Feuersang ist ein Ort im Ennspongau im Land Salzburg, wie auch Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde Flachau im Bezirk St. Johann (Pongau).

Geographie Der Ort befindet sich knapp 14 Kilometer östlich von St. Johann, 7½ km südwestlich von Radstadt.

Die Rotte Feuersang liegt im vorderen Flachauer Tal der Radstädter Tauern, talaußerhalb des Orts Flachau, auf um die Höhe. Östlich passiert die Tauernautobahn (A 10) mit Anschlussstelle. Der Ort zieht sich über 2½Kilometer entlang der L230 Flachauer Straße nach Flachau und der Gemeindestraße nach Reitdorf und auch beiderseits der Enns, die hier noch ein kleiner Bergbach ist. Er umfasst etwa 80 Adressen.

Die Ortschaft Feuersang umfasst um die 300 Gebäude mit etwa 850 Einwohnern. Zum Ortschaftsgebiet gehören auch: der Weiler Steiner nördlich oberhalb Reitdorf der Weiler Thurnhof nordöstlich auf der anderen Ennsseite die äußere Talung des Litzlingbachs westwärts zur Wagrainer Höhe hin, mit dem Dorf Mayerdörfl, den Weilern Scharfettgut und Steinbach die Rotten Hundsdörfl und Unterberg taleinwärts gegen, die Rotte Pichler und der Weiler Hof bei, und der Weiler Wexler oberhalb von Flachau Ort sowie die zerstreuten Häuser Grießenkar, das ist das Schigebiet Flachau–Wagrain

Die Katastralgemeinde mit 1385 Hektar entspricht in etwa dem Ortschaftsgebiet, umfasst aber noch Teile der Streulagen Am Feuersang, dem Höhenrücken östlich.Nach den in SAGIS gegebenen Ortschaftsgrenzenwerden einige Häuser bei Flachau Ort (die letzten Häuser talauswärts gegen Hundsdörfl) zur Ortschaft Feuersang gerechnet, und vice versa die Häuser gegen Hof (um die Talstation) zu Flachau.Nach dem Ortsverzeichnis der STAT gehört Am Feuersang (einschließlich der in der ÖK50 geführten Einzellagen Deml, Eder, Pertill, Winterbauer) zur Ortschaft Reitdorf, und die Häuser Trigl, Sattelgut und Wexler zur Ortschaft Feuersang. Nach SAGIS gehören die Häuser der Katastralgemeinde Reitdorf ohne Pertill, aber auch Trigl (KG Feuersang) auch zu dieser Ortschaft, die Häuser der Katastralgemeinde Feuersang (ohne Trigl) einschließlich Sattelgut (Sattelweg 47 und 267), und Pertill zu jener Ortschaft, und das Gehöft Wexler (Sattelweg 45) zur Ortschaft Flachau.Weiters gehört Steiner, von dem nach OVZ nur eine Einzellage zu Reitdorf gehört, nach SAGIS gänzlich dorthin.Abweichungen von Ortschaft und Katastralgemeinde gibt es auch im Nordwesten gegen den Reitecksee und Schoß Höch.

Nachbarorte, ortschaften und -katastralgemeinden

Geschichte Die Flachau gehörte von alters her zur Hofmark Wagrain, zum Pfleggericht Radstadt und zur Pfarre Altenmarkt. Ursprünglich war die Flachau bäuerlich streubesiedelt, der Flurname Feuersang ist 1526 urkundlich () Der Name ist entweder ein Rodungsname, beschreibt tatsächlich einen historischen Waldbrand, oder den Wald für die Brennholzgewinnung der Eisenhütte Flachau, für deren Versorgung die heutigen Ortschaften Flachau und Feuersang als Zeche Flachau zuständig waren.vergl. etwa Vital Jäger: Die Eisenhütte in Flachau und ihr Schürfbereich. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Teil I in Heft 56, S. 183–227 (), Teil II in Heft 57, S. 25–60 (). Bis in die frühe Neuzeit bezeichnet der Name den Feuersangberg (heutiges Am Feuersang), wo auch gegen Palfen im Nachbartal der Feuersang Wald lag. Die Ortschaft hieß eigentlich ursprünglich Lützelmoos ( ‚klein‘).

1719 wurde auf langes Bitten der Zeche hin die Flachauer Kirche unter Erzbischof Franz Anton Graf von Harrach erbaut und 1722 ein Vikariat der Pfarre Altenmarkt eingerichtet – vorher mussten die Flachauer bis nach Altenmarkt in die Messe gehen.Auszug aus der Gemeindechronik: Pfarrkirche Flachau – Errichtung des Vikariates Flachau 1722, auf flachau.salzburg.at Dabei blieb die Feuersang aber zur direkt unterstellt, und es entwickelte sich die Trennung von Flachau und Feuersang. Erst als 1858 Flachau zu Pfarre erhoben wurde, kam Feuersang wieder zu diesem, wo es auch mit der Schaffung der Ortsgemeinden 1848/49 eingemeindet wurde.

Der Ort selber hieß noch Anfang des 19. Jahrhunderts Litzlenns (‚Kleinenns‘) und umfasste die Höfe Mayer, Bayer links und Sieglhube, Schrempf, Goldschmiedhube, Rosner rechts der Enns. Talauswärts lagen Finger, Garnhof und Steg, zum Schloss Höch hin Speher, die Grabenhube und das Schafeigut, am Fuß des Feuersangbergs Gänsbichl und Nestenbichl (die noch heute zu Am Feuersang gehören), und die Höfe Vorder- und Hinterrain südlich zählten schon zu Hundsdörfl.Franziszäischer Kataster 1817–1861 (Layer online bei SAGIS)

Die Ortsentwicklung setzt dann mit dem Bau der Tauernautobahn 1975 ein, als hier die Anschlussstelle für Flachau errichtet wurde.

+Bevölkerung und Gebäudestand Ebst. Sbg.(Hl. röm. Reich) Salzachkr. (Kgr. Bay./Österr. o.d.E.) Krld. Sbg. (Kthm. Österr./Österr.- Ugrn.) Bld. Salzburg (1./2. Rep. Österr.)173017341811 181718291846188018901900191019231934195119611971 198119912001 447 284 395  323 324 299 320 352 317 315 327 344 413 383 498  589 676 836 54 − 51  47 46 46 63 67 67 63 61 64 73 78 115  172 225 305

Infrastruktur Anschlussstelle Flachau (Exit 66) der A10 Tauernautobahn Lifte in das Schigebiet snow space Flachau (in Feuersang, Unterberg) und Sommerrodelbahn

Literatur Rupert Weitgasser: Chronik der Gemeinde Flachau. Die Bauerngemeinde im Strukturwandel vom Eisen- und Hammerwerk zum Fremdenverkehr. 1999.

Weblinks

Einzelnachweise

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