mini|hochkant|James Collins (2009) James Joseph „Jim“ Collins (* 26. Juni 1965 in New York City)Lebensdaten nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004 ist ein US-amerikanischer Medizin- und Bio-Ingenieur.
Collins studierte am College of the Holy Cross mit dem Bachelor-Abschluss in Physik 1987 (als Bester seiner Universität) und wurde 1990 an der University of Oxford als Mediziningenieur promoviert. Danach wurde er Assistant Professor und später Professor für Biomedizinisches Ingenieurwesen an der Boston University. Er ist dort heute William F. Warren Distinguished Professor und zusätzlich Professor für Medizin und Ko-Gründer und Ko-Direktor des Center for Synthetic Biology 2008 wurde er außerdem Forscher am Howard Hughes Medical Institute.
Collins ist ein Pionier der Synthetischen Biologie und Systembiologie. Er fand Wege, Bakterien (und zum Beispiel Bakteriophagen) so umzuprogrammieren, dass sie vorgegebene Aufgaben erfüllen. Er konstruierte Gen-Netzwerke in Zellen, genetische SchalterT. S. Gardner,C. R. Cantor, J.J. Collins Construction of a genetic toggle switch in Escherichia coli, Nature 403, 2000, S. 339–342, RNA-Schalter, genetische Zähler, Riboregulatoren.F. J. Isaacs, D. J. Dwyer, C. Ding, D. D. Pervouchine, C. R. Cantor, J. J. Collins Engineered riboregulators enable post-transcriptional control of gene expression, Nat Biotechnol 22, 2004, S. 823–824
Er identifizierte mit diesen Methoden einen allen Antibiotika gemeinsamen oxidativen Schadensmechanismus in BakterienM. A. Kohanski, D. J. Dwyer, B. Hayete, C. A. Lawrence, J. J. Collins A common mechanism of cellular death induced by bactericidal antibiotics, Cell 130, 2007, S. 797–810, was einen Weg aufzeigte, die Wirkung dieser Antibiotika zu verstärken, indem an den entsprechenden Reparaturmechanismen der Bakterienzelle angesetzt wird. Er fand auch, dass die Mutationen aufgrund freigesetzter Radikale bei nicht-tödlichen Antibiotikadosen die Antibiotika-Resistenz fördern.M. A. Kohanski, M. A. DePristo, J. J. Collins Sublethal antibiotic treatment leads to multidrug resistance via radical-induced mutagenesis, Molecular Cell 37, 2010, S. 311–320
Außerdem führte er grundlegende Arbeiten zur Dynamischen Systemtheorie in der Biologie aus. Er zeigte, dass Rauschen die Sensorwahrnehmung verstärken kann. Als Anwendung entwickelte er spezielle Sohlen, die die Füße stimulieren um zum Beispiel älteren Personen in der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zu unterstützen.A. Priplata, J. Niemi, J. Harry, L. A. Lipsitz, J. J. Collins Vibrating insoles and balance control in elderly people, The Lancet 362, 2003, S. 1123–1124
Er erhielt einen Pioneer Award des Direktors der National Institutes of Health und 2003 eine MacArthur Fellowship. Er ist Mitglied der National Academy of Engineering, der American Academy of Arts and Sciences, des Institute of Medicine der National Academies und der National Academy of Inventors. Außerdem ist er Fellow der American Physical Society und des Institute of Physics. 2014 wurde er in die National Academy of Sciences gewähltNational Academy of Sciences: (englisch) und erhielt den HFSP Nakasone Award. Für 2017 wurde ihm der Gabbay Award zugesprochen, für 2020 der Max Delbruck Prize der American Physical Society und der Dickson Prize in Medicine der University of Pittsburgh, 2025 der John J. Abel Award. Ebenfalls 2025 wurde Collins Mitglied der Academia Europaea.
Collins ist wissenschaftlicher Berater verschiedener Firmen, die seine Erfindungen produzieren.
Weblinks James J. Collins auf der Website des Wyss Institute ()
Einzelnachweise
Kategorie:Biologe Kategorie:Mediziningenieur Kategorie:Hochschullehrer (Boston University) Kategorie:Mitglied der National Academy of Engineering Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Fellow der American Physical Society Kategorie:MacArthur Fellow Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der National Academy of Medicine Kategorie:Mitglied der Academia Europaea Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Mann