mini|St. Simeon mini|Oberpierscheid von Südwesten Oberpierscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Geographie Der Ort liegt auf einer Hochfläche des südlichen Islek in der Südeifel. Zu Oberpierscheid gehören die Ortsteile Philippsweiler, Röllersdorf und Luppertsseifen. Zudem der Weiler Merkeshausen (zu Philippsweiler) sowie die Wohnplätze Dehnseifen, Hausmannsdell und Trampertsdell.

Mit 37 % wird ein im Vergleich zum Umland geringer Anteil des Gemeindegebietes landwirtschaftlich genutzt, 55 % sind von Wald bestanden (Stand 2020).

Nachbargemeinden Angrenzende Gemeinden sind Niederpierscheid und Mauel im Norden, Heilenbach im Osten, Berkoth im Süden sowie Krautscheid im Westen.

Klima Der Jahresniederschlag beträgt 1148 mm.Niederschlagsmittelwerte von Deutschland für den Zeitraum von 1961 bis 1990, Quelle: DWD

Geschichte Das Gebiet von Oberpierscheid war vermutlich schon in der Römerzeit besiedelt, was Grabfunde aus dieser Zeit nahelegen. Man vermutet zudem drei Grabhügel in einem Waldgebiet nördlich des Ortes. In den Jahren um 1950 hatte man hier Auffälligkeiten im Gelände festgestellt. Diese wurden allerdings noch nicht näher untersucht. Der Ort in der heutigen Form ist vermutlich bei den späten mittelalterlichen Rodungsphasen entstanden, worauf die Ortsnamensendung „-scheid“ hinweist. Die erste urkundliche Erwähnung als „Pereschet“ stammt aus dem Jahr 1408.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Eifelort zur Herrschaft Neuerburg im Herzogtum Luxemburg. In der französischen Herrschaft ging er an den Kanton Arzfeld im Département Forêts. In der preußischen Zeit wurde Oberpierscheid zunächst der Bürgermeisterei Ringhuscheid, später der Bürgermeisterei Waxweiler zugeschlagen. Die heutigen Ortsteile Oberpierscheids entstanden alle als Neugründungen im 19. Jahrhundert. Dort wohnten vornehmlich die Arbeiter aus dem Eisenhüttenwerk Merkeshausen.

Am 12. Juni 1994 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Merkeshausen mit 23 Einwohnern eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Oberpierscheid bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 153 1835 406 1871 477 1905 413 1939 476 1950 419 1961 362 Jahr Einwohner 1970 353 1987 334 1997 407 2005 387 2011 355 2017 319

Politik

Bürgermeister Arno Steins wurde am 21. August 2019 Ortsbürgermeister von Oberpierscheid. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 79,14 % für fünf Jahre gewählt worden. Er wurde im Juni 2024 wiedergewählt.

Der Vorgänger von Steins, Peter Bormann, hatte das Amt von 2004 bis 2019 ausgeübt.

Wappen

Das von Christian Credner in Zusammenarbeit mit Oberpierscheider Bürgern entworfene Wappen wurde am 7. April 2008 durch die Kommunalaufsicht des Eifelkreises Bitburg-Prüm genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Schloss Merkeshausen Kapelle St. Simeon, bereits 1408 urkundlich erwähnt

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Oberpierscheid

Wirtschaft und Infrastruktur Oberpierscheid ist heute eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Seit 1979, als noch 37 landwirtschaftliche Betriebe gezählt wurden, ist die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 446 ha auf 431 ha (2010) gesunken, die von 7 Betrieben bewirtschaftet wurden.Statistisches Landesamt:

In etwa 6 km Entfernung liegt die nächste Autobahn-Anschlussstelle Waxweiler/Schönecken an der A 60.

Öffentliche Einrichtungen Zu den öffentlichen Einrichtungen zählen ein Dorfgemeinschaftshaus, ein Sportplatz sowie Kinderspielplätze. Des Weiteren ist die Ortsgemeinde Standort einer Freiwilligen Feuerwehr.

Literatur

Weblinks

Internetpräsenz der Ortsgemeinde Oberpierscheid Ortsgemeinde Oberpierscheid auf den Seiten der Verbandsgemeinde Arzfeld

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm Kategorie:Ersterwähnung 1408