Brauersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Pressig im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).
Geographie Das Dorf liegt östlich der Haßlach in Hanglage und ist von Acker- und Grünland umgeben. Die Kreisstraße KC 17 führt nach Rothenkirchen zur Bundesstraße 85 (0,8 km westlich) bzw. nach Marienroth (1,3 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls nach Rothenkirchen zur B 85 (0,8 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1307 erstmals urkundlich erwähnt.Geschichte und Gemeindeteile auf der Website pressig.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Brauersdorf 15 Anwesen (10 Güter, 1 Dreiviertelgut, 2 halbe Güter, 1 Viertelgut sowie ein Gemeindehirtenhaus). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft hatte das Kastenamt Kronach inne.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 464.
Infolge der Säkularisation kam der Ort 1803 zu Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Brauersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Marienroth zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Brauersdorf. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Teuschnitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenkirchen (1919 in Finanzamt Rothenkirchen umbenannt). 1837 wurde Brauersdorf dem Landgericht Ludwigsstadt zugewiesen. Von 1862 bis 1880 und von 1888 bis 1931 wurde Brauersdorf vom Bezirksamt Teuschnitz verwaltet, von 1880 bis 1888 und ab 1931 vom Bezirksamt Kronach (1939 in Landkreis Kronach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Ludwigsstadt (1879 in das Amtsgericht Ludwigsstadt umgewandelt, das 1956 eine Zweigstelle des Amtsgerichts Kronach wurde). Die Finanzverwaltung übernahm 1929 das Finanzamt Kronach.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 576f. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 2,178 km².
Am 1. Januar 1971 wurde Brauersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rothenkirchen eingemeindet. Am 1. Mai 1978 wurde diese Gemeinde in Pressig eingegliedert.
Baudenkmäler mini|hochkant|Bildstock in Brauersdorf
Zwei Flurkreuze Vier Bildstöcke
Die folgenden Häuser listete Tilmann Breuer in dem Buch Landkreis Kronach von 1964 mit ihren ursprünglichen Hausnummern auch als Kunstdenkmale auf. Sie sind in der Denkmalschutzliste nicht geführt, da sie entweder nicht aufgenommen, abgebrochen oder stark verändert wurden. Haus Nr. 7: Eingeschossiger, ehemaliger Wohnstallbau mit Satteldach, 18. Jahrhundert, Wohnteil verschieferter Blockbau, auf der Hofseite profilierte Balkenköpfe.T. Breuer: Landkreis Kronach, S. 27. Haus Nr. 9: Eingeschossiger Wohnstallbau wohl des 18. Jahrhunderts mit Satteldach, der Wohnteil ist ein verschieferter Blockbau, auf der Hofseite befinden sich profilierte Balkenköpfe. Haus Nr. 14: Eingeschossiger Wohnstallbau mit Satteldach, 18. Jahrhundert, Blockbau mit verschiefertem Wohnteil. Unter dem Giebel ein profiliertes Gesims, auf der Hofseite sind profilierte Balkenköpfe. Die Wohnungstür ebenso wie die Stalltür ist zweiteilig und aufgedoppelt, der Sturz der Wohnungstür ist mit „HPHBH 1817 HKZ GBM“ bezeichnet. Modernes Zwerchhaus.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2018Einwohner 94 104 107 102 93 106 111 101 110 114 120 109 107 101 98 90 96 91 84 102 127 135 117 110 92 73HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 15 15 16 16 17 15 18 20 20 Quelle , abgerufen am 12. September 2018.
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Rothenkirchen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Pressig) Kategorie:Ort im Landkreis Kronach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kronach) Kategorie:Ersterwähnung 1307 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1970