Brigadnoje (, ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad, der aus drei ursprünglich eigenständigen Orten zusammengesetzt wurde. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Polessk im Rajon Polessk.

Geographische Lage Brigadnoje liegt vier Kilometer westlich der Rajonsstadt Polessk (Labiau) an der Regionalstraße 27A-024 (ex A190) unweit der Einmündung der Regionalstraße 27A-028 (ex R512). Die nächste Bahnstation ist der Stadtbahnhof Polessk an der Bahnstrecke Kaliningrad–Sowetsk (Königsberg–Tilsit). Bis 1945 war es die Bahnstation in Kuth (heute Teil von Turgenewo).

Geschichte Der als Tote im Jahre 1371 ersterwähnte Ort Theut bestand vor 1945 aus mehreren großen Höfen.D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Theut Das zwei Kilometer südöstlich des Ortes Theut gelegene kleine Gutsdorf Christoplacken fand nach 1540 Erwähnung.D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Christoplacken Die Ortstelle des kleinen Gutsdorf Zanderlacken liegt zwei Kilometer südwestlich von Theut an der heutigen Regionalstraße 27A-036. Es bestand vor 1945 im Wesentlichen aus zwei großen Höfen.D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Zanderlacken

Im Jahre 1874 wurde die Landgemeinde Theut und der Gutsbezirk Zanderlacken in den neu errichteten Amtsbezirk Legitten (heute russisch: Turgenewo) im Kreis Labiau eingegliedert,Rolf Jehke, Amtsbezirk Legitten während der Gutsbezirk Christoplacken in den Amtsbezirk Pareyken (heute russisch: Seljonoje), gleichfalls im Rajon Labiau, gelangte.Rolf Jehke, Amtsbezirk Pareyken/Schakaulack Am 30. September 1928 wurden die Gutsbezirke Zanderlacken und Christoplacken in die Landgemeinde Theut eingegliedert.

Im Jahre 1945 kam die Landgemeinde Theut in Kriegsfolge mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1950 erhielt Theut den russischen Namen Brigadnoje, während Christoplacken und Zanderlacken unter dem russischen Namen Swerewo zusammengefasst wurden, wobei Brigadnoje und Swerewo dem Dorfsowjet Mordowski selski Sowet, dem späteren Tjuleninski selski Sowet, im Rajon Polessk zugeordnet wurden.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Vor 1975 wurde Swerewo (wieder) an Brigadnoje angeschlossen.Gemäß der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf http://www.soldat.ru/ (rar-Datei) Von 2008 bis 2016 gehörte Brigadnoje zur Landgemeinde Turgenewskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Polessk.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten Bemerkungen 1910 190 Theut: 114, Christoplacken: 23, Zanderlacken: 53 1933 212 1939 213 2002 77 2010 84

Kirche Die drei Orte Theut, Christoplacken und Zanderlacken waren vor 1945 mit ihrer fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung in das Kirchspiel der Kirche Legitten (in Groß Legitten, heute Turgenewo) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Labiau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Der Bezug von Brigadnoje zur Kirche Turgenewo ist geblieben. Sie ist heute Filialkirche der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) innerhalb der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks Brigadnoje bei bankgorodov.ru Brigadnoje bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Polessk