13. Leichtathletik-Europacup zentriert|100px Resultate Superliga (Endstand nach 36 Entscheidungen) Frankfurt/M., Waldstadion – 29./30. Juni 1991 Frauen Männer Platz Land Punkte Platz Land Punkte 1 110 1 114,0 2 105 2 111,5 3 82 3 108,0 4 71 4 107,0 5 62 5 98,5 6 55 6 66,5 7 46 7 63,0 8 44 8 49,5 ← Gateshead 1989 Rom 1993 → abgestiegen in die 1. Liga des nächsten Europacups mini| Das 13. Leichtathletik-Europacup-Superligafinale fand am 29. und 30. Juni 1991 im Waldstadion von Frankfurt/M. (Deutschland) statt und umfasste 36 Disziplinen (20 Männer, 16 Frauen).
Modus Die diesjährige Austragung fand weiterhin nach den im Europacup 1983 erstmals gültigen Regeln statt. Das höchste Niveau des Cups wurde als Superliga bezeichnet und mit jeweils acht Männer- und Frauen-Teams ausgetragen. Die einen Rang darunter platzierten Nationen trugen ihre Wettbewerbe in der 1. Liga aus. Die Teams der 2. Liga waren in die beiden Gruppen 1 und 2 aufgeteilt. Die Teilnehmernationen waren durch die Resultate von 1989 mit Auf- und Absteigern bereits festgelegt. Alle Wettbewerbe wurden am selben Wochenende – Samstag, 29. und Sonntag, 30. Juni – ausgetragen. Die Platzierungen in den drei Ligen entschieden über das seit 1983 praktizierte System mit Auf- und Absteigern über die Ligeneinteilungen des nächsten Cups im Jahr 1993.
Bis zum kommenden Europacup 1993 wurde der bewährte zweijährige Wettkampfturnus mit Austragung der Veranstaltung in den ungeraden Jahren jeweils zwischen den Jahren mit Europameisterschaften bzw. Olympischen Spielen beibehalten. Ab 1994 fand die Veranstaltung dann in jedem Jahr statt. Durch den geänderten Austragungsrhythmus der Leichtathletik-Weltmeisterschaften, die jetzt alle zwei Jahre auf dem Programm standen, war der Europacup nie mehr der internationale Jahreshöhepunkt. In den ungeraden Jahren wurden Weltmeisterschaften in den geraden Jahren Europameisterschaften oder Olympische Spiele ausgetragen. Dies führte im Lauf der kommenden Jahre zu einer Abwertung des Europacups. Es kam später sogar dazu, dass die stärksten Athleten eines Landes kein Interesse mehr für die Europacupteilnahme hatten, sodass häufig nicht die besten Sportler am Start waren. Der Deutsche Leichtathletik-Verband schaffte deswegen später Anreize für die Teilnahme seiner stärksten Leichtathleten, indem der Sieger eines Europacupwettbewerbs sich automatisch für die Weltmeisterschaften qualifizierte.
Der Leichtathletik-Europacup 1991 Seit 1975 fanden die Frauenwettbewerbe im A-Finale bzw. in der Superliga am selben Ort und an denselben beiden Tagen gemeinsam mit den Männerwettbewerben statt. So war es auch in der diesjährigen Austragung. Wie seit 1983 üblich wurden alle Ligen des Europacups am selben Wochenende durchgeführt.
Im Wettbewerbsprogramm gab es auch diesmal keine Änderungen. Der Wettbewerbskatalog für die Frauen wurde in den darauffolgenden Jahren sukzessive immer weiter an die Männerdisziplinen angepasst. Die nächste Erweiterung sollte 1993 erfolgen.
Zum letzten Mal setzte sich die Teilnehmerschaft aus den bis dahin in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bestehenden Nationen zusammen. Durch den Zerfall der Sowjetunion in zahlreiche selbstständige Staaten in den beginnenden 1990er Jahren standen diesbezüglich tiefgreifende Änderungen bevor. Die deutsche Wiedervereinigung hatte schon in diesem Jahr den Start eines gesamtdeutschen Teams zur Folge.
