mini|Luftbild des Antennenfeldes der Heinrich-Hertz-Kaserne in Daun Die Heinrich-Hertz-Kaserne ist eine Kaserne des Heeres der Bundeswehr in Daun in Rheinland-Pfalz. Die Kaserne befindet sich nördlich von Daun und westlich der Bundesautobahn 1 nahe dem Kreuzungsbereich der Bundesstraßen 421 und 257.

Nördlich der Kaserne befindet sich ein Standortübungsplatz. Für die Schießausbildung nutzen die Soldaten der Kaserne die Standortschießanlage in Gees (Gerolstein) oder in Ulmen.

Geschichte Nach Beseitigung der Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg wurde ohne Erfolg versucht, Industrie in Daun anzusiedeln. Bereits 1954 gab es erste Überlegungen, sich um eine Garnison zu bemühen. Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz wurde gebeten, die Stadt zu unterstützen. Man bot eine geeignet erscheinende Fläche für einen Truppenübungsplatz und eine Standortschießanlage an. Im Juli 1956 wurde die Örtlichkeit besichtigt und schon im Folgejahr erhielt Daun die Bestätigung des Bundesministeriums der Verteidigung, dass eine Stationierung geplant sei. Da das Gelände für schwere Panzer eher ungeeignet erschien und zudem der Stadtrat einen Ausbau des Fremdenverkehrs anstrebte, wurde versucht, einer Stationierung der Artillerie entgegenzuwirken.Die Dauner Kaserne wird 45 Jahre alt. jahrbuch-vulkaneifel.de, abgerufen am 21. November 2013.

Baubeginn für die Kaserne war im Dezember 1961 und das Richtfest wurde 1963 abgehalten. Am 27. Oktober 1965 wurde die Kasernenanlage der Truppe offiziell übergeben, die letzten Gebäude aber erst 1966 fertiggestellt.Bundeswehr ist seit 45 Jahren in Daun auf volksfreund.de, abgerufen am 21. November 2013. Die Kaserne in Daun wurde am 27. Oktober 1965 mit einem feierlichen Appell offiziell übergeben. 1968 wurden erstmals EloKa-Beamte eingesetzt. Seit 1971 gibt es Wachhunde. 1985 erfolgte die Benennung der Truppenunterkunft in Heinrich-Hertz-Kaserne.

Der Standort hatte einen positiven Effekt auf die örtliche Infrastruktur in Daun. So wurden zusätzliche Mittel und Zuschüsse bewilligt, die beispielsweise in den Ausbau der Wasserversorgung und den Neubau einer Kirche und eines Gymnasiums flossen. Am Ende der 1980er Jahre wurde eine neue zentrale Funkabhörstation in Daun errichtet. Mit dem Ende des Kalten Krieges war der Bundeswehrstandort in den frühen 1990er Jahren gefährdet. Bürgermeister und Bürger von Daun setzten sich mit einer Unterschriftenaktion für den Verbleib der Bundeswehr ein.Der Ehrenoberst und die Standortsicherung auf volksfreund.de, abgerufen am 21. November 2013. 2013 wurden 200 weitere Soldaten in Daun stationiert, vorher lag die Zahl bei insgesamt 750. auf wochenspiegellive.de, abgerufen am 21. November 2013.

Namensgebung Zunächst hatte die Kaserne keinen Namen, sondern wurde als „Truppenunterkunft Daun“ bezeichnet. Erst nach den 1980er Jahren wurde sie nach dem Physiker Heinrich Hertz benannt, der die Existenz von elektromagnetischen Wellen nachgewiesen hatte. Diese Wellen sind die Grundlage für die Nachrichtenübermittlung per Funk.

Dienststellen Etwa 1360 Dienstposten befinden sich in der Kaserne. Im Einzelnen sind und waren folgende militärische und zivile Dienststellen in der Kaserne stationiert: Dienststelle ehemals Abkürzung von/seit bis OrgBereich Kommando Aufklärung und Wirkung KdoAufklWirk CIR Auswertezentrale Elektronische Kampfführung AuswZentrEloKa CIR Fernmeldebereich 93 FmBer 93 Stab/Stabskompanie Fernmelde- undElektronische Aufklärungsbrigade 94 St/StKp Fm/EloAufklBrig 94 Fernmeldestab 94 FmStab 94 Fernmeldestab 60 FmStab 60 Bataillon Elektronische Kampfführung 931 EloKaBtl 931 CIR Fernmeldeaufklärungsabschnitt 931 FmAufklAbschn 931 Fernmeldeaufklärungsregiment 940 FmAufklRgt 940 Fernmeldebataillon 940 FmBtl 940 Fernmeldebataillon 51 FmBtl 51 Fernmeldeaufklärungszentrale Süd Teile EloKaBtl 931 FmAufklZentr SÜD CIR Bundeswehr-DienstleistungszentrumMayen – Standortservice Daun BwDLZ Mayen – StoS Daun IUD Sanitätsversorgungszentrum Daun SanVersZ Daun ZSan Evangelisches Militärpfarramt Daun EMilPfA Daun Militärseelsorge Unterstützungspersonal Standortältester Daun UstgPers StOÄ Daun Servicestation der Bw Bekleidungsmanagement Ehemals stationierte Dienststellen (ohne aktive Nachfolger): Fahrschulgruppe Daun FahrSGrp Daun Feldjägerbataillon 900 (teilaktiv) FJgBtl 900 (ta) Feldjägerkompanie 900 FJgKp 900 Feldjägerkompanie 700 FJgKp 700 Fernmeldeausbildungskompanie 425 FmAusbKp 425 Fernmeldeausbildungskompanie 941 FmAusbKp 941 Fernmeldeausbildungskompanie 942 FmAusbKp 942 Fernmeldeführungskommando Heer (Geräteeinheit) FmFüKdoH (GerEinh) Fernmeldezentrum 904 (Geräteeinheit) FmZ 904 (GerEinh) Kasernenfeldwebel mit Standortaufgaben Daun KasFw StOAufg Daun Sanitätsstaffel Daun SanStff Daun Sanitätszentrum Cochem Teileinheiten Daun SanZ Cochem TE Daun Sicherungsbataillon 901 (Geräteeinheit) SichBtl 901 (GerEinh) Standortfeldwebel Daun StOFw Daun Standortfernmeldeanlage 421/402 StOFmAnl 421/402 Truppenarzt Daun TrArzt Daun Zahnarztgruppe 403/2 ZahnArztGrp 403/2 Zahnstation (Terr) H 440 ZahnStn (Terr) H 440 In der Liegenschaft Mehrener Straße waren zudem untergebracht: Standortverwaltung Gerolstein Außenstelle Daun StOV Gerolstein ASt Daun

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Kaserne in Rheinland-Pfalz Kategorie:Bauwerk in Daun