Die 3. Pétanque-Europameisterschaft 2013 findet vom 10. bis 13. Oktober in Rom (Italien) statt.

Sie diente als Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaft 2014. Von den 36 teilnehmenden Nationen qualifizieren sich 24 für die WM 2014 auf Tahiti.

Parallel zur Triplette-EM findet die 3. Europameisterschaft im Tir de précision statt.

Titelverteidiger ist in beiden Disziplinen Frankreich.

Veranstaltet wird die Europameisterschaft von der Confédération Européenne de Pétanque (CEP), dem europäischen Dachverband.

Triplette

Gespielt wird wie bei Weltmeisterschaften im Modus Triplette mit einem Auswechselspieler. Während eines laufenden Spiels darf ein Spieler aus- und der Ersatzspieler eingewechselt werden.

Jedes Team hat aufgrund des Modus mindestens sechs Spiele zu absolvieren.

Titelverteidiger ist Frankreich.

Modus

Anders als bei der EM 2011 wird die Vorrunde nicht mehr in Gruppen, sondern wie bei Weltmeisterschaften im Schweizer System gespielt. Folglich wird die EM in drei Phasen ausgetragen:

Phase 1 - Schweizer System.

Die 36 Teams spielen 5 Runden nach dem Schweizer System. Die ersten 16 der Abschlusstabelle erreichen Phase 2, die restlichen 20 Teams spielen in der Coupe de Nations, der "B-EM", weiter.

Phase 2 - Vierer-Poules.

Die 16 verbliebenen Teams spielen in vier Vierer-Poules die acht Viertelfinalisten aus.

Phase 3 - Knock-out.

Im Viertelfinale treffen Poule-Sieger auf Barrage-Gewinner. Die Halbfinals werden dann neu gelost.

Alle Teams, die Phase 2 der A-EM erreichen, sind für die WM 2014 qualifiziert.

Die 20 in der Vorrunde gescheiterten Mannschaften spielen in einer B-Europameisterschaft (Coupe de nations) um die verbliebenen acht Startplätze für die Weltmeisterschaft 2014. Sollte Frankreich, als Weltmeister 2012 für die nächste WM bereits qualifiziert, unter die ersten 16 kommen, werden neun Startplätze in der Coupe de nations vergeben.

Zunächst wird eine Cadrage gespielt, um das Teilnehmerfeld auf 16 zu reduzieren. Diese wird von den Teams auf den Plätzen 29–36 absolviert.

Die Equipes, die das Viertelfinale erreichen, sind für die WM qualifiziert und spielen im KO-System den Sieger der B-EM aus. Ein letzter Startplatz geht an den Barrage-Verlierer, der in der Vorrundentabelle am höchsten platziert war.

Zeitplan

Die Equipes erwartet ein strammes Programm; der zukünftige Europameister muss bis zu elf Spiele an drei Tage absolvieren, für die 36 Teilnehmer im Präzisionsschießen stehen bis zu fünf Übungen à 20 Schuss an.

Eröffnet wird die EM am Donnerstag mit der Auslosung der ersten Runde sowie einer Versammlung der CEP. Anschließend folgen die Vorrunden im Tir de précision. Die Spieler, die für diesen Wettbewerb nicht nominiert wurden, greifen am Freitag ins Geschehen ein. Um 8.00 Uhr startet die erste von fünf Runden nach dem Schweizer System.

Legende zum nachfolgenden Ablauf der Europameisterschaft:

    Zeremonien & Versammlungen     Tir de Précision     Triplette: Europameisterschaft (EM)     Triplette: Coupe des nations (CDN, "B-EM")

Zeitplan der Pétanque-Weltmeisterschaft 2012 10. Oktober 11. Oktober 12. Oktober 13. Oktober 08.00 1. Runde Schweizer System 5. Runde Schweizer System Viertelfinale (auch CdN) 09.00 10.00 2. Runde Schweizer System Cadrage Halbfinale (auch CdN) 11.00 Präsentation der Nationen (11.30) 12.00 13.00 14.00 3. Runde Schweizer System Beginn der Poule-Runde (bis ca. 19.00) Halbfinale 15.00 Kongress & Auslosung Finaledanach Siegerehrung 16.00 4. Runde Schweizer System Finaledanach Siegerehrung (auch CdN) 17.00 18.00 Vorrunde 19.00 20.00 Galadinner 21.00 Vorrunde (21.30)Repechage Viertelfinale (21.30) 22.00

Teilnehmer

Im September wurde bekannt, dass 36 Nationen an der EM teilnehmen werden. Jedes Team besteht aus vier Spielern. Außerdem stellt jedes Land einen Teilnehmer für den Wettbewerb im Tir de précision.

Teilnehmende Nationen

Die Viertelfinalisten der EM 2011 sind in der ersten Runde des Schweizer Systems gesetzt und können nicht aufeinander treffen.

gesetzt ungesetzt

Teilnehmende Spieler

Der DPV, 5. der EM 2011, nominierte im August Toufik Faci (BC Edingen-Neckarhausen/Baden-Württemberg), Jan Garner (VFPS Osterholz-Scharmbeck/Niedersachsen), Till-Vincent Goetzke (TuRa Braunschweig)/Niedersachsen und Daniel Reichert (PCB Horb/Baden-Württemberg) für die EM.

