mini|hochkant|Wilhelm Dewitz von Woyna, um 1900 Wilhelm Hugo Waldemar Dewitz von Woyna (* 22. Oktober 1857 in Emmerich; † 29. Dezember 1930 in Poggenhagen) war ein deutscher Verwaltungsjurist, Gutsherr und königlich-preußischer Landrat.

Leben Wilhelm Dewitz von Woyna besuchte das Gymnasium in Duisburg bis zum Abitur im Herbst 1876. Er studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Breslau, Marburg und Göttingen. Nach seiner Promotion zum Dr. jur. am 21. Juli 1880 in GöttingenNachrichten von der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften und der G. A. Universität zu Göttingen 1881. Dieterich, Göttingen 1881, S. 244. (Digitalisat) absolvierte er sein Referendariat 1881 am Landgericht Berlin. Mit dem 30. Dezember 1884 wurde er Regierungsassessor in Potsdam.

Von 1885 bis 1889 war er Landrat des Kreises Zell (Mosel) und von 1890 bis 1923 des Kreises Neustadt am Rübenberge.Susanne Sander: Karrieren und Barrieren. Landtagspolitikerinnen der BRD in der Nachkriegszeit von 1946 bis 1960. Zugleich Diss. Univ. Marburg, 2003 u. d. T.: Die Landtagspolitikerinnen der Bundesrepublik Deutschland in der Nachkriegszeit 1946-1950. Verlag Ulrike Helmer, Königstein/Taunus 2004, ISBN 3-89741-163-6, S. 230. (Auszug/Digitalisat)

Von 1894 bis 1898 sowie von 1904 bis 1918 wirkte von Woyna als Abgeordneter der Freikonservativen Partei im Preußischen Abgeordnetenhaus für den Wahlkreis Nienburg.Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten. In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6; Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 969. (Auszug Digitalisat) 1899 trat er dem Johanniterorden als Ehrenritter bei.C. Herrlich: Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg. Jahrg. 40, Nr. 9, Julius Sittenfeld. Carl Heymanns Verlag, Berlin, 1. März 1899, S. 50. (Digitalisat)

Er war seit dem 21. September 1889 verheiratet mit Anna (Anna Adolfine Natalie Ida), geb. Ulrich (* 11. Oktober 1871 in Metz); das Paar hatte zwei Töchter und zwei Söhne. Die Tochter Hildegard von Rheden (1895–1987) war Landtagsabgeordnete im Bundesland Niedersachsen.

Auszeichnungen und Ehrungen mini|hochkant|Gedenkstein für Wilhelm Dewitz von Woyna, den Gründer von Lichtenhorst Ehrenritter des JohanniterordenAuszeichnungen nach Walter Hassenstein: Hassenstein einst und jetzt: Denkwürdigkeiten, Schicksale und Stammeskunde eines deutsch-böhmischen Hauses aus 5 Jahrhunderten. Verlag Vogt, Roda 1904, S. 200. (Digitalisat) Roter Adlerorden 4. Klasse Fürstlich Lippischer Hausorden, Ehrenkreuz 3. Klasse Dewitz-von-Woyna-Straße, Neustadt am Rübenberge Von-Woyna-Brücke, Leinebrücke zwischen Wunstorf-Luthe und Garbsen-Schloss Ricklingen

Schriften Die neuere Preußische Verwaltungsgesetzgebung für die Rheinprovinz. Verlag von Fr. Litnz’schen Buchhandlung, Trier 1887. (Staatsbibliothek Berlin. Digitalisat)

Literatur Beatrix Herlemann, Helga Schatz: Biographisches Lexikon niedersächsischer Parlamentarier 1919–1945. In: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Band 222; Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2004, ISBN 3-7752-6022-6, S. 399. Alfons Friderichs: v. Woyna, Dr. jur. Wilhelm Hugo Waldemar Dewitz. In: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Kliomedia, Trier 2004, ISBN 3-89890-084-3, S. 392.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Kategorie:Mitglied der Freikonservativen Partei Kategorie:Landrat (Provinz Hannover) Kategorie:Landrat (Landkreis Neustadt am Rübenberge) Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Preußischer Landrat (Kreis Zell (Mosel)) Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden) Kategorie:Träger des Lippischen Hausordens Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Person (Neustadt am Rübenberge) Wilhelm Kategorie:Deutscher Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1857 Kategorie:Gestorben 1930 Kategorie:Mann