Jack Winter, gelegentlich auch als Jacques Winter geführt, (* 26. Dezember 1881 als Michael Jacob Winter in Düsseldorf; † 1. Februar 1940 in Berlin) war ein deutscher Filmarchitekt vor allem während der Stummfilmzeit.
Leben und Wirken Jacob Winter war ein Sohn des Glasmalers Heinrich Winter und dessen Ehefrau Maria, geb. Oellers. Unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg ist er als Spezialist für Trickaufnahmen bei der Eiko-Film-Wochenschau des Produzenten Franz Vogel nachweisbar, während des Krieges war er in nicht näher definierter Funktion an dem Kurzfilm Rentier Knüppeldick (1916) beteiligt. Gegen Ende des Krieges stieg Winter zum Chefarchitekten auf. Im letzten Kriegsjahr 1918, als er in Diensten von Oskar Messter stand, gestaltete er in dieser Funktion unter dem Signum Jack Winter die Bauten für mehrere Filme mit Henny Porten.
Später arbeitete Winter auch für andere Berliner Produktionsfirmen und stattete Inszenierungen von Regisseuren wie Rudolf Biebrach, E. A. Dupont, Felix Basch sowie den Dänen Viggo Larsen, Robert Dinesen und Holger-Madsen aus. Bereits nach nur fünf Jahren beendete Jack Winter seine intensive filmische Tätigkeit und wandte sich offensichtlich wieder anderen Arbeitsfeldern zu. Erst in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre kehrte er für einige minder wichtige Kinoproduktionen zur Filmarchitektur zurück. Er starb 1940 in einer Privatklinik in Berlin-Schöneberg.Landesarchiv Berlin, Sterberegister Standesamt Schöneberg von Berlin, Nr. 522/1940 (online auf Ancestry, kostenpflichtig).
Von 1908 bis zu seinem Tod war Winter mit Frieda, geb. Schmidt, verheiratet.Staatsarchiv Hamburg, Heiratsregister Standesamt Hamburg XXI a, Nr. 241/1908 (online auf Ancestry, kostenpflichtig).
Filmografie 1918: Rotterdam-Amsterdam 1918: Das Geschlecht derer von Ringwall 1918: Die Heimkehr des Odysseus 1918: Die Sieger 1918: Die blaue Laterne 1919: Die beiden Gatten der Frau Ruth 1919: Die lebende Tote 1919: Das Werkzeug des Cosimo 1919: Ubo Thomsens Heimkehr 1919: De Profundis 1920: Monica Vogelsang 1920: Der rote Henker 1920: Hundemamachen 1920: Kohlhiesels Töchter 1920: Die letzten Kolczaks 1920: Brigantenliebe 1920: Die Tarantel 1920: Das Martyrium 1920: Der galante König – August der Starke 1920: Die geschlossene Kette 1920: Gentlemen-Gauner 1921: Der Mord ohne Täter 1921: Die Geschwister Barelli 1921: Ein Erpressertrick 1921: Die Geliebte Roswolskys 1922: Kinder der Zeit 1922: Macht der Versuchung 1922: Das Feuerschiff 1922: Tabea, stehe auf! 1922: Gespenster 1923: Tatjana 1923: Zaida, die Tragödie eines Modells 1936: Der Streithammel (Kurzfilm) 1938: Sehnsucht nach Afrika 1940: Tip auf Amalia
Weblinks
Jacob „Jack“ Winter in den Akten der Reichsfilmkammer
Einzelnachweise
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