Hößgang ist ein Dorf, eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der niederösterreichischen Gemeinde Neustadtl an der Donau. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand: ).

Geschichte mini|hochkant=1.3|Karte von Hösgang (Mitte rechts) aus 1721 Der historische Begriff Hößgang bezeichnet den Weg längs des rechten Donauufers am Strudengau zwischen Ardagger und Ybbs an der Donau, der früher zum Treideln genutzt wurde und von Süden her schwer zugänglich war. Im Ort Hößgang konnte er in Richtung Neustadtl verlassen werden. Diese Stelle war früher durch die Burg Hößgang (oder Mitter-Lueg) gesichert, die erstmals 1449 im Wallseer Urbar aufscheint, aber heute nur mehr als Trümmerfeld vorhanden ist. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Markt mit 25 Häusern genannt, der nach Neustadtl eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Greinburg besaß die Ortsobrigkeit und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Seisenegg ausgeübt, die auch die Konskription besorgte. Im 18. Jahrhundert befand sich hier eine Kalkbrennerei, die das von der Donau transportierten Kalkgeschiebe zu Maurerkalk brannte, und mehrere Holzhändler.Wenzel Carl Wolfgang Blumenbach: Neueste Landeskunde von Oesterreich unter der Ens, Band 2, Verlag Carl Reichard, Güns 1835, S. 326. Mit dem Aufkommen der motorisierten Schifffahrt und der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Westbahn verlor der Hößgang aber an Bedeutung. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Hößgang zwei Gastwirte, ein Müller, ein Schuster und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 296 (PDF).

Durch die Errichtung des Kraftwerkes Ybbs-Persenbeug und besonders in den 1970er-Jahren wurde der Ort, zudem an einem Altarm der Donau und südlich der Insel Wörth gelegen, für Freizeitzwecke wiederentdeckt und in einer Besiedelungswelle neu erschlossen. Der Ort kann heute über eine bei der Donaubrücke Grein abzweigende Straße angefahren werden und von Süden über Neustadtl. Der Abschnitt zwischen Hößgang und Freyenstein hingegen ist nur für Fußgänger und Fahrräder freigegeben.

Literatur Donauradweg Machland – Strudengau, ARGE Donaugemeinden im Machland – Strudengau, Ardagger 2010 (PDF).

Einzelnachweise

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