6. Leichtathletik-Europacup zentriert|100px Resultate A-Finale , Olympiastadion – 13./14. August Frauen Männer Platz Land Punkte Platz Land Punkte 1 106 1 125 2 94 2 112 3 68 3 100 4 68 4 95 5 58 5 93 6 55 6 70 7 53 7 66 8 36 8 54 ← Nizza 1975 Turin 1979 → Das 6. Leichtathletik-Europacup-A-Finale fand am 13. und 14. August 1977 im Olympiastadion von Helsinki (Finnland) statt. Ausgetragen wurden 35 Disziplinen (20 Männer, 15 Frauen).
Der sechste Leichtathletik-Europacup Wie beim vorangegangenen Europacupfinale in Nizza wurden die Frauenwettbewerbe nun zum zweiten Mal am selben Ort und an denselben beiden Tagen gemeinsam mit den Männerwettbewerben ausgetragen.
Es gab jetzt für längere Zeit einen zweijährigen Wettkampfturnus. Die Veranstaltung fand in den ungeraden Jahren jeweils zwischen den Jahren mit Europameisterschaften bzw. Olympischen Spielen statt.
Durch die Neueinführung des in diesem Jahr erstmals ausgetragenen Leichtathletik-Weltcups wurde die Bedeutung des Europacupwettbewerbs noch erhöht. Die Länder auf den Plätzen eins und zwei des Europacupfinales qualifizierten sich als jeweils eigenes Team für die Teilnahme am Weltcup. Außerdem konnten sich die Athleten der Nationen, die sich am Ende nicht für den Weltcup qualifizierten, durch gute Leistungen für das im Weltcup startberechtigte Team Europa empfehlen.
Ins Wettbewerbsprogramm wurden zwei weitere Frauenwettbewerbe aufgenommen. Mit dem 3000-Meter-Lauf gab es erstmals eine Langstrecke im Frauenangebot. Die zweite neue Frauendisziplin war der 400-Meter-Hürdenlauf. Der Wettbewerbskatalog für die Frauen wurde in den darauffolgenden Jahren sukzessive immer weiter an die Männerdisziplinen angepasst. Die nächste Erweiterung sollte 1985 erfolgen.
Wie 1975 gewann das Team der DDR sowohl den Frauen- als auch den Männerwettbewerb. Rang zwei belegte bei den Frauen die Sowjetunion, bei den Männern die Bundesrepublik Deutschland.
Bei dieser Austragung wurde eine Vielzahl von Rekorden aufgestellt: zwei Weltrekorde 400-Meter-Hürdenlauf, Frauen: 55,63 s – Karin Roßley, DDR Hochsprung, Frauen: 1,97 m – Rosemarie Ackermann, DDR elf Landesrekorde 100-Meter-Lauf, Männer: 10,12 s – Eugen Ray, DDR 10.000-Meter-Lauf, Männer: 28:09,96 min – Jerzy Kowol, Polen 400-Meter-Hürdenlauf, Männer: 48,90 s – Volker Beck, DDR 4-mal-400-Meter-Staffel, Männer: 3:03,23 min – DDR (Reinhard Kokot, Jürgen Pfennig, Gunter Arnold, Volker Beck) Hochsprung, Männer: 2,31 m – Rolf Beilschmidt, DDR 400-Meter-Lauf, Frauen: 49,53 s – Marita Koch, DDR 800-Meter-Lauf, Frauen: 2:03,5 min – Sinikka Tyynelä, Finnland 1500-Meter-Lauf, Frauen: 4:06,01 min – Sinikka Tyynelä, Finnland 1500-Meter-Lauf, Frauen: 4:10,75 min – Celina Sokołowska, Polen 3000-Meter-Lauf, Frauen: 8:53,91 min – Gabriele Meinel, DDR 3000-Meter-Lauf, Frauen: 9:01,3 min – Brigitte Kraus, BR Deutschland
