Der Gebel al-Ain () ist ein Gebirgsplateau im Sudan im Süden der Provinz asch-Schamaliyya an der Grenze zu Nord-Kordofan. Es handelt sich um eine Sandstein-Schichtstufe, die ein langgestrecktes, von Südwest nach Nordost entlang des Unterlaufs des Wadi el-Melek verlaufendes Plateau bildet (im Nordosten Gebel Nagaschusch genannt).

Das Gebiet des Gebel al-Ain ist fruchtbarer als die umliegende Trockensteppe und daher ein beliebtes Weidegebiet der (in dieser Gegend) überwiegend halbnomadischen Kababish. Hauptsächliche Weidetiere sind Schafe und Ziegen.

Entlang des Gebel al-Ain liegen zahlreiche archäologische Stätten, vor allem Friedhöfe der post-meroitischen und mittelalterlichen Epoche. Die bedeutendsten archäologischen Stätten sind eine Klosterruine am Westabhang, die als südwestlichster bislang belegter Außenposten des Reiches von Makuria betrachtet werden kann,Jana Eger: Ein mittelalterliches Kloster am Gebel al-Ain? In: MittSAG 22, 2011, S. 115–120 (PDF) sowie eine Rundhütten-Siedlung mit Wehrmauer beim Brunnen Bir al-Ain an der Südostflanke.Jana Eger, Tim Karberg: Neue Forschungen in Nord-Kordofan. Vorbericht über die Feldkampagnen des InterLINK-Projektes der Jahre 2017 und 2018. In: MittSAG 30, 2019, S. 131–146 (PDF)

Die Region um den Gebel al-Ain wird seit 2018 durch ein archäologisches Survey-Projekt der Universität Münster erforscht.Interregional Linkage Investigations in Northern Kordofan (InterLINK)

Einzelnachweise

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