Im Frauenwettbewerb nutzte Gastgeber Deutschland seinen Heimvorteil und gewann vor der Sowjetunion. Bei den Männern setzte sich die Sowjetunion vor Großbritannien durch.
Ein besonderer Höhepunkt war der Zweikampf im 400-Meter-Lauf der Frauen zwischen der deutschen Europameisterin Grit Breuer und der Französin Marie-José Pérec, den die Französin klar für sich entschied.XIII European Cup Bruno Zauli, Einleitung, sport-olympic.gr (englisch), abgerufen am 11. Februar 2024
Es wurden die folgenden beiden Landesrekorde, gleichzeitig deutschen Rekorde, aufgestellt: Dreisprung, Männer: 17,66 m – Ralf Jaros, Deutschland 10.000-Meter-Lauf, Frauen: 31:02,62 min – Kathrin Ullrich, Deutschland
Doping Es gab zwei dopingbedingte Disqualifikationen: Emil Zwetanow (Bulgarien), Speerwurf, zunächst Rang fünf – Sein hier erzieltes Resultat wurde nach einem positiven Dopingtest annulliert.XIII European Cup Bruno Zauli, Javelin Final, Men Europa Cup Final "A", sport-olympic.gr (englisch), abgerufen am 11. Februar 2024 Jelena Rodina (Sowjetunion), Hochsprung zunächst Rang eins – Sie wurde nach einem positiven Dopingbefund disqualifiziert.Seitse fakti DOPINGUST, dea.digar.ee (estnisch), abgerufen am 11. Februar 2024
Länderwertungen 2. Liga Die 2. Liga der Männer und Frauen wurde wie in den letzten Jahren in zwei Gruppen diesmal wieder jeweils gemeinsam mit Frauen und Männern ausgetragen. Die Wettbewerbe der Gruppe 1 fanden in Viseu, Portugal, statt. Die Gruppe 2 wurde in der griechischen Hauptstadt Athen ausgetragen. Aus beiden Gruppen qualifizierte sich das jeweils siegreiche Team für die Teilnahme in der B-Gruppe des nächsten Europacups. Länderwertungen 2. Liga Gruppe 1 in Viseu Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 76 92,0 2 66 89,0 3 61 75,5 4 50 62,0 5 48 58,5 6 34 41,0 qualifiziert für die 1. Liga des nächsten Europacups
Länderwertungen 2. Liga Gruppe 2 in Athen Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 69 81 2 67 72 3 40 52 4 38 47 5 26 45 qualifiziert für die 1. Liga des nächsten Europacups
Länderwertungen 1. Liga Die Wettbewerbe in der 1. Liga wurden für Männer und Frauen diesmal wieder gemeinsam ausgetragen. Austragungsort war die spanische Stadt Barcelona. Die jeweils siegreiche Mannschaft qualifizierte sich für die Superliga des kommenden Europacups. Außerdem stiegen die beiden Teams auf den jeweils letzten Plätzen ab in die 2. Liga. Länderwertungen 1. Liga – in Barcelona Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 93 118 2 89 116 3 79 108 4 73 90 5 66 82 6 58 81 7 58 65 8 57 55 qualifiziert für die Superliga des nächsten Europacups abgestiegen in die 2. Liga des nächsten Europacups
Länderwertungen Superliga Die Männer- und Frauenteams auf dem jeweils letzten Platz stiegen in die 1. Liga des nachfolgenden Europacups ab. Länderwertungen Superliga – in Frankfurt/M. Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 110 1 114,0 2 105 2 111,5 3 82 3 108,0 4 71 4 107,0 5 62 5 98,5 6 55 6 66,5 7 46 7 63,0 8 44 8 49,5 abgestiegen in die 1. Liga des nächsten Europacups
