Die Sinai-Agame (Pseudotrapelus sinaitus, Syn.: Agama sinaita) ist eine Art der Agamen, die im Nordosten Afrikas, in der Levante sowie in Teilen der Arabischen Halbinsel vorkommt.
Merkmale miniatur|links|Weibchen in Israel Die Gesamtlänge der Sinai-Agame liegt bei circa 18 cm, wobei der Schwanz zwei Drittel der Länge ausmacht. Die Gliedmaßen und der Schwanz sind lang und dünn und ermöglichen gute Lauf- und Klettereigenschaften. Normalerweise sind Sinai-Agamen von brauner Färbung. Während der Fortpflanzungszeit entwickeln Männchen allerdings eine auffällig blaue Färbung, um Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Weibchen haben das gesamte Jahr eine grau-braune Färbung und oftmals bräunlich-rote Flecken an den Seiten.
Vorkommen Die Sinai-Agame kommt in Südost-Libyen, Ost-Ägypten, Israel, Palästina, Jordanien, Syrien, Saudi-Arabien, den Vereinigten arabischen Emiraten, Oman, Ost-Sudan, Äthiopien, Eritrea und Dschibuti vor. Sinai-Agamen leben in ariden Bergregionen.
Lebensweise Die Sinai-Agame ist tagaktiv und ernährt sich von Insekten, Gliederfüßern und Pflanzen. Sie ist wechselwarm und verteidigt ihr Territorium, vor allem während der Fortpflanzungszeit, aktiv.
Systematik Erstbeschrieben wurde die Art 1827 von Carl von Heyden als Agama sinaita, wobei Heyden die Zuordnung zur Gattung Agama auf Grund der sechs Schilde, die die Sinai-Agame hinter dem After besitzt, bereits als vorläufig bezeichnet. Scott Moody stellt die Art 1980 in die Gattung Pseudotrapelus. Die Sinai-Agame ist Typusart der Gattung.
Es existieren die Unterarten Pseudotrapelus sinaitus sinaitus (Heyden, 1827) und die nach dem Zoologen Franz Werner benannte Pseudotrapelus sinaitus werneri (Moravec, 2002).
Weblinks
Einzelnachweise Senkenbergische naturforschenden Gesellschaft (Hrsg.): Atlas zu der Reise im nördlichen Afrika von Eduard Rüppell. Erste Abtheilung: Carl H. G. v. Heyden: Zoologie. Reptilien. Senkenbergische naturforschenden Gesellschaft, Frankfurt am Main 1827, S. 10–12, Digitalisat.
Kategorie:Agamen