Capraria ist eine Pflanzengattung innerhalb der Pflanzenfamilie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Die nur sieben Arten sind in der Neotropis von den USA bis Peru verbreitet.

mini|Capraria biflora Beschreibung Vegetative Merkmale Capraria-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen oder kleine Sträucher. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind länger als breit mit gezähntem Blattrand.

Generative Merkmale Die gestielten Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf fast gleichen Kelchblätter sind schmal. Die fünf weißen Kronblätter sind glockenförmig verwachsen und enden in fünf flachen Kronlappen. Es sind meist vier Staubblätter vorhanden.

Die lokuliziden Kapselfrüchte sind kurz. Die Samen besitzen eine netzartige Oberfläche.

Systematik Die Gattung Capraria wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 628 aufgestellt. Typusart ist Capraria biflora L.

Die Gattung Capraria gehört zur Familie der Scrophulariaceae. Früher wurde sie den Familien Plantaginaceae, Gratiolaceae oder Veronicaceae zugeordnet.

Es gibt nur sieben Capraria-Arten: Capraria biflora : Sie ist von Florida sowie Mexiko, auf Karibischen Inseln, über Zentral- bis Südamerika weitverbreitet. Sie ist in Ghana, auf Mauritius und auf den Kapverden ein Neophyt. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = etwa 28 oder etwa 60. Capraria frutescens (Syn.: Capraria saxifragifolia ): Die Chromosomenzahl beträgt 2n = etwa 28. Sie kommt in Mexiko und Honduras vor. Capraria integerrima : Sie kommt in Französisch-Guayana vor. Capraria integrifolia : Sie kommt im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca vor. Capraria mexicana : Sie kommt von Texas über Mexiko bis Belize vor. Capraria peruviana : Sie kommt in Peru und Ecuador vor. Capraria saxifragifolia : Sie kommt in Mexiko vor.

Nicht mehr zu dieser Gattung gehört: Capraria integrifolia ist ein Synonym von Nama jamaicense innerhalb der Boraginaceae.

Nutzung Capraria biflora wird vielseitig in der Volksmedizin eingesetzt.

Man verwendet Capraria biflora zur Rekultivierung gestörter Flächen.

Einzelnachweise Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. John K. Francis, U.S. Department of Agriculture, Forest Service, International Institute of Tropical Forestry, Jardín Botánico Sur, in cooperation with the University of Puerto Rico, Río Piedras: USDA-Datenblatt Capraria biflora Volltext-PDF. Rodrigo Duno de Stefano, Germán Carnevali Fernández-Concha, Ivón M. Ramírez Morillo, José Luis Tapia, Silvia Hernández-Aguilar, Lilia Lorena Can-Itza, Filogonio May Pat: Notes on the flora of the Yucatan Peninsula VI: Capraria mexicana Moric. ex Benth. (Scrophulariaceae s.s.), new record and some comments about the genus in the region, In: Boletín de la Sociedad Botánica de México, Volume 79, 2006, S. 61–66. Online. Nathaniel Lord Britton, Charles Frederick Millspaugh: The Bahama flora, 1920, S. 390–391: eingescannt bei biodiversitylibrary.org. Datenblatt Capraria bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.

Weblinks

Kategorie:Wegerichgewächse Kategorie:Plantaginaceae