Banal (, altfrz. ban = Bann; ursprüngl. gemeinnützig) bezeichnete im Lehnrecht eine Sache, die der Lehnsherr seinen Vasallen überlässt. Im heutigen Umgangsdeutsch wird der Begriff als Adjektiv überwiegend bildungssprachlich abwertend gebraucht für einen „Ideengehalt, der gedanklich recht unbedeutend, durchschnittlich“ auch im Sinne von trivial ist. Ferner hat er die Bedeutung von „keine Besonderheit, nichts Auffälliges aufweisend; alltäglich, gewöhnlich“.banal, duden.de, abgerufen am 8. Oktober 2013 Abgeleitet vom Adjektiv sind die Substantivierung Banalität und das Verb banalisieren.

Herkunft Das Adjektiv banal für „geistlos, nichtssagend, alltäglich“ wurde Ende des 18. Jahrhunderts ins Deutsche entlehnt. Das gleichbedeutende französische banal ist eine Ableitung des 13. Jahrhunderts von afrz. ban „Bann“, auch „Gerichtsbezirk“ (vgl. Banner), das wiederum eine Entlehnung aus dem altniederfränkischen *ban, dem althochdeutschen ban (vgl. Bann) entspricht. Die Bedeutung in der französischen Sprache geht daher aus von „mit Bann belegt“ und führt über „zur gemeinsamen Nutzung bestimmt“ zu „allgemein, trivial“. Abgeleitet wurden die Bezeichnungen Banalität für „Geistlosigkeit, Abgedroschenheit, banale Äußerung“ in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgrund einer latinisierende Bildung nach französisch banalité, und dem Verb banalisieren „ins Banale ziehen“ Anfang des 20. Jahrhunderts.Banalität, Etymologisches Wörterbuch nach Pfeifer im DWDS, abgerufen am 8. Oktober 2013.

Lehnsrecht Im Lehnsrecht bezeichnete Banal eine Sache, die der Lehnsherr seinem Vasallen zur Benutzung gegen gewisse Gegenleistungen überlassen hat, laut Meyers Großes Konversations-Lexikon 1905: „figürlich etwas, das jedermann zum freien Gebrauch überlassen wird; daher das, was im höchsten Grade gewöhnlich, durch häufige Anwendung alltäglich, abgedroschen und bedeutungslos geworden ist.“Meyers Großes Konversations-Lexikon. Band 2. Leipzig 1905, S. 321. online auf zeno.org, abgerufen am 8. Oktober 2013.

Pierer’s Universal-Lexikon definierte Banāl 1857 folgendermaßen:

Forschungsliteratur

Weblinks

Einzelnachweise

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