mini|Hauptstrasse in Grosskampenberg mini|St. Hubertus, Südseite Großkampenberg ist eine Ortsgemeinde in der Eifel im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.
Gemeindegliederung Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Großkampenberg (früher Großkampen) und Berg. Zur Gemeinde gehört auch ein Teil des ansonsten zu Heckhuscheid gehörenden Wohnplatzes Dackscheid sowie der Wohnplatz Heerstrasse.
Geschichte Großkampen wurde erstmals im Jahre 1473 erwähnt, der heutige Ortsteil Berg im Jahre 1633. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörten beide Orte zur Meierei Harspelt, die Teil der luxemburgischen Herrschaft Dasburg war.
Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg seinerzeit gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Unter der französischen Verwaltung gehörte beide Gemeinden zur Mairie Leidenborn im Kanton Arzfeld, der verwaltungsmäßig dem Arrondissement Bitburg im Departement Wälder zugeordnet war.
Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our dem Königreich Preußen zugeordnet. Die Gemeinden Berg und Großkampen gehörten von 1816 an zur Bürgermeisterei Leidenborn im neuen Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier und von 1822 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zu Rheinprovinz. Im Jahr 1914 wurden die beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden zur Gemeinde Großkampenberg zusammengelegt. Nach 1936 gehörte Großkampenberg zum Amt Daleiden-Leidenborn.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs rollte die Front insgesamt dreimal über das Dorf, sodass kaum historische Gebäude erhalten blieben.Ortsgemeinde Großkampenberg – Geschichte, abgerufen am 11. April 2026. An diese Zeit erinnert die Höckerlinie des Westwalls, die am Ortsrand verläuft. Sie ist nicht nur für die Einwohner des Dorfes, sondern auch für die der umliegenden Gemeinden zum Mahnmal zum Frieden geworden.
Im Jahre 1946 wurde die Freiwillige Feuerwehr Großkampenberg gegründet, zuvor bestand bereits eine Pflichtfeuerwehr.
Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Großkampenberg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten. Abgerufen am 20. Dezember 2021. Jahr Einwohner 1815 117 1835 157 1871 148 1905 156 1939 217 1950 178 Jahr Einwohner 1961 180 1970 186 1987 189 1997 171 2005 169
Politik
Bürgermeister Bertram Ademes ist Ortsbürgermeister von Großkampenberg.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche St. Hubertus wurde 1910 vom Architekten Rüppel aus Mainz erbaut Friedhofskapelle von 1971 Ein barocker Kreuzigungsbildstock aus dem 18. Jahrhundert Ein hohes Altarkreuz aus Schiefer von 1870 Westwall – etwa 1000 m langer Abschnitt der Betonhöckerlinie von 1939
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Großkampenberg mini|St. Hubertus, Innenraum
Grünflächen und Naherholung Das Naturdenkmal die Buche „Im Bahnert“ Der „Westwall-Wanderweg im Islek“ beginnt in Großkampenberg Europa-Mahnmal – Das Mahnmal wurde von der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (EVEA) 1977 errichtet, deren Mitbegründer der Eifelverein ist
Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Großkampenberg
Regelmäßige Veranstaltungen Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest Traditionelles Ratschen oder Klappern am Karfreitag und Karsamstag Burgbrennen am ersten Wochenende nach Aschermittwoch (sogenannter Scheef-Sonntag)
Literatur
Weblinks
Internetpräsenz der Ortsgemeinde Großkampenberg Ortsgemeinde Großkampenberg auf den Seiten der Verbandsgemeinde Arzfeld
. Bei: Hierzuland, SWR Fernsehen, 10. Oktober 2006.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm Kategorie:Ersterwähnung 1473 Kategorie:Gemeindegründung 1914