Garner und Reichert, der auch im Tir de précision an den Start gehen wird, standen schon gemeinsam im EM-Aufgebot 2009, für Goetzke und Faci ist es der erste Einsatz bei einem internationalen Wettbewerb der Herren.

Titelverteidiger Frankreich nominierte mit Dylan Rocher und Kevin Malbec zwei Europameister von 2011, dazu kommen Jean Feltain und Zvonco Radnic.

Die kursiv gedruckten Spieler nehmen am Tireuer-Wettbewerb teil

Land Spieler 1 Spieler 2 Spieler 3 Spieler 4 Michel Constans Philippe Santmann Bruno Santmann Antoine Saez Charles Weibel Michel Vancampenhout Fabrice Uytterhoeven Steven Ielegems Yuliy Takov Lyubomir Milushev Stanimir Chonev Petko manchev Daniel Presutti Lasse Dithmar Morten Per Laursen Jonas Kristensen Toufik Faci Jan Garner Till-Vincent Goetzke Daniel Reichert Kevin Spillet Rowland Jones Greg Davenport Marcus Hickman Veiko Proos Margus Berkmann Kaido Kopel Hardo Sokk Arttu Poikolainen Juha-Pekka Siro Samuli Kankkunen Mikael Paakkanen Jean Feltain Kevin Malbec Dylan Rocher Zvonco Radnic Richard Elvin Jacques di Pizzo Msteslav Cozloukov Pierre di Pizzo Usi Bashari Amit Bashari Eran Siri Meir Siri Alessio Cocciolo Gianni Laigueglia Fabio Dutto Diego Rizzi Toby Northern Ross Payne David Ibitson Matthew Ryan Eriks Vilumovs Kristaps Boze Maris Lacis Tautvydas Alenskas Almantas Burneika Algis Petrauskas Linas Budrikas Serge Cattazzo Claudio Contardi Alain Laterza Didier Kohler Remy Galleau Franck Millo Eric Motte Nicolas Riviere Noel Kempeneer Erik Telkamp Essa Agzoul Mark Wildeboer

Land Spieler 1 Spieler 2 Spieler 3 Spieler 4 Benny Bel-Lafkih Ole Hågensen Roger Johansen Ronny Gudmundsen Sven Thill Christopher Salzmann Stephane Barbery Lionel Bossard Andrzej Sliz Jedrzej Sliz Marek Lach Szymon Kubiesa Hugo Dores Paulo Jacinto Fernando Valério Alexander Borisov Andrey Davydov Gulinin Evgeny Andrey Kolesnikov Alfredo Mazza Secondo Vannucci Primo Beccari Paul Bretenoux Robbie Stronach John Wilson Stephane Maurage Anders Larsson Kenneth Köhalmi Thomas Wiede William Silfverberg Joseph Molinas Olivier Fornerod Didier Senezergues Franck Bandel Marek Sobolič Lukáš Tomka Peter Fratrič Martin Lampert Joze Skrbinek Klemen Podgoršek Gregor Sever Gregor Oprešnik Miguel Darder José Luis Guasch Francisco Berzal Francisco Flores Pavel Valenz Jindrich Kauca Jan Valenz Lukas Valenz Ozcan Duman Mesut Ergisi Ahmet Musa Ahmet Emen Petro Hoys Mykhaylo Tarkaniy Ihor Zaslavskyy Kyrylo Vorotyntsev Zoltán Horváth Gábor Hegedüs-H. Zoltán Fodor Bertalan Fodor Matthew Franks Philip Bradshaw Ian Bailey Jean-Yves Robic Pavel Ivanov Artsion Liubko Arthur Siarheyeu Mikhail Kurlovich

Schweizer System

Mit einem ähnlichen Modus wie bei der WM 2012 wurden allen Teams fünf Spiele zugesichert.

Nach den fünf Runden erreichen die ersten 16 Teams das Achtelfinale, während die restlichen 20 Teams in der Coupe des nations, der „B-EM“ weiterspielen.

Teams, die schon einmal gegeneinander gespielt haben, können in der Vorrunde nicht nochmal aufeinandertreffen.

1. Runde

Deutschland ist als 5. der letzten EM in der ersten Runde gesetzt und kann damit auf keinen anderen Viertelfinalisten aus 2011 treffen.

Die Auslosung am Donnerstagnachmittag ergab, dass Deutschland im ersten Spiel auf Tschechien treffen wird; dieses Spiel gewannen die Deutschen in der Formation Faci, Garner, Goetzke souverän mit 13:1.

Frankreich bekam es mit Estland zu tun, Gastgeber Italien traf auf Irland. Beide Topteams hatten dabei wenig Mühe und kamen ebenfalls zum ersten Sieg.