Teilnehmer Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen mussten die Teams sich wie schon bei allen vorangegangenen Austragungen des Europacups zunächst über Vorkämpfe und Halbfinals für das Finale qualifizieren. In beiden Finals bestand das Finale nun aus den acht besten Nationen. In den vier Austragungen zuvor waren es jeweils sechs bzw. 1970 bei den Männern sieben Länder gewesen. Finalteams Männer Frauen BR DeutschlandDDRFinnlandFrankreichGroßbritannienItalienPolenSowjetunion BulgarienBR DeutschlandDDRFinnlandGroßbritannienPolenRumänienSowjetunion Vorrunde Die Vorrunde fand am 25. und 26. Juni in Søllerød (Dänemark) statt. Die drei besten Mannschaften qualifizierten sich für das Halbfinale. Länderwertungen Vorrunde Männer Frauen Søllerød Platz Land Punkte Platz Land Punkte 1 74 1 49 2 65 2 35 3 64 3 34 4 54 4 31 5 43 Halbfinale Das Halbfinale fand am 16. und 17. Juli bei den Männern in Athen, Warschau und London sowie bei den Frauen nur am 16. Juli in Stuttgart, Dublin und Bukarest statt. Je zwei Mannschaften qualifizierten sich direkt für das A-Finale. Die drei Mannschaften auf Platz 3 bis 5 erreichten das B-Finale, bei dem sich der Sieger ebenfalls noch für das A-Finale qualifizierte. Gastgeber Finnland startete zwar in den Halbfinals, war aber für das A-Finale gesetzt.
Länderwertungen Halbfinale Frauen Stuttgart Dublin Bukarest Platz Land Punkte Land Punkte Land Punkte 1 100,0 114,0 106,0 2 92,0 106,0 99,0 3 77,0 91,0 84,0 4 65,0 63,0 77,0 5 63,0 55,0 65,0 6 59,0 48,0 46,0 7 45,0 46,0 42,0 8 36,0 21,0 17,0 Männer Athen Warschau London Platz Land Punkte Land Punkte Land Punkte 1 132,0 142,0 129,0 2 117,0 133,0 126,0 3 109,0 99,0 120,0 4 98,0 87,0 90,0 5 86,0 77,0 83,0 6 77,0 70,0 78,0 7 59,0 65,0 54,0 8 38,0 45,0 39,0 qualifiziert für das A-Finale qualifiziert für das B-Finale
B-Finale Die acht besten hinter den für das A-Finale qualifizierten Länder trugen ein B-Finale aus. Die Sieger erwarben dabei noch die Startberechtigung für das A-Finale im gleichen Jahr.
Dieses B-Finale fand für die Frauen am 6. August in Třinec und für die Männer am 6./7. August in Göteborg statt.
Resultate B-Finale Frauen – 6. August Männer – 6./7. August Platz Land Punkte Platz Land Punkte 1 98,0 1 115,0 2 83,0 2 108,0 3 79,0 3 94,0 4 76,0 4 92,0 5 75,0 5 88,0 6 63,0 6 87,0 7 38,0 5 78,0 8 27,0 6 57,0
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: WR Weltrekord ER Europarekord NR Nationaler Rekord BR Bundesdeutscher Rekord x ungültig – ausgelassen r aufgegeben (retired)
Wertungssystem Das Wertungssystem erfuhr keine Änderung gegenüber der vorangegangenen Austragung. Die Punktzahl der einzelnen Länder ergab sich aus der Addition der Punkte aus den einzelnen Disziplinen. Für Frauen und Männer war die Endgesamtwertung getrennt. Die Punkte wurden nach folgendem Schema verteilt: Platz 1 – 9 Punkte / Pl. 2 – 7 Pkte. / Pl. 3 – 6 Pkte. / Pl. 4 – 5 Pkte. / Pl. 5 – 4 Pkte. / Pl. 6 – 3 Pkte. / Pl. 7 – 2 Pkte. / Pl. 8 – 1 Pkt.
