Mugena ist eine Ortschaft und eine ehemalige politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. 2005 fusionierte Mugena mit Arosio, Breno, Fescoggia und Vezio zur Gemeinde Alto Malcantone.

Geographie mini|Mugena mini|Gemeindestand vor der Fusion am 13. März 2005 Das Dorf liegt auf 818 m ü. M. im Val Magliasina im oberen Malcantone.

Geschichte Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1214 als Megiadina. 1270 wurde es als Migena bezeichnet.

Ein zufälliger Streufund führte zur Entdeckung einer römischen Brandbestattung. Im Mittelalter besass das Domkapitel Como Güter in Mugena sowie Zehnt- und Alprechte über die halbe Alp Nisciora. Einige Urkunden erwähnen ein castrum, wahrscheinlich ein Proviantlager, doch seine Bestimmung bleibt umstritten. Im 13. Jahrhundert gehörte Mugena zur „Valle d'Arosio“ (oberes Magliasinatal), einer Wirtschafts- und Verwaltungseinheit, die Arosio, Breno, Cademario, Mugena, Tortoglio und Vezio umfasste.

Die Pfarrkirche Sant’Agata ist seit 1361 bezeugt. Sie wurde 1636 – als Mugena nach der Lösung von Breno zur Vizepfarrei erhoben wurde – restauriert und Ende des 17. Jahrhunderts vollständig neu erbaut. In ihrem Innern befinden sich wertvolle Stuckarbeiten aus dem 18. Jahrhundert.

Das Dorf hat sein ländliches Aussehen bewahrt. Waren früher Ackerbau und Weidewirtschaft auf den Alpen von S. Maria und Cervello die Haupteinkommensquelle, so arbeiteten zu Beginn des 21. Jahrhunderts die meisten Einwohner im Tal und in Lugano.

Mugena fusionierte am 13. März 2005 mit den damaligen Gemeinden Arosio, Breno, Fescoggia und Vezio zur neuen Gemeinde Alto Malcantone. Mugena bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.Patriziato di Mugena, Eigentümer. In: m4.ti.ch/fileadmin/DI/DI_DI/SEL/Patriziati. Abgerufen am 27. Juli 2024 (italienisch; mit Mappe).Patriziato di Mugena (mit Foto) auf patriziatidelmalcantone.ch

Bevölkerung

Verkehr mini|Kirche Sant’Agata Das Dorf liegt an der Strasse Agno–Mugena. Im öffentlichen Verkehr wird Breno von der Postauto­linie 62.423 Magliaso–Novaggio–Breno–Arosio–Lamone erschlossen.Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2025. In: öv-info.ch

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Sant’AgataSimona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 386. Wohnhaus mit Malereien von Giovanni Pellegrinelli

Bildung Fondazione PortugalliFondazione Portugalli auf easymonitoring.ch (abgerufen am: 22. Juni 2016.)

Persönlichkeiten

Literatur Virgilio Chiesa: Mugena. In: Lineamenti storici del Malcantone. Tipografia Gaggini-Bizzozero, Lugano 1961.

Laura Facchin: I Portugalli di Mugena a Livorno. In: Arte&Storia. Edizioni Ticino Management, 14. Jahrgang, Nummer 62, Lugano August 2014, S. 302–315. Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 386. Giovanni Maria Staffieri: Mugena. In: Malcantone. Testimonianze culturali nei comuni malcantonesi. Lugano-Agno 1985, S. 73, 74–75. Celestino Trezzini: Mugena. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 5: Maillard – Saint Didier. Attinger, Neuenburg 1929, S. 205 (Digitalisat).

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde Alto Malcantone Amt für Statistik des Kantons Tessin: Alto Malcantone (italienisch) Alto Malcantone-Mugena: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin Pfarrkirche Sant’Agata auf www.flickr.com 26. Novembre 1214 Verkauf, Carta vendicionis in Lugano (italienisch) auf ti.ch/archivio-pergamene (abgerufen am 22. Januar 2017) 12. Februar 1331 Verkauf, Carta vendicionis (italienisch) auf ti.ch/archivio-pergamene (abgerufen am 26. Januar 2018).

Einzelnachweise

Kategorie:Alto Malcantone Kategorie:Ort im Kanton Tessin Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Alto Malcantone Kategorie:Ersterwähnung 1214 Kategorie:Gemeindeauflösung 2005