Paulinus von Mailand (* um 370, vielleicht in Florenz) war Diakon sowie Sekretär und Biograf des Bischofs Ambrosius von Mailand.

Leben Paulinus war Diakon und Sekretär von Ambrosius, bevor er in Nordafrika als Verwalter für Kirchengut diente. Dort verfasste er einen zeitgenössischen Bericht über das Leben des Ambrosius vermutlich im Jahre 422 auf Veranlassung des Augustinus von Hippo.Rudolf Schieffer: Von Mailand nach Canossa. Ein Beitrag zur Geschichte der christlichen Herrscherbuße von Theodosius d. Gr. bis zu Heinrich IV. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. Band 28, 1972, S. 341. Niederschrift „in den J. 412/13 oder 422“:

Um das Jahr 411 reichte Paulinus beim Bischof Aurelius von Karthago eine theologische Anklageschrift gegen den Theologen Caelestius ein, einen Vertreter des Pelagianismus, womit er den pelagianischen Streit eröffnete.Serge Lancel: Saint Augustine. London 2002, S. 27. Er stellte sechs Thesen auf, die die pelagianischen Ansichten als Häresie herausstellten. Caelestius gab den Versuch auf, Presbyter in Karthago zu werden, und ging nach Ephesos.„Pelagius and Pelagianism“ auf newadvent.org, abgerufen am 17. Oktober 417 ließ Papst Zosimus Paulinus nach Rom berufen, um sich zu im Pelagianismusstreit zu rechtfertigen. Paulinus lehnte es in einem Schreiben, das als libellus adversus Coelestium Zosimo papae oblatus bezeichnet wird, jedoch ab, nach Rom zu gehen.

Werk Vita sancti Ambrosii Libellus adversus Coelestium Zosimo papae oblatus Isidor von Sevilla schrieb Paulinus auch noch eine Schrift über Genesis 49 zu, ein daraufhin ihm zugeschriebener Libellus de benedictionibus patriarcharum stammt jedoch aus dem 9. Jahrhundert.Isidor von Sevilla, de viris illustribus 17, vgl. dazu

Literatur

Einzelnachweise

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