Bruce Greyson (* Oktober 1946) ist ein amerikanischer Psychiater und Neurowissenschaftler. Er ist Professor für Psychiatrie und Direktor Division of Perceptual Studies an der Universität von Virginia und damit direkter Nachfolger von Ian Stevenson. Er ist Gründungsmitglied der International Association for Near-Death Studies (IANDS) und ist bekannt für seine Arbeit auf dem Gebiet der Nahtoderfahrung.Bild der Wissenschaft: Sind Nahtod-Erfahrungen Bilder aus dem Jenseits? "Ein helles Licht am Ende eines langen Tunnels, ein Gefühl von Freude und Hoffnung: Davon erzählten Patienten, die einen Herzstillstand erlitten haben, britischen Forschern. Die Wissenschaftler der Universität Southampton werten diese Berichte als die bislang schlüssigsten Hinweise auf ein Leben nach dem Tod, schreibt die deutsche Ärzte-Zeitung." und "Eines macht der Forscher Bruce Greyson von der Universität Virginia klar: Menschen mit Nahtod-Erlebnissen sind nicht psychisch krank. Die Änderung des Bewusstseins führt nicht zu bleibenden Schäden, berichtete er in der Fachzeitschrift "Lancet" (Bd. 355, S. 460)." abgerufen am 16. März 2014.

Laufbahn Bruce Greyson erwarb 1968 seinen Bachelor (major) Abschluss in Psychologie an der Cornell University und 1973 in Medizin an der State University of New York. Anschließend machte er eine Weiterbildung zum Psychiater an der University of Virginia. Er unterrichtete von 1978 bis 1984 Psychiatrie an der University of Michigan von 1984 bis 1995 und an der University of Connecticut, bevor er 1995 an die University of Virginia zurückkehrte.

Arbeit Bruce Greyson arbeitet und publiziert seit 1978 auf dem Fachbereich der Nahtoderfahrung. Aufgrund seiner populären und vielfältigen Veröffentlichungen ist Greyson einer der bekanntesten Forscher auf diesem Gebiet. Greyson, zusammen mit Kenneth Ring, Michael Sabom, und anderen, bauen auf die Forschungsarbeiten von Raymond Moody, Russell Noyes Jr und Elisabeth Kübler-Ross auf. Greyson schrieb den Artikel über Nahtoderfahrungen für Encyclopædia Britannica und war Chef-Editor des Journal of Near-Death Studies (früher Anabiosis) zwischen 1982 und 2007. Greyson wurde vielfach von der Presse zum Thema Nahtod-Experimente interviewt.

Sein 1983 entwickelter Greyson-Fragenkataloghorizonresearch.org: Greyson, Bruce (1983). The near-death experience scale: Construction, reliability, and validity. Journal of Nervous and Mental Disease, Jun;171(6):369-75. zur Qualifizierung einer Nahtoderfahrung (Greyson’s NDE scale) wurde vielfach genutzt und bis zum Jahre 2010 mehr als 95 mal wissenschaftlich zitiert.Google Scholar, Citations of Greyson (1983). Accessed February 23, 2010.

2021 fasste Greyson seine über vierzigjährige Forschung in dem Buch After (deutsch: Nahtod. Grenzerfahrungen zwischen den Welten) für ein breites Publikum zusammen. Darin legt er dar, dass Nahtoderfahrungen ein wissenschaftlich ernst zu nehmendes Phänomen seien und Fragen zum Verhältnis von Bewusstsein und Gehirn aufwürfen.Bruce Greyson: After. A Doctor Explores What Near-Death Experiences Reveal About Life and Beyond. St. Martin's Essentials, New York 2021, ISBN 978-1-250-26303-2.

Ausgewählte Publikationen Greyson ist Co-Autor von Irreducible Mind: Toward a Psychology for the 21st Century (Rowman and Littlefield, 2007)rowmanlittlefield.com: und Co-Autor von The Handbook of Near-Death Experiences: Thirty Years of Investigation (Praeger, 2009).healthsystem.virginia.edu:

Er hat viele wissenschaftliche Arbeiten in wissenschaftlichen Zeitschriften zum Thema Nahtoderfahrungen veröffentlicht, u. a.:

After. A Doctor Explores What Near-Death Experiences Reveal About Life and Beyond. St. Martin's Essentials, New York 2021, ISBN 978-1-250-26303-2 (deutsch: Nahtod. Grenzerfahrungen zwischen den Welten. Übersetzt von Juliane Molitor. Ansata, München 2021, ISBN 978-3-7787-7560-8).

Anmerkungen und Einzelnachweise

Kategorie:Thanatologe Kategorie:Hochschullehrer (University of Virginia) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Mann