Zu "Derbys" kam es zwischen Schweden und Norwegen, sowie Österreich und der Schweiz und beide gingen dabei an die Außenseiter. Norwegen schlug Schweden 13:10, Österreich bezwang den vierfachen Weltmeister aus der Schweiz denkbar knapp mit 13:12.

Das "Topspiel" der ersten Runde war wohl die Partie von Vizeeuropameister Monaco gegen den Dritten aus 2009, Dänemark. Auch hier gab es eine Überraschung. Die Dänen gewannen 13:9.

Monaco - Dänemark 9:13 Italien - Irland 13:4 England - Slowenien 13:9 Belgien - Jersey 13:2 Spanien - Russland 13:2 Frankreich - Estland 13:3 Schweden - Norwegen 10:13 Deutschland - Tschechien 13:1 Luxemburg - Lettland 13:4

Österreich - Schweiz 13:12 Ungarn - Türkei 4:13 Litauen - Polen 4:13 Wales - Finnland 10:13 Niederlande - Weißrussland 13:5 Israel - Andorra 8:13 Schottland - Ukraine 13:1 Bulgarien - Portugal 0:13 San Marino - Slowakei 3:13

2. Runde

In der zweiten Runde traf Deutschland (in gleicher Aufstellung wie in Runde 1) auf Schottland und konnte nach einem 1:7-Rückstand mit zwölf Punkten in Folge das Spiel für sich entscheiden.

Ebenso ungeschlagen blieben Frankreich, Belgien und Spanien, die ihre zweiten Spiele souverän gewannen. Italien hatte dagegen mehr Mühe und gewann knapp 13:11 gegen Dänemark.

Österreich traf auf die Niederlande und musste diesmal eine 12:13-Niederlage hinnehmen. Die Schweiz rehabilitierte sich nach der unerwarteten Niederlage und gewann per Fanny gegen Bulgarien, das somit aus zwei Spielen noch keinen einzigen Punkt holen konnte. Auch Monaco fuhr gegen San Marino den ersten Sieg ein.

Israel dagegen verlor auch das zweite Spiel. Gegen Schweden setzte es ein 0:13.

Schottland - Deutschland 7:13 Luxemburg - Finnland 13:4 Portugal - Frankreich 3:13 Norwegen - Polen 8:13 Dänemark - Italien 11:13 Österreich - Niederlande 12:13 Andorra - England 13:4 Türkei - Spanien 1:13 Belgien - Slowakei 13:0

Ungarn - Lettland 13:7 Schweiz - Bulgarien 13:0 Slowenien - Weißrussland 13:0 Tschechien - Litauen 13:2 Estland - Irland 13:8 Jersey - Wales 11:13 Ukraine - Russland 2:13 Monaco - San Marino 13:3 Israel - Schweden 0:13

3. Runde

In der dritten Runde ging es für Deutschland gegen Gastgeber Italien. Gegen den EM-Mitfavoriten war man letztendlich beim 3:13 nahezu chancenlos.

Neben Italien blieben auch Frankreich, Belgien (das erst zwei Punkte in drei Spielen abgegeben hat), Spanien und überraschend auch Andorra ungeschlagen und können dabei bereits für die Poule-Runde planen.

Die Schweiz, Monaco und Schweden konnten nach der Auftaktniederlage ihr zweites Spiel gewinnen und blieben in Schlagdistanz zu den Top-Teams.

Österreich musste sich Portugal geschlagen geben und steht vor den letzten zwei Runden unter Zugzwang. Neuling Jersey kam gegen Weißrussland zum allerersten Sieg bei einer internationalen Meisterschaft. Für die Weißrussen, sowie für Lettland, Bulgarien, San Marino und die Ukraine stand nach der dritten Niederlage das Aus schon fest.

Luxemburg - Andorra 12:13 Deutschland - Italien 3:13 Belgien - Polen 13:0 Frankreich - Niederlande 13:2 Spanien - Finnland 13:7 Tschechien - Schweden 8:13 Slowakei - Wales 13:10 Slowenien - Monaco 5:13 Türkei - Estland 13:3

Dänemark - Russland 13:8 Norwegen - Schweiz 2:13 England - Ungarn 13:4 Österreich - Portugal 4:13 Schottland - Lettland 13:2 San Marino - Litauen 7:13 Ukraine - Israel 2:13 Irland - Bulgarien 13:7 Weißrussland - Jersey 11:13

4. Runde

In Runde vier schlug Deutschland England und geht somit mit einer guten Ausgangslage in die letzte Runde am Samstag.

Ungeschlagen blieben noch Frankreich, Belgien (bereits mit der dritten Fanny im vierten Spiel) und Spanien.

Die Schweiz besiegte Portugal 13:9, Österreich musste sich (erneut 12:13) Slowenien geschlagen geben.

Belgien - Andorra 13:0 Frankreich - Italien 13:0 Spanien - Polen 13:4 Schottland - Türkei 12:13 Schweden - Slowakei 13:4 Portugal - Schweiz 9:13 Deutschland - England 13:5 Monaco - Luxemburg 13:11 Dänemark - Niederlande 13:12