Doping Die Wettkämpfe waren durch vier Dopingfälle gekennzeichnet, drei davon in der finnischen Männermannschaft. Die drei gedopten Finnen wurden positiv auf den Einsatz verbotener anaboler Steroide getestet und disqualifiziert. Außerdem verhängte der Weltleichtathletikverband eine lebenslange Sperre, die ein Jahr später nach einer Eingabe des finnischen Leichtathletikverbands aufgehoben wurde.Markku Tuokko, Biographical information, olympedia.org (englisch), abgerufen am 27. Januar 2024 Ilona Slupianek, DDR – Kugelstoßen, zunächst Rang eins. Sie wurde positiv auf Nandrolon getestet und disqualifiziert. Außerdem erhielt sie eine Sperre von einem Jahr.Doping and sports - 1977 Doping in the GDR, medicosport.eu (englisch), abgerufen am 27. Januar 2024 Asko Pesonen, Finnland – Hochsprung. Markku Tuokko, Finnland – Diskuswurf. Seppo Hovinen, Finnland – Speerwurf.
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: WR Weltrekord NR Nationaler Rekord BR Bundesdeutscher Rekord DNF did not finish (nicht im Ziel) DSQ disqualifiziert DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert x ungültig w zu starke Windunterstützung für die Aufnahme der Leistung in eine Bestenliste
Resultate Männer 100 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Eugen Ray 10,12 NR 2 Pietro Mennea 10,29 3 Walerij Borsow 10,33 4 Ainsley Bennett 10,48 5 Lucien Sainte-Rose 10,52 6 Werner Bastians 10,60 7 Antti Rajamäki 10,64 8 Marian Woronin 10,73 Datum: 13. August 1977
Wind: ±0,0 m/s
200 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Eugen Ray 20,86 2 Walerij Borsow 21,10 3 Ainsley Bennett 21,27 4 Ossi Karttunen 21,35 5 Joseph Arame 21,48 6 Luigi Caravani 21,65 7 Michael Gruse 21,80 8 Zenon Licznerski 21,82 Datum: 14. August 1977
Wind: −2,4 m/s
400 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Bernd Herrmann 45,92 2 Ryszard Podlas 46,00 3 Francis Demarthon 46,38 4 David Jenkins 46,40 5 Reinhard Kokot 46,80 6 Alfonso Di Guida 47,04 7 Wladimir Jurtschenko 47,53 8 Hannu Mäkelä 47,73 Datum: 13. August 1977
800 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Willi Wülbeck 1:47,21 2 Olaf Beyer 1:47,29 3 José Marajo 1:47,49 4 Sebastian Coe 1:47,61 5 Marian Gęsicki 1:47,69 6 Wladimir Ponomarjow 1:47,74 7 Ari Paunonen 1:47,93 8 Gabriele Ferrero 1:48,80 Datum: 14. August 1977
1500 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Steve Ovett 3:44,94 2 Thomas Wessinghage 3:45,38 3 Ari Paunonen 3:45,90 4 Henryk Wasilewski 3:45,93 5 Francis Gonzalez 3:46,56 6 Jürgen Straub 3:46,58 7 Anatoli Mamontow 3:46,60 8 Mariano Scartezzini 3:46,67 Datum: 13. August 1977
5000 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Nick Rose 13:27,84 2 Enn Sellik 13:29,20 3 Karl Fleschen 13:29,44 4 Manfred Kuschmann 13:33,42 5 Ryszard Kopijasz 13:42,16 6 Jacky Boxberger 13:45,50 7 Luigi Zarcone 13:50,41 8 Pekka Päivärinta 14:12,86 Datum: 14. August 1977
10.000 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Jörg Peter 27:55,50 2 Detlef Uhlemann 27:58,70 3 Leonid Moissejew 28:03,60 4 Martti Vainio 28:07,23 5 Jerzy Kowol 28:09,96 NR 6 Franco Fava 28:11,59 7 Jean-Paul Gomez 28:15,66 8 Tony Simmons 29:03,97 Datum: 13. August 1977
110 m Hürden Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Thomas Munkelt 13,37 2 Jan Pusty 13,60 3 Eduard Perewersew 13,63 4 Arto Bryggare 13,65 5 Berwyn Price 13,87 6 Giuseppe Buttari 14,18 7 Thierry Sellier 14,57 DNF Dieter Gebhard Datum: 13. August 1977
Wind: +2,0 m/s
400 m Hürden Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Volker Beck 48,90 NR 2 Harald Schmid 49,27 3 Alan Pascoe 49,65 4 Jerzy Hewelt 50,44 5 Wassyl Archypenko 50,56 6 Raimo Alanen 51,02 7 Luc Baggio 51,24 8 Lorenzo Brigante 51,96 Datum: 14. August 1977
3000 m Hindernis Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Michael Karst 8:27,87 2 Frank Baumgartl 8:31,53 3 Tapio Kantanen 8:33,27 4 Dennis Coates 8:33,94 5 Franco Fava 8:37,06 6 Wladimir Filonow 8:38,55 7 Krzysztof Wesolowski 8:40,94 8 Philippe Gauthier 9:12,09 Datum: 14. August 1977
4 × 100 m Staffel Platz Besetzung Land Zeit (s) 1 Manfred KokotEugen RayDetlef KübeckAlexander Thieme 38,84 2 Nikolai KolesnikowAlexander AksininJuris SilovsWalerij Borsow 39,27 3 Andrzej ŚwierczyńskiZenon LicznerskiZenon NowoszLeszek Dunecki 39,38 4 Werner BastiansDieter GebhardDieter SteinmannMichael Gruse 39,74 5 Ainsley BennettAllan WellsTim BonsorSteve Green 39,84 6 Eric BigonJoseph ArameLucien Sainte-RoseJacques Rousseau 40,06 7 Antti RajamäkiOssi KarttunenMarkku JuholaRaimo Räty 40,51 DSQ Stefano CuriniLuciano CaravaniPietro FarinaPietro Mennea Datum: 13. August 1977
4 × 400 m Staffel Platz Besetzung Land Zeit (min) 1 Lothar KriegHarald SchmidFranz-Peter HofmeisterBernd Herrmann 3:02,66 2 Reinhard KokotJürgen PfennigGunter ArnoldVolker Beck 3:03,23 NR 3 Cezary ŁapińskiHenryk GalantJerzy PietrzykRyszard Podlas 3:03,83 4 Steve ScuttDanny LaingGlen CohenDavid Jenkins 3:04,82 5 Robert FroissartJean-Claude NalletLionel MalingreFrancis Demarthon 3:05,22 6 Matti RusanenJuhani TiihonenHannu MäkeläMarkku Kukkoaho 3:07,12 7 Wladimir JewstjuninWiktor BurakowWassyl ArchypenkoWladimir Jurtschenko 3:07,47 8 Stefano MalinverniRoberto TozziDaniele ZaniniAlfonso Di Guida 3:09,07 Datum: 14. August 1977
Hochsprung Platz Athlet Land Höhe (m) 1 Rolf Beilschmidt 2,31 NR 2 Jacek Wszoła 2,28 3 Alexander Grigorjew 2,20 4 Bruno Bruni 2,20 5 Carlo Thränhardt 2,20 6 Paul Poaniéwa 2,11 7 Michael Butterfield 2,08 DOP Asko Pesonen Datum: 13. August 1977
In dieser Disziplin gab es einen Dopingfall: Der Finne Asko Pesonen wurde gemeinsam mit zwei Landsleuten positiv auf den Einsatz verbotener anaboler Steroide getestet und disqualifiziert. Außerdem verhängte der Weltleichtathletikverband eine lebenslange Sperre, die ein Jahr später nach einer Eingabe des finnischen Leichtathletikverbands aufgehoben wurde.
Stabhochsprung Platz Athlet Land Höhe (m) 1 Władysław Kozakiewicz 5,60 2 Antti Kalliomäki 5,35 3 Günther Lohre 5,30 4 Brian Hooper 5,30 5 Jean-Michel Bellot 5,25 6 Renato Dionisi 5,25 7 Axel Weber 5,20 8 Wladimir Kischkun 5,00 Datum: 14. August 1977
Weitsprung