mini|Villa Rheinallee 32 als Generalkonsulat von Algerien (2012) Das Gebäude Rheinallee 32 ist eine Villa im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg, die 1910/11 errichtet wurde. Sie liegt im Ortsteil Godesberg-Villenviertel an der Südseite der Rheinallee. Die Villa steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.
Geschichte Die Villa entstand als Teil des nach 1900 intensiv bebauten „zweiten“ Godesberger Villenviertels nach einem Entwurf des Architekten Albin Müller für den Fabrikanten W. Emmelius. Der Bauantrag für das Gebäude erfolgte am 5. Juli 1910, fertiggestellt wurde es im April 1911.Horst Heidermann: 100 Jahre Deutscher Werkbund: Godesberger Spuren. In: Godesberger Heimatblätter: Jahresheft des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V., , Heft 44/2006, S. 77–119 (hier: S. 110/111).
1961/62 war in der Villa die Kanzlei der Gesandtschaft der Republik Haiti am Regierungssitz Bonn ansässig.Die Bundesrepublik Deutschland: Teilausgabe Bund, Carl Heymanns Verlag, 1962, S. 293 Anschließend richtete die Demokratische Volksrepublik Algerien in dem Gebäude die Kanzlei ihrer neueröffneten Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland ein und erwarb es auch (→ Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Algerien (Bonn)).Adressbuch der Stadt Bad Godesberg, Ausgabe 1964, J. F. Carthaus, Bonn 1964, S. 113. (online) Nach 1985 übernahm Algerien zur Erweiterung der Amtsräume der Botschaft auch die benachbarte Villa Rheinallee 34. Dazu wurden beide Villen baulich durch einen Zwischentrakt miteinander verbunden.
Nach dem mit der Verlegung des Regierungssitzes verbundenen Umzug der algerischen Botschaft 1999/2000 nach Berlin blieb die Villa gemeinsam mit dem Nachbarhaus im Besitz des Staates und war Teil des algerischen Generalkonsulats, bis dieses im Dezember 2013 nach Frankfurt am Main verlegt wurde. Die beiden Gebäude gehören weiterhin der Demokratischen Volksrepublik Algerien.Algerier geben ihr Konsulat auf, General-Anzeiger, 13. März 2014
Architektur Die Villa ist zweigeschossig über einem hohen Sockelgeschoss (Souterrain) errichtet und wird nach oben hin von einem Mansardwalmdach abgeschlossen. An der Straßenfront besteht ein schmaler, polygonaler Vorbau mit Plattform (Söller). Die Fassade ist symmetrisch in schlichten Formen gestaltet, sie wird durch flache Pilaster mit Ornamentbordüren an den Rändern gegliedert. Die Brüstung der Plattform ist als plastischer Fries ausgeführt.Walfried Pohl: Die Architektur des Godesberger Villenviertels am Anfang des Jahrhunderts. In: Godesberger Heimatblätter: Jahresheft des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V., , Heft 12/1974, S. 35–47 (hier: S. 41/42). Die Verbindung zum Nachbarhaus bildet ein eingeschossiger, verglaster Zwischentrakt, der den Eingang aufnimmt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Villa in Bonn Kategorie:Baudenkmal in Bonn Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren Kategorie:Godesberg-Villenviertel Kategorie:Gemarkung Godesberg 32 Kategorie:Botschaft in Bonn Kategorie:Kanzlei einer Botschaft Kategorie:Deutsch-haitianische Beziehungen Kategorie:Algerisch-deutsche Beziehungen Kategorie:Bauwerk von Albin Müller Bonn