(3232) Brest ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der von der sowjetischen Astronomin Ljudmila Tschernych am 19. September 1974 am Krim-Observatorium in Nautschnyj (IAU-Code 095) entdeckt wurde.
Unbestätigte Sichtungen des Asteroiden hatte es schon mehrere vorher gegeben: am 5. April 1946 (1946 GE) am Union-Observatorium in Johannesburg, am 5. März 1951 (1951 ER) und 4. November 1964 (1964 VN) am Goethe-Link-Observatorium in Indiana sowie im Oktober 1969 (1969 TS5) am Krim-Observatorium in Nautschnyj.
Der Asteroid gehört zur Eos-Familie,Die Familienzugehörigkeit von (3232) Brest in der Datenbank AstDyS-2 (englisch) einer Gruppe von Asteroiden, welche typischerweise große Halbachsen von 2,95 bis 3,1 AE aufweisen, nach innen begrenzt von der Kirkwoodlücke der 7:3-Resonanz mit Jupiter,David Vokrouhlický, Miroslav Brož, Alessandro Morbidelli, William Frederick Bottke, David Nesvorný, Daniel Lazzaro, Andy Rivkin: Yarkovsky footprints in the Eos family. (englisch, PDF; 26 MB) sowie Bahnneigungen zwischen 8° und 12°. Die Gruppe ist nach dem Asteroiden (221) Eos benannt. Es wird vermutet, dass die Familie vor mehr als einer Milliarde Jahren durch eine Kollision entstanden ist.
(3232) Brest wurde am 11. Juli 1987 nach der belarussischen Stadt Brest benannt.
Weblinks
Discovery Circumstances von (3232) Brest gemäß dem Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union beim Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge, Massachusetts (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Hauptgürtelasteroid unter 50 km Durchmesser