René Marcel Renoux (* 21. November 1904 in Brest; † 16. März 2000 in La Verrière) war ein französischer Filmarchitekt.

Leben und Wirken Renoux kam im Jahre 1919 als Ausstattungsassistent zum Film und arbeitete zunächst für Szenenbildner wie Jean Perrier, Robert-Jules Garnier und Henri Ménessier. 1928 durfte er als Chefarchitekt erstmals eigenständig Filmkulissen gestalten. In den folgenden vier Jahrzehnten war Renoux einer der gefragtesten Filmarchitekten, der jedoch zumeist nur bei gefälliger, nicht allzu anspruchsvoller Unterhaltungsware eingesetzt wurde. Zu seinen wichtigeren Arbeiten gehören die Kulissen zu Fritz Langs Molnár-Adaption Liliom, Abel Gances Sittengemälde Lucrezia Borgia sowie zu den Literaturverfilmungen Topaze von Louis J. Gasnier und Le père Goriot von Robert Vernay.

Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg konnte er mit den Entwürfen zu Jean Delannoys Gide-Verfilmung Und es ward Licht und dem Pestarzt-Drama Monsieur Vincent zwei schöne Aufträge an Land ziehen. Anschließend war er eng mit den Inszenierungen von Sacha Guitry und Henri Decoin verbunden. Delannoy ließ ein Großteil seiner Nachkriegsinszenierungen von René Renoux ausstatten. In besonderer Erinnerung sind aus den 1950er Jahren auch Renoux’ umfangreiche Entwürfe zu den aufwendigen Historien- und Ausstattungsfilmen Der Liebesroman einer Königin, Versailles – Könige und Frauen, Der Glöckner von Notre Dame und Napoleon und einigen Filmen mit Jean Gabin gegen Ende desselben Jahrzehnts.

Filmografie

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 6: N – R. Mary Nolan – Meg Ryan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 485.

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