Julian Roman Ballenstedt (* 12. Oktober 1881 in Posen; † 27. April 1958 ebenda) war ein deutscher Architekt und Filmarchitekt beim Stummfilm.

Leben Der Architektensohn durchlief ein humanistisches Gymnasium, ehe er Architektur zu studieren begann. Zuvor hatte er das Baugewerbe auch von der praktischen Seite kennengelernt. Ballenstedt, seit 1911 verheiratet, war als Architekt mit dem Bau von Wohn- und Geschäftshäusern, Villen, Fabrikanlagen, Verwaltungsgebäuden und Hotels beschäftigt. Sein Hauptarbeitsgebiet lag dabei in Süddeutschland.

Seit 1918 in Berlin ansässig, knüpfte er im darauf folgenden Jahr erstmals Kontakt zur Filmbranche. In den kommenden fünf Jahren gestaltete er die Kulissen zu einer Fülle von überwiegend wenig bedeutenden Unterhaltungsfilmproduktionen kleinerer Gesellschaften. Dabei kam es mehrfach zu Kooperationen mit den Regisseuren Carl Boese und Franz Hofer. Bereits 1924 verließ er das Filmgeschäft und arbeitete seitdem nur noch als Architekt. Über seinen Verbleib ist nichts bekannt.

Filmografie 1919: Der Tintenfischklub 1919: Die Sumpfhanne 1920: Fata Morgana 1920: Schiffe und Menschen 1920: Johann Baptiste Lingg 1920: Der Riesenschmuggel 1920: Der Dämon von Kolno 1920: Der Todfeind 1920: Das Floß der Toten 1921: Die Gebieterin von St. Tropez 1921: Die Geschichte des grauen Hauses (4 Teile) 1921: Das Geheimnis der Santa Maria 1921: Der Gang durch die Hölle 1921: Wege des Lasters 1921: Der Abenteurer 1921: Am roten Kliff 1922: Die Glocke, 2. Teil: Das verlorene Elternhaus 1922: Das Geheimnis von Schloß Ronay 1923: Friedrich Schiller 1923: Frühlingserwachen 1923: Die närrische Wette des Lord Aldini 1924: Lord Reginalds Derbyritt 1924: Der Aufstieg der kleinen Lilian

Literatur Dr. Kurt Mühsam, Egon Jacobsohn (Hrsg.): Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926, S. 11 f.

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