miniatur|hochkant|Wolfgang von Buddenbrock-Hettersdorff|alternativtext=Wolfgang von Buddenbrock-Hettersdorff Wolfgang Freiherr von Buddenbrock-Hettersdorff (* 25. März 1884 in Bischdorf bei Groß-Wartenberg in Schlesien; † 1. April 1964 in Mainz) war deutscher Zoologe und gilt als Begründer der Vergleichenden Physiologie.
Leben Er war ein Angehöriger der Adelsgeschlechter Buddenbrock und Hettersdorf, die 1852 in Charlottenburg durch seine Großeltern vereinigt worden waren.Zur Familie Buddenbrock in Bischdorf. Wolfgang von Buddenbrock-Hettersdorff war der Sohn des Landrats Richard von Buddenbrock-Hettersdorff (1831–1891), einem Bruder des Generalleutnants Mortimer von Buddenbrock-Hettersdorff und des Generalleutnants Hippolyt von Buddenbrock-Hettersdorf, und dessen zweiter Ehefrau Elisabeth von Herder, einer Urenkelin des Dichters Johann Gottfried Herder.Genealogisches Handbuch des Adels. Freiherrliche Häuser B. Band 6 = Band 62 der Gesamtreihe. Starke, Limburg an der Lahn 1976, S. 63 f.
Wolfgang von Buddenbrock-Hettersdorff studierte Zoologie in Jena und wurde an der Heidelberg promoviert. Dort habilitierte er sich und erhielt 1920 eine außerordentliche Professur. Im selben Jahr wechselt er an das Zoologische Institut in Berlin. 1923 wurde er Ordinarius in Kiel und gleichzeitig Direktor des Zoologischen Instituts und Museums der Christian-Albrechts-Universität. 1936 wurde er unter dem Vorwurf, er habe die Staatsführung als „unsauber“ beschimpft, nach Halle/Saale zwangsversetzt. 1942 war Buddenbrock in Wien tätig und 1946 bis zu seiner Emeritierung in Mainz als Professor für vergleichende Physiologie.
Wolfgang von Buddenbrock war seit 1922 verheiratet mit Gertrud Paula von Rohr (* 1900).Rolf Gattermann, Volker Neumann: Geschichte der Zoologie und der zoologischen Sammlung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von 1769 bis 1990 (= Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. 63, 3). Hirzel, Stuttgart 2005, ISBN 3-7776-1391-6, S. 95–101. Mit ihr hatte er sechs Kinder: Wolf-Dietrich (1923–1923), Edelgard (1924–1980), Hellmut (1925–1944), Wilhelm-Dietrich (1927–1945), Felizitas (1928–2023) und Elisabeth (1932–2022).
Ehrungen Im Jahr 1936 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.
Die Leopoldina verlieh ihm im Jahre 1964 die Cothenius-Medaille.
Schriften (Auswahl) Grundriß der vergleichenden Physiologie. 3 Bände. Borntraeger, Berlin 1924–1928; Band 1: Sinnesorgane und Nervensystem. 1924; Band 2: Atmung, Effektoren. 1925; Band 3: Ernährung, innere Sekretion, Exkretion, Blutkreislauf. 1928. Bilder aus der Geschichte der biologischen Grundprobleme. Borntraeger, Berlin 1930, (2., unveränderte Auflage, als: Biologische Grundprobleme und ihre Meister. Naturwissenschaftlicher Verlag, Berlin-Nikolassee 1951). Die Welt der Sinne. Eine gemeinverständliche Einführung in die Sinnesphysiologie (= Verständliche Wissenschaft. 19, ). Springer, Berlin 1932. Vom Farbensinn der Tiere (= Kosmos-Bändchen. 193). Franckh, Stuttgart 1952.
Weblinks
Wolfgang von Buddenbrock-Hettersdorff im Mainzer Professorenkatalog
Einzelnachweise
Kategorie:Zoologe Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) Wolfgang Wolfgang Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1964 Kategorie:Mann