Horst Isenberg (* 1937) ist ein deutscher Textlinguist und Hispanist. Er hatte seine Hauptschaffensphase in den 1970er-Jahren in der DDR. Neben der Textlinguistik im Allgemeinen hat er sich insbesondere mit der spanischen Sprache beschäftigt.

Als Vertreter der Textlinguistik an der Akademie der Wissenschaften der DDR erreichte er Anerkennung als Theoretiker und erlangte wie auch Erhard Agricola, Wolfgang Motsch und Dieter Viehweger eine größere Bekanntheit als seine Fachkollegen an der Pädagogischen Hochschule Dresden, an der sich in den 1960er-Jahren eine Fachgruppe etabliert hatte. Isenberg entwickelte Bewertungskriterien für eine Texttypologie, die für sämtliche Texte der deutschen Sprache gültig sein sollte. Seine Typologie hatte nicht unerheblichen Einfluss auf nachfolgende Forschungen unter anderem von Elisabeth Gülich und Barbara Sandig.

Schriften Das direkte Objekt im Spanischen. Akademie-Verlag, Berlin 1968 Überlegungen zur Texttheorie. In: Werner Kallmeyer u. a. (Hrsg.): Lektürekolleg zur Textlinguistik. Bd. 2, 1974, S. 193–212. Texttheorie und Gegenstand der Grammatik. Akademie der Wissenschaften der DDR, Zentralinstitut für Sprachwissenschaft, Berlin 1974 Einige Grundbegriffe für eine linguistische Texttheorie. In: František Daneš, Dieter Viehweger (Hrsg.): Probleme der Textgrammatik (= studia grammatica; XI). 1976, S. 47–145. „Text“ versus „Satz“. In: František Daneš, Dieter Viehweger (Hrsg.): Probleme der Textgrammatik II (= studia grammatica; XVIII). 1977, S. 119–145

Weblinks Publikationen unter dem Namen „Horst Isenberg“ im Katalog der Uni Leipzig

Einzelnachweise

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