mini|Ehemalige Kirche von Südosten mini|Ehemalige Kirche von Südwesten St. Oliver war die katholische Kirche in Rhüden, einem Ortsteil von Seesen im Landkreis Goslar in Niedersachsen. Die nach dem heiligen Oliver Plunkett benannte Kirche gehörte zur Pfarrgemeinde St. Michael mit Sitz in Bilderlahe, im Dekanat Alfeld-Detfurth des Bistums Hildesheim.

Geschichte Bereits 1852 erfolgte in Groß Rhüden, das bis dahin zum Amt Bilderlahe gehörte, die Errichtung einer katholischen Kapelle.Maria Kapp: St. Michael in (Seesen-) Bilderlahe. In: Die Diözese Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart. Jahrbuch des Vereins für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim, 70. Jahrgang, Hildesheim 2002, , S. 289.

1976 erfolgten in Klein Rhüden die Grundsteinlegung und der Bau der St.-Oliver-Kirche. Zuvor fand katholischer Gottesdienst in Rhüden in der evangelischen St.-Martini-Kirche statt.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Katholischer Gottesdienst in der Diözese Hildesheim. Hildesheim 1966, S. 43.

Am 28. April 2007 erfolgte die Profanierung durch Bischof Norbert Trelle. 2008 wurde sie verkauft, heute wird das Gebäude vom Musikverein Rhüden von 1901 e. V. als Vereinsheim genutzt. Die nächstliegenden katholischen Kirchen befinden sich heute jeweils rund acht Kilometer entfernt in Bilderlahe, Bockenem und Seesen.

Lage und Architektur Die St.-Oliver-Kirche stand in Klein Rhüden auf dem Grundstück Maschstraße 17.

Die Kirche wurde als Beton-Fertigteilkirche mit freistehendem Turm und integrierten Gemeinderäumen erbaut und befand sich in rund 132 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Das Turmkreuz und die Glocke wurden nach der Profanierung entfernt, sonst blieb das äußere Erscheinungsbild der Kirche seit der Profanierung weitgehend unverändert. Ihr Kreuzweg kam in die Kirche Maria Königin in Seesen.Faltblatt: Maria Königin, Seesen. Katholische Pfarrgemeinde Maria Königin (Hrsg.).

Von diesem Kirchentyp wurden im Bistum Hildesheim eine Reihe weiterer Kirchen erbaut, so 1969 in Altenwalde und Sudmerberg, 1970 in Dungelbeck, Meckelfeld und Poggenhagen, 1971 in Afferde, Hohegeiß, Luthe, Meine, Schwanewede und Winsen (Aller), 1972 in Gifhorn, Ronnenberg, Stederdorf und Wittingen, 1974 in Vorwerk, und 1975 in Dransfeld, Münchehof und Rodenberg.

Siehe auch Liste der profanierten Kirchen im Bistum Hildesheim

Literatur Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Hildesheim 1987, ISBN 3-87065-418-X, S. 120.

Weblinks Geplante Profanierung auf Internetpräsenz des Bistums Hildesheim Erfolgte Profanierung auf Internetpräsenz des Bistums Hildesheim

Einzelnachweise

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