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: DR Deutscher Rekord DNF did not finish (nicht im Ziel) DSQ disqualifiziert DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert w Rückenwindunterstützung über dem erlaubten Limit von 2,0 m/s x ungültig o Höhe übersprungen – ausgelassen w Rückenwindunterstützung über dem erlaubten Limit von 2,0 m/s
Superliga: Resultate der Einzeldisziplinen Männer 100 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Linford Christie 10,18 2 Daniel Sangouma 10,20 3 Steffen Bringmann 10,42 4 Ezio Madonia 10,42 5 Attila Kovács 10,51 6 Witali Sawin 10,51 7 Nikolai Antonow 10,66 8 Jiří Mezihorák 10,72 Datum: 29. Juni
Wind: +0,5 m/s
200 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Jean-Charles Trouabal 20,60 2 John Regis 20,73 3 Stefano Tilli 20,79 4 Alexander Goremykin 20,83 5 Florian Schwarthoff 21,16 6 Nikolai Antonow 21,37 7 Jindřich Roun 21,39 8 Tamás Molnár 21,39 Datum: 30. Juni
Wind: −1,6 m/s
400 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Roger Black 44,91 2 Olivier Noirot 45,18 3 Tamás Molnár 45,78 4 Wjatscheslaw Kotscherjagin 45,88 5 Andrea Nuti 46,04 6 Jindřich Roun 46,17 7 Kai Karsten 46,40 8 Zwetoslaw Stankulow 46,61 Datum: 29. Juni
800 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Tom McKean 1:45,60 2 Andrej Sudnik 1:46,35 3 Frédéric Cornette 1:46,63 4 Joachim Dehmel 1:46,77 5 Tonino Viali 1:47,04 6 Robert Banai 1:47,29 7 Václav Hrích 1:47,62 8 Miroslaw Tschotschkow 1:53,75 Datum: 30. Juni
1500 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Peter Elliott 3:43,39 2 Jens-Peter Herold 3:43,47 3 Gennaro Di Napoli 3:44,75 4 Sergei Melnikow 3:45,63 5 Hervé Phélippeau 3:46,70 6 Robert Banai 3:47,92 7 Milan Drahonovský 3:48,00 8 Miroslaw Tschotschkow 3:55,22 Datum: 29. Juni
5000 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Salvatore Antibo 13:21,68 2 Gary Staines 13:35,08 3 Pascal Thiébaut 13:45,61 4 Farid Tschairulin 13:45,99 5 Jens Karraß 13:46,32 6 Róbert Štefko 13:46,81 7 Jewgeni Ignatow 13:47,68 8 Zoltán Káldy 13:48,83 Datum: 30. Juni
10.000 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Eamonn Martin 28:00,53 2 Francesco Panetta 28:03,10 3 Stéphane Franke 28:04,41 4 Jean-Louis Prianon 28:23,27 5 Zoltán Káldy 28:24,89 6 Oleg Strischakow 28:47,95 7 Christo Stefanow 28:52,85 8 Petr Pipa 29:28,88 Datum: 29. Juni
110 m Hürden Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Colin Jackson 13,31 2 Florian Schwarthoff 13,43 3 Philippe Tourret 13,63 4 Igors Kazanovs 13,64 5 Igor Kováč 13,94 6 Fausto Frigerio 14,03 7 György Bakos 14,20 8 Georgi Georgiew 14,21 Datum: 30. Juni
Wind: −0,9 m/s
