Bolatice (deutsch Bolatitz, älter auch PoletitzLadislav Hosák / Rudolf Šrámek:Místní jména na Moravě a ve Slezsku I.-II. Prag 1970-80.) ist eine Gemeinde im Hultschiner Ländchen in Tschechien. Sie liegt 13 km östlich von Opava, an der ehemaligen Eisenbahn nach Ratibor (die heute nur bis Chuchelná geht), unweit der Landesgrenze zu Polen, und gehört dem Okres Opava an.

Geschichte Die erste überlieferte Nennung von Bolatitz stammt aus einer Urkunde, mit der im Jahre 1250 Papst Innozenz IV. das Dorf dem Kloster Velehrad gab.

Bolatice im Landkreis Ratibor gehörte zum Hultschiner Ländchen und fiel nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 an Preußen. Im Jahre 1920 wurde es gemäß Versailler Vertrag an die Tschechoslowakei abgetreten.

Infolge des Münchner Abkommens wurde der Ort 1938 wieder Teil des Deutschen Reiches und seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er 1945 erneut tschechisch.

Gemeindegliederung Ortsteil ist seit 1893 Borová (deutsch Henneberg, 1921–1949 ), das von den Gebrüdern Eugen und Alois von Henneberg am 3. Juni 1786 gegründet wurde.

Sehenswürdigkeiten Das Schloss im Barockstil mit steinernem Portal wurde in den Jahren 1724–1748 erbaut und dient heutzutage als Rathaus.

Die Kirche des hl. Stanislaus, Patron von Polen, wurde 1703 erbaut, nachdem im Jahre 1682 das Dorf von dem polnischen König Jan Sobieski besucht worden ist.

Söhne und Töchter der Stadt Max von Pohl (1842–1905), Jurist, Landrat des Kreises Ratibor, Regierungspräsident im Regierungsbezirk Oppeln August Scholtis (1901–1969), deutscher Schriftsteller Adolf Theuer (1920–1947), SS-Mitglied im KZ Auschwitz

Weblinks

Website der Gemeinde

Einzelnachweise