miniatur|Anna Charlotte von Lothringen
Anna Charlotte, Prinzessin von Lothringen (* 17. Mai 1714; † 7. November 1773 in Mons) war Äbtissin von Remiremont und Sainte-Waudru in Mons sowie Koadjutrix im Stift Essen und im Reichsstift Thorn (Limburg).
Biografie Anna Charlotte wurde als Tochter von Élisabeth Charlotte de Bourbon-Orléans und Leopold von Lothringen geboren. Sie gehörte zu den vier Kindern, die das Erwachsenenalter erreichten. Im Gegensatz zu ihrer drei Jahre älteren Schwester blieb sie unverheiratet.
1723 wollte ihr Vater sie mit König Ludwig XV. vermählen, der noch immer auf Brautsuche war. Jedoch stand als zukünftige französische Königin auch die polnische Prinzessin Maria Leszczyńska zur Wahl. Die französische Prinzessin Henriette Louise von Bourbon entschied zugunsten der Polin als Braut für den König. Die Eltern Anna Charlottes waren darüber sehr verärgert, weil sie meinten, dass eine Französin Königin werden sollte. 1726 kam der junge Louis I. de Bourbon, duc d’Orléans als Bräutigam infrage,Georg Schreiber, Schloss Schönbrunn: Seine Bewohner und Besucher, Ueberreuter Carl, 2001, ISBN 3-8000-3795-5 die Hochzeitspläne wurden jedoch aus unbekannten Gründen aufgegeben.
Am 10. Mai 1738 wurde Anna Charlotte Äbtissin der Abtei Remiremont. Johann Sporschil, Geschichte des Entstehens, des Wachsthums und der Grösse der Österreichischen Monarchie, Band 6, 1845, S. 139, Fußnote Dieser Titel wurde nur Frauen besonders hohen Adels zuerkannt, dies soll sie mit besonderem Stolz erfüllt haben.
Nach dem Tod ihrer Mutter 1744 ging sie zu ihrem Bruder Franz Stephan von Lothringen nach Wien, der von 1745 bis zu seinem Tod 1765 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. In Wien bewohnte Anna Charlotte eine Wohnung im Schloss Schönbrunn.
Am 7. November starb sie im Alter von 59 Jahren in Mons im heutigen Belgien.
Ahnentafel
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Äbtissin Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Vaudémont Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1714 Kategorie:Gestorben 1773 Kategorie:Frau