400 m Hürden Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Kriss Akabusi 48,39 2 Stéphane Caristan 49,43 3 Fabrizio Mori 49,76 4 Wladimir Budko 49,96 5 Jozef Kucej 50,27 6 Udo Schiller 50,67 7 Krasimir Demirew 51,03 8 Robert Bagyi 52,29 Datum: 29. Juni
3000 m Hindernis Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Alessandro Lambruschini 8:29,62 2 Iwan Konowalow 8:30,37 3 Béla Vágó 8:30,60 4 Hagen Melzer 8:31,89 5 Jiří Švec 8:32,26 6 Tom Hanlon 8:32,50 7 Bruno Le Stum 8:37,20 8 Burgas Jordanow 8:59,31 Datum: 30. Juni
4 × 100 m Staffel Platz Besetzung Land Zeit (s) 1 Gilles QuénéhervéDaniel SangoumaJean-Charles TrouabalBruno Marie-Rose 38,67 2 Juri JasuninAndrei FedoriwAlexander GoremykinWitali Sawin 38,87 3 Giorgio MarrasCarlo SimionatoEzio MadoniaStefano Tilli 38,89 4 Steffen GörmerSteffen BringmannStephan SchützWolfgang Haupt 39,27 5 Csaba ZajovicsLászló KaraffaPál RezákAttila Kovács 39,89 6 Luboš RudaJindřich RounIvo RýznarJiří Mezihorák 40,07 7 Dimitar PintewValentin AtenassowKrasimir BoschinowskiNikolai Antonow 40,23 DSQ Darren BraithwaiteJohn RegisMarcus AdamLinford Christie Datum: 29. Juni
4 × 400 m Staffel Platz Besetzung Land Zeit (min) 1 Paul SandersKriss AkabusiBrian WhittleRoger Black 3:00,58 2 Dmitri GolowastowDmitri KligerWladimir PopowWjatscheslaw Kotscherjagin 3:01,80 3 Marco VaccariFabio GrossiAlessandro AimarAndrea Nuti 3:02,32 4 Kai KarstenKlaus WeigeltFlorian HennigJens Carlowitz 3:02,58 5 Jacques FaraudièreThierry Jean-CharlesAndré JafforyOlivier Noirot 3:03,76 6 Jiří JanoušekLuboš JostakLuboš BaloskaJindřich Roun 3:06,22 7 Anton IwanowIwailo WassilewKiril RaikowSwetoslaw Stankulow 3:06,81 DSQ Dusán KovácsGusztaf MenczerCsaba ZajovicsTamás Molnár Datum: 30. Juni
Hochsprung Platz Athlet Land Höhe (m) Versuchsserie (m) 2,00 2,05 2,10 2,14 2,18 2,22 2,26 2,28 2,30 2,32 2,35 1 Dalton Grant 2,30 – – – o – o – xo o – xxx 2 Igor Paklin 2,28 – – – – o – xo xo – xxx 3 Joël Vincent 2,22 – – o o o o xxx 4 Georgi Dakow 2,22 – – – – xxo xo xxx 5 Luca Toso 2,18 – – xo – o xxx 6 Milan Machotka 2,15 – o o o xxx Ralf Sonn 2,15 – – o o xxx 8 Peter Deutsch 2,00 o – xxx Datum: 29. Juni
Stabhochsprung Platz Athlet Land Höhe (m) Versuchsserie (m) 4,80 5,00 5,20 5,40 5,50 5,60 5,80 1 Grigori Jegorow 5,60 – – – o – o xxx 2 Gianni lapichino 5,50 – o o o xo xxx 3 István Bagyula 5,50 – – xo o xo xxx 4 Philippe Collet 5,40 – – – o – xxx Bernhard Zintl 5,40 – – o o xxx 6 Andy Ashurst 5,20 o o o xxx Delko Lessew 5,20 – – o – xxx 8 Zdeněk Lubenský 5,20 – xxo o xxx Datum: 30. Juni
Weitsprung Platz Athlet Land Weite (m) Versuchsserie (m) 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch 1 Dietmar Haaf 8,30 w 8,00 x 8,01 x 8,30 w x 2 Robert Emmijan 8,01 x 7,70 w 8,01 7,85 w x 17,97 3 Giovanni Evangelisti 7,76 x x 7,76 7,71 x 7,55 4 Milan Gombala 7,73 7,50 7,56 7,73 7,49 x 7,68 5 Mark Forsythe 7,64 7,64 7,60 w x x x 7,60 6 Krasimir Mintschew 7,58 w 7,43 7,58 w 7,45 x x 7,44 7 Zsolt Szabó 7,48 w x x x 7,24 w x 7,48 w 8 Rudy Verbeke 7,20 x 7,20 x x x 7,10