Der Burgstall Schaunberger ist eine abgegangene Höhenburg in der Gemeinde Aschach an der Donau in Österreich. Er befindet sich direkt an dem Altweg, der vom Gasthaus Kaiser nach Gschwendt führt.
Geschichte Die Burg wurde zwischen 1380 und 1386 errichtet. Sie lag auf einem vorspringenden Hangsporn mit dem Kernwerk an der Spitze, einem Hauptgraben mit einem Wall und einem vorgelegten kleineren Graben und Vorwall, die sich von Hangseite zu Hangseite hin zogen.
Eine Burg als nicht gemauerte Anlage fiel nicht unter die landesfürstliche Genehmigungspflicht für die Errichtung von Burgen, dennoch war klar, dass durch so eine Wehranlage zusammen mit der gegenüberliegenden Burg Neuhaus der Verkehr auf der Donau kontrolliert werden konnte, was dem Landesfürsten nicht gefallen konnte. Dies führte zur sog. zweiten Schaunberger Fehde, bei der die Schaunberger aber letztendlich unterlagen und den Landesherrn anerkennen mussten. Mit einem Vertrag vom 4. September 1386 gesteht Heinrich von Schaunberg dem Landesherrn Herzog Albrecht von Österreich zu, den Burgstall nicht weiter zu bauen.
Ob der Vertrag eingehalten wurde, ist allerdings nicht bezeugt.Grabherr, 1961, S. 159 f.
Burgstall Schaunberg heute Die Substruktion und Gräben des Burgstalles sind noch erkennbar. Vorhanden sind zwei aus dem Felsen geschlagene Halsgräben, wobei der äußere bei einer Wegverbreiterung teilweise beeinträchtigt wurde. In der Sohle des inneren Grabens befindet sich eine eigenartige Erhebung, möglicherweise ein selten bezeugter Stolperwall. Für das vor allem aus historischer Sicht bedeutende Objekt besteht zurzeit kein Denkmalschutz.Steingruber, 2013, S. 47.
Literatur Norbert Grabherr: Der Burgstall (Das Purchstal). In: Oberösterreichische Heimatblätter. 15. Jahrgang, Heft 2/3, Linz 1961, S. 157–162 ().
Einzelnachweise
Schaunberg Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Oberösterreich Kategorie:Aschach an der Donau Kategorie:Bauwerk im Bezirk Eferding Schaunberg Schaunberg Schaunberg