Eggern ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.
Geografie Eggern liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 20,2 Quadratkilometer. 36,77 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Eggern () samt Bergen, Guggus und Niederwehr Reinberg-Heidenreichstein () samt Pengers Reinberg-Litschau ()
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eggern, Reinberg-Heidenreichstein und Reinberg-Litschau.
Nachbargemeinden
Geschichte Eggern wurde 1230 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte ursprünglich zur Grafschaft Raabs-Litschau. Bis 1635 war Eggern ein eigenes Gütlein in kaiserlichem Besitz.
Den kulturellen Mittelpunkt des Ortes bildet die dem heiligen Ägidius geweihte Kirche aus dem Jahr 1792.
1590/91 zählte Eggern 17 untertänige Häuser; 1751 zählte der Ort 18 untertänige Häuser. Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts zählte Eggern zur Herrschaft Litschau.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Eggern zwei Bäcker, ein Dachdecker, ein Fleischer, drei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, ein Landesproduktehändler, ein Müller, ein Sägewerk, ein Schmied, eine mechanische Strickerei, drei Tischler, zwei Viktualienhändler und mehrere Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 232
Im Zuge der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung wurden zum Jahresbeginn 1971 die Gemeinde Reinberg-Heidenreichstein und 1972 die Gemeinde Reinberg-Litschau eingegliedert.
Einwohnerentwicklung
Stand 2015: Die Einwohnerzahl von Eggern sinkt seit Jahrzehnten kontinuierlich, da sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz negativ waren. 2026 lebten hier 659 Menschen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Eggern
Katholische Pfarrkirche Eggern hl. Ägydius
Wirtschaft In Eggern gibt es 48 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, davon 18 Haupterwerbsbetriebe (Stand 2010). Im Produktionssektor sind 22 Personen, vorwiegend mit der Herstellung von Waren beschäftigt. Im Dienstleistungssektor geben sechzehn Betriebe 49 Personen Arbeit (Stand 2011).
Öffentliche Einrichtungen In Eggern befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.
Politik mini|Gemeindeamt
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.
Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 2 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 4 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP und 3 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP und 3 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 2 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 3 FPÖ und 1 SPÖ.
Bürgermeister
bis 2005 Erwin Zlabinger (ÖVP) 2005–2019 Herbert Zimmermann (ÖVP) seit 2019 ist Karl Schraml (ÖVP)
Wappen Der Gemeinde wurde 1977 folgendes Wappen verliehen: Ein von Grün auf Silber gespaltener Schild belegt mit einem Mühlrad in wechselnden Farben.
Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Karl Hirsch (1863–1938), römisch-katholischer Priester und Kirchenhistoriker Franz Wurz (* 1946), Automobilsportler
Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten
Rudolf Scholten (* 1955), Politiker (SPÖ), Bankmanager Alexander Wurz (* 1974), F1 Rennsportler
Literatur Stephan Biedermann: Geschichte der Pfarre Eggern (Eggern 1954). Josef Bauer: Eggern. 1230–1978. Markterhebung und Wappenverleihung (Eggern 1978). Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände). Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Herrschaft Litschau in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Eine sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Fallstudie auf Basis von Verlassenschaftsabhandlungen. Mit 66 Abbildungen und 3 Grafiken (Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes, herausgegeben von Doris Gretzel und Marlene Müllner, Band 60, Horn 2020).
Weblinks
http://www.eggern.gv.at
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1230