man. Ardwolf Gallery, Melbourne

Weblinks Website von Sam Jinks Australianedge: Interview with Sam Jinks, November 2002 The Sidney Morning Herald: Sam Jinks, 19. Juli 2013 Broadsheet: Studio visit with Sam Jinks, Juli 2010 BAK Magazine: Interview with Sam Jinks, BAK 16

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Australien) Kategorie:Australier Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Mann