mini|Brigitte Horn Brigitte Horn (* 5. Dezember 1948 in München) ist eine deutsche Schauspielerin.
Leben Ihre Eltern stammen aus Prag. Im Jahr 1973 wurde sie von dem Intendanten Kurt Meisel an das Münchner Residenztheater von einer Ballettschule weg engagiert. Ihre erste Schauspielrolle dort war die Maria Concetta in der Uraufführung Familienbande von Thomas Valentin, Regie: Bernd Fischerauer. Seitdem spielte sie auf Bühnen des deutschsprachigen Raumes bis zum Jahr 2008. Im Jahr 2008 trat sie mit ihrer letzten Rolle in der Uraufführung Heiliges Land von Mohamed Kacimi unter der Regie von Hansgünther Heyme als Alia auf. Im gleichen Jahr bekam sie eine chronische Erkrankung und zog sich weitgehend aus dem aktiven Theaterleben zurück. Sie hat einen Sohn und lebt in München. 2021 erschien ihr erster autobiographischer Erzählband.
Auszug wichtiger Aufführungen 1974 wechselte sie an kleinere Bühnen, um den Beruf der Schauspielerin direkt auf der Bühne zu erlernen und spielte in Bremerhaven und Bielefeld bis 1979 die Rollen der sog. Jugendlichen Liebhaberin. 1979 trat sie ein Engagement am Staatstheater Stuttgart an. Ihre erste Rolle dort war die Eboli aus Don Carlos unter der Regie von Hansgünther Heyme. 1980 spielte sie hier u. a. unter der Regie von Günter Krämer in der Uraufführung des Stückes Die Villa von Tankred Dorst den Part des Fränzchen. Weiter spielte sie die Rolle des Narren aus Was ihr wollt, W. Shakespeare, und 1981 die der Lulu im gleichnamigen Theaterstück von Frank Wedekind und in dem Karl Valentin Abend "Der Weltuntergang" unter der Leitung von Peter Fischer.
1985–1987 folgte sie dem als Intendanten berufenen Heyme an das Grillo-Theater in Essen. Dort spielte sie unter seiner Regie die Polly aus Bertolt Brechts Dreigroschenoper,Hanns-Dietrich Schmidt: Die Spielzeiten unter der Direktion von Hansgünther Heyme. Schauspiel Essen 1985–1992 Schauspiel Essen (Theater und Philharmonie) (Hrsg.), Essen 1992, S. 14 unter der Regie von Herbert König die Yerma aus Yerma von Federico García LorcaHanns-Dietrich Schmidt: Die Spielzeiten unter der Direktion von Hansgünther Heyme. Schauspiel Essen 1985–1992 Schauspiel Essen (Theater und Philharmonie) (Hrsg.), Essen 1992, S. 30–31 und die falsche Zofe in Die falsche Zofe.Hanns-Dietrich Schmidt: Die Spielzeiten unter der Direktion von Hansgünther Heyme. Schauspiel Essen 1985–1992 Schauspiel Essen (Theater und Philharmonie) (Hrsg.), Essen 1992, S. 18 Ab 1990 trat sie erneut am Bayerischen Staatsschauspiel in mehreren Rollen auf, so in der Uraufführung des 2-Personen-Stücks Vom Umtausch ausgeschlossen unter der künstlerischen Leitung von P. Politz sowie in der Uraufführung des Theaterstückes Memmingen von Bettina Fless unter der Regie von Amélie Niermeyer. 1997 spielte sie die Rolle der Klytaimnestra in Elektra von Sophokles am Théâtre Vidy-Lausanne, Regie Hansgünther Heyme.
2000 führte sie Regie bei dem Stück Pit-Bull, Autor Lionel Spycher, in der Echtzeithalle, Kulturreferat München. Sie trat unter Heymes Regie an verschiedenen deutschsprachigen Theatern auf, 2001 als Smeraldina in Der Diener zweier Herren Theatre National du Luxembourg und Europäisches Festival Recklinghausen und andere Rollen.
2005 und 2006 spielte sie in der Uraufführung Pessach von Laura Forti die Rolle der Nora im Theatre National du Luxembourg und bei dem Europäisches Festival Recklinghausen. 2008 in Heiliges Land von M. Kacimi, Rolle: Alia.
Tourneen 1999 Elektra von Sophokles, Rolle: Klytaimnestra, Regie: Hg. Heyme, Tourneetheater Landgraf
Auszeichnungen 1987 bekam sie die Presse-Auszeichnung "Beste Schauspielerin des Jahres in Nordrhein/Westfalen", für die Rollen der Yerma von Lorca und der falschen Zofe von Marivaux in Essen.
Veröffentlichungen 2003 Buchbesprechung über Bally Prell, NMZ Verlag, Heike Frey, Cornelie Müller: „Wer was versteht von Gemütlichkeit – die Vortragskünstlerin Bally Prell“, Dölling und Galitz Verlag, ISBN 3-935549-51-2
2021 veröffentlicht sie ihr erstes Buch "Die jugendliche Liebhaberin", den ersten Teil ihrer Theater-Biografie. ISBN 3-7549-1919-9.
Deutsche Uraufführungen 1974 – Maria Concetta in Familienbande Thomas Valentin, Residenztheater München Webseite der Thomas Valentin Stiftung. Abgerufen am 28. September 2013. 1980 – Fränzchen in Die Villa Tankred Dorst, Staatstheater Stuttgartsiehe Spielplan: Württembergisches Staatstheater Stuttgart 1980/81-3, Die Generalintendanz der Württembergischen Staatstheater (Hrsg.), Redaktion: Jürgen Fabritius 1987 – Lenka in Passage von Christoph Hein, Theater & Philharmonie Essen, Grillo-Theatersiehe Programmheft: Passage, Theater & Philharmonie Essen, Schauspiel Essen (Hrsg.), Redaktion: Hanns-Dietrich Schmidt 1990 – Die Frau im Zweipersonenstück Vom Umtausch ausgeschlossen von Eugen Ruge, Bayerisches Staatsschauspielsiehe Programmheft: Vom Umtausch ausgeschlossen, München Bayer. Staatsschauspiel (Hrsg.), Spielzeit 92/93, Nr. 94, Verfasser/in: Eugen Ruge; Pierre W Politz 1991 – Memmingen von Bettina Fless, Residenztheater Münchensiehe Spielplan: Bayerisches Staatsschauspiel 1990/91, München Bayer. Staatsschauspiel (Hrsg.), Spielzeit 90/91, Verfasser/in: Dramaturgie und Öffentlichkeitsarbeit 2005 – Nora in Pessach von Laura Forti, Théâtre National du Luxembourgsiehe Programmheft: Pessach, Theater im Pfalzbau Ludwigshafen (Hrsg.) Theater im Pfalzbau Ludwigshafen; Redaktion: Carolin Grein 2008 – deutsche Erstaufführung: Alia in Heiliges Land von Mohamed Kacimi, Theater im Pfalzbau LudwigshafenGastspiel im St. Pauli Theater: Das „Heilige Land“. Kritik Die Welt. Abgerufen am 28. September